Themen: Kt. Bern, Open Source, OpenJustitia, Presse, Vorstoss


MEDIENMITTEILUNG SWISS OPEN SYSTEMS USER GROUP /CH/OPEN

Bern, 10. März 2013

Der Kanton Bern führt für seine Gerichtssoftware OpenJustitia ein, die Open Source Lösung des Schweizerischen Bundesgerichts. SP-Grossrätin Giovanna Battagliero und EVP-Grossrat Marc Jost befürworten diese Strategie und planen einen überparteilichen Vorstoss.

Wie der Bund vom 9. März 2013 publik machte, führt der Kanton Bern zur Zeit die Open Source Lösung OpenJustitia des Bundesgerichts ein. Laut Regierungsrat Christoph Neuhaus (SVP) spart damit der Kanton Bern über 200’000 Franken Anschaffungskosten und jährlich wiederkehrende Lizenzkosten von 75’000 Franken. Dagegen protestiert die Berner Firma Weblaw, welche den entsprechenden Auftrag nicht erhalten hat, dem Kanton ihre proprietäre Gerichtssoftware zu verkaufen (siehe auch „Hetzjagd gegen IT-Strategie des Bundesgerichts wegen Open Justita„).

SP-Grossrätin Giovanna Battagliero unterstützt das Vorgehen des Regierungsrats: „Mit dem Einsatz von OpenJustitia spart der Kanton Bern hunderttausende Franken Steuergelder. Das Open Source Entwicklungsmodell ist bestens geeignet, dass Behörden gemeinsam Software entwickeln und damit Informatikausgaben senken.“

Für EVP-Grossrat Marc Jost macht es Sinn, wenn Verwaltungsstellen Kosten für Fachanwendungen teilen: „Wenn öffentliche Stellen mehr zusammenarbeiten und ihre Informatikmittel koordiniert einsetzen würden, könnte viel Geld gespart werden. Ich befürworte deshalb die gemeinsame Entwicklung von Fachapplikationen von Behörden.“

Battagliero und Jost planen für die kommende Grossratssession ab 18. März 2013 einen überparteilichen Vorstoss. Der Kanton Bern und insbesondere das KAIO (Amt für Informatik und Organisation des Kantons Bern) und die Bedag (Aktiengesellschaft vollständig im Besitz des Kantons Bern) sollen im Informatikbereich verstärkt mit anderen Behörden zusammenarbeiten. Durch bessere Koordination und Kooperation sollen öffentliche Stellen auf allen föderalen Ebenen gemeinsam Softwarelösungen aufbauen und weiterentwickeln.

Medienspiegel

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