Themen: Bildung, Kt. Genf, Presse


MEDIENMITTEILUNG DER
PARLAMENTARISCHEN GRUPPE DIGITALE NACHHALTIGKEIT

Bern, 12. Mai 2011

Der verstärkte Einsatz von Open Source Software an Schulen beinhaltet grosses Potential, den Fachkräftemangel in der Informatik zu bekämpfen. Der Verein /ch/open organisiert zu diesem Thema kommende Woche eine Weiterbildungstagung.

Die Schweizer Wirtschaft klagt seit Jahren über den Fachkräftemangel im Informatik-Bereich. Nicht zuletzt mangelt es an Interesse von Jugendlichen am Fach Informatik. Nationalrätin Kathy Riklin, Kernmitglied der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit, sieht eine Ursache dafür in der verbreiteten Konsumhaltung gegenüber Informations- und Kommunikationstechnologien: „In der Schule wird heute Informatik nur angewendet, aber die Gestaltungsmöglichkeiten der neuen Technologien werden längst nicht ausreichend vermittelt. Dabei stellen digitale Güter heute eine wichtige Grundlage des Wissensstandort Schweiz dar.“ Eine Chance sieht Riklin in der Auseinandersetzung mit Open Source Software. „Quelloffene Software stellt ein grosses Potential dar, die Neugier und Kreativität von Jugendlichen im Umgang mit Informatik zu wecken. Gleichzeitig ist Open Source Software auch von Nutzen für die Bildung insgesamt, denn die Chancengleichheit unter den Schülerinnen und Schülern wird gefördert und Lizenzkosten können eingespart werden.“

Bereits heute verfolgt das Schweizer Medieninstitut für Bildung und Kultur educa.ch mit dem so genannten Lernstick eine innovative Initiative, um den Einsatz von Open Source Software an Schulen zu fördern. „Ein eigener Computer für jede Schülerin und jeden Schüler ist keine Vision mehr, sondern wird mit dem educa.Lernstick Realität.“ ist auf der Website von educa.ch zu lesen.

Der Kanton Genf geht noch eine Stufe weiter: Im Februar 2011 verabschiedete der Genfer Erziehungsdirektor Charles Beer eine neuen Strukturplan, der den Einsatz von offenen Standards und Open Source Software in der Bildung festschreibt. Bereits seit mehreren Jahren setzen die Genfer Schulen auf digital nachhaltige Informationstechnologie.

Am Samstag, 21. Mai 2011 führt die Swiss Open Systems User Group eine ganztägige Weiterbildungsveranstaltung zu Open Source an Schulen durch. Die Tagung ermöglicht einen Überblick der neuesten Anwendungen im Bildungsbereich und bietet die Möglichkeit in zahlreichen Workshops praktische Erfahrungen zu sammeln. Die Themen „Spiele programmieren mit Lernenden“, „Prüfungen am Computer durchführen“, „interaktive Geometrie“ sowie „Kunst und Musik mit Open Source“ stehen im Zentrum. Die Tagung richtet sich an Lehrpersonen, Dozierende, Entscheidungsträger sowie Interessierte, die erste Schritte mit Open Source Software wagen möchten oder an einem fachlichen Austausch darüber interessiert sind. Die Teilnahme an der Weiterbildungstagung ist kostenlos, das detaillierte Programm, die Anmeldung sowie weitere Information finden sich online auf der Website.

Weiterbildungstagung Open Source an Schulen

Datum: Samstag, 21. Mai 2011
Ort: EB Zürich, Riesbachstrasse 11, Zürich
Zeit: von 09:30 bis 16:30 Uhr
Programm und Anmeldung: http://www.ossanschulen.ch/weiterbildungstagung-2011/

Kontakt

Martin Vögeli, Verantwortlicher Open Source an Schulen
Verein Swiss Open Systems User Group /ch/open
info@ossanschulen.ch, +41 76 505 8 503
Twitter Hashtag: #OSSanSchulen

2 Kommentare

  • Es ist sehr erfreulich, dass der Bildungsserver die Bemühungen für den Einsatz von OSS unterstützt. Seit man den Lernstick auch virtuell installieren kann, ist er noch viel besser! Das Problem könnte aber sein, dass der Schritt zum Lernstick so gross ist, das man bei MSOffice+Photoshop aus Gewohnheit hängen bleibt.

    Wir haben auf http://www.userlearn.ch alle Unterlagen, auch als PDF, frei verfügbar zum Herunterladen. Sowohl Openoffice und GIMP kann man (und sollte man unbedingt) im Unterricht einsetzen. Beide Programme laufen ab XP-Win7, auf Mac und natürlich am schnellsten auf Linux!

    Wir sind gerne bereit Ihre Schule in Kursen auf die beiden Programme umzuschulen. Dabei erhalten Sie auch alle Orignaldateien, die Sie dann für Ihren Unterricht selber anpassen können.

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