Parlamentarierin fordert mehr Open Source an Deutschschweizer Schulen

MEDIENMITTEILUNG DER
PARLAMENTARISCHEN GRUPPE DIGITALE NACHHALTIGKEIT

Bern, 12. Mai 2011

Der verstärkte Einsatz von Open Source Software an Schulen beinhaltet grosses Potential, den Fachkräftemangel in der Informatik zu bekämpfen. Der Verein /ch/open organisiert zu diesem Thema kommende Woche eine Weiterbildungstagung.

Die Schweizer Wirtschaft klagt seit Jahren über den Fachkräftemangel im Informatik-Bereich. Nicht zuletzt mangelt es an Interesse von Jugendlichen am Fach Informatik. Nationalrätin Kathy Riklin, Kernmitglied der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit, sieht eine Ursache dafür in der verbreiteten Konsumhaltung gegenüber Informations- und Kommunikationstechnologien: „In der Schule wird heute Informatik nur angewendet, aber die Gestaltungsmöglichkeiten der neuen Technologien werden längst nicht ausreichend vermittelt. Dabei stellen digitale Güter heute eine wichtige Grundlage des Wissensstandort Schweiz dar.“ Eine Chance sieht Riklin in der Auseinandersetzung mit Open Source Software. „Quelloffene Software stellt ein grosses Potential dar, die Neugier und Kreativität von Jugendlichen im Umgang mit Informatik zu wecken. Gleichzeitig ist Open Source Software auch von Nutzen für die Bildung insgesamt, denn die Chancengleichheit unter den Schülerinnen und Schülern wird gefördert und Lizenzkosten können eingespart werden.“

Bereits heute verfolgt das Schweizer Medieninstitut für Bildung und Kultur educa.ch mit dem so genannten Lernstick eine innovative Initiative, um den Einsatz von Open Source Software an Schulen zu fördern. „Ein eigener Computer für jede Schülerin und jeden Schüler ist keine Vision mehr, sondern wird mit dem educa.Lernstick Realität.“ ist auf der Website von educa.ch zu lesen.

Der Kanton Genf geht noch eine Stufe weiter: Im Februar 2011 verabschiedete der Genfer Erziehungsdirektor Charles Beer eine neuen Strukturplan, der den Einsatz von offenen Standards und Open Source Software in der Bildung festschreibt. Bereits seit mehreren Jahren setzen die Genfer Schulen auf digital nachhaltige Informationstechnologie.

Am Samstag, 21. Mai 2011 führt die Swiss Open Systems User Group eine ganztägige Weiterbildungsveranstaltung zu Open Source an Schulen durch. Die Tagung ermöglicht einen Überblick der neuesten Anwendungen im Bildungsbereich und bietet die Möglichkeit in zahlreichen Workshops praktische Erfahrungen zu sammeln. Die Themen „Spiele programmieren mit Lernenden“, „Prüfungen am Computer durchführen“, „interaktive Geometrie“ sowie „Kunst und Musik mit Open Source“ stehen im Zentrum. Die Tagung richtet sich an Lehrpersonen, Dozierende, Entscheidungsträger sowie Interessierte, die erste Schritte mit Open Source Software wagen möchten oder an einem fachlichen Austausch darüber interessiert sind. Die Teilnahme an der Weiterbildungstagung ist kostenlos, das detaillierte Programm, die Anmeldung sowie weitere Information finden sich online auf der Website.

Weiterbildungstagung Open Source an Schulen

Datum: Samstag, 21. Mai 2011
Ort: EB Zürich, Riesbachstrasse 11, Zürich
Zeit: von 09:30 bis 16:30 Uhr
Programm und Anmeldung: http://www.ossanschulen.ch/weiterbildungstagung-2011/

Kontakt

Martin Vögeli, Verantwortlicher Open Source an Schulen
Verein Swiss Open Systems User Group /ch/open
info@ossanschulen.ch, +41 76 505 8 503
Twitter Hashtag: #OSSanSchulen

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Ankündigung opendata.ch 2011 Konferenz

MEDIENMITTEILUNG DER
PARLAMENTARISCHEN GRUPPE DIGITALE NACHHALTIGKEIT

Bern, 9. Mai 2011

Die durch Nationalrätin Edith Graf-Litscher und Nationalrat Christian Wasserfallen präsidierte Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit setzt sich ein für die Förderung der nachhaltigen Nutzung von Behördendaten in der Schweiz. Sie lädt zusammen mit dem Schweizerischen Bundesarchiv und weiteren Partnern zur opendata.ch 2011 Konferenz am 24. Juni 2011 in Bern ein. Prominente nationale und internationale Redner sowie zahlreiche Experten-Workshops versprechen ein spannendes Tagesprogramm.

Daten der öffentlichen Hand haben ein grosses, oft verstecktes Potential für gesellschaftliche und wirtschaftliche Wertschöpfung, das über den vorgegebenen gesetzlichen Rahmen weit hinausgeht. Die geltende Gesetzeslage ermöglicht die passive Herausgabe von Behördendaten auf Anfrage. “Open Government Data” hingegen steht für die aktive Bereitstellung nicht gesetzlich geschützter Datenbestände zur freien Einsichtnahme und Wiederverwendung. Dadurch eröffnet sich in drei Richtungen grosses Potential: Potential für Transparenz, Innovationen und Kosteneinsparungen.

Diesen Chancen, den Best Practices sowie den heutigen Herausforderungen geht die opendata.ch 2011 Konferenz am Freitag, 24. Juni 2011 im Schweizerischen Bundesarchiv in Bern nach. An dieser ersten nationalen Veranstaltung zum Thema Open Government Data werden namhafte Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft über ihre Erfahrungen mit der Publikation und breiter Nutzbarmachung von Behördendaten berichten. Es referieren unter anderem Andreas Kellerhals, Direktor des Schweizerischen Bundesarchivs, Jean-Philippe Amstein, Direktor des Bundesamts für Landestopografie swisstopo, Hans-Peter Thür, Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter, sowie Peter Fischer, Delegierter für die Informatikstrategie des Bundes.

Anschliessend werden politische, wirtschaftliche, rechtliche, technische und weitere Fragenstellungen in von Fachspezialisten moderierten Workshops vertieft. Eingeleitet und abgerundet wird das eintägige Programm durch die zwei hochkarätigen Referenten Nigel Shadbolt, Professor der Universität Southampton und Mitglied des Public Sector Transparency Board UK, sowie Rufus Pollock, Associate der Universität Cambridge und Direktor der Open Knowledge Foundation. Sie berichten über die Erfahrungen mit Open Government Data in Grossbritannien und auf Europäischer Ebene und geben Ausblick über die künftigen Trends und Entwicklungen.

Die Teilnahme an der opendata.ch 2011 Konferenz kostet CHF 120. Anmeldungen werden bis am 27. Mai 2011 über das Online-Anmeldeformular auf www.opendata.ch entgegen genommen. Wegen beschränkter Platzzahl kann die definitive Anmeldung erst am 31. Mai bestätigt werden.

Veranstaltet wird die opendata.ch 2011 Konferenz durch die Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit und das Schweizerische Bundesarchiv. Die Anmeldungen werden durch die Swiss Open Systems User Group /ch/open koordiniert, die Veranstaltung wird durch die itopia und Ernst & Young gesponsort. Weitere Partner der opendata.ch 2011 Konferenz sind die Schweizerische Informatikgesellschaft, die Berner Fachhochschule, netcetera und Liip.

Kontakt opendata.ch 2011 Konferenz

André Golliez
Projektleiter opendata.ch 2011 Konferenz, Managing Partner itopia
golliez@itopia.ch, +41 79 669 05 52

Dr. Matthias Stürmer
Geschäftsleiter Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit,
Senior Advisor Ernst & Young
matthias.stuermer@ch-open.ch, +41 76 368 81 65

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Was ist digitale Nachhaltigkeit?

Das Konzept “Nachhaltigkeit” ist und bleibt in aller Munde, ein Schlagwort sonder gleichen. Seit einiger Zeit beschäftigen sich Forscher, Politiker und Aktivisten mit der Frage, was Nachhaltigkeit im digitalen Kontext zu bedeuten hat. Einen breiten Konsens über eine schlüssigen Definition (z.B. Dapp 2010) gibt es derzeit nicht – allerdings jedoch eine weit verbreitete Erkenntnis, dass eine Beschäftigung damit vonnöten ist. Entsprechend zu verstehen ist auch die Bezeichnung “Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit”, deren Aktivitäten dieser Blog begleitet.

Um die intensiven Arbeiten in diesem Umfeld weiter abzustützen, drängt sich ein Diskurs um eine allgemeingültige Definition “digitaler Nachhaltigkeit” auf. Den folgenden knapp gefassten Entwurf in 5 Punkten und 3 Fragen stellen wir hier deswegen zur Diskussion.

Wir sagen:

  1. Der Begriff Nachhaltigkeit bezieht sich auf zyklische Systeme.
  2. Prozesse in diesen Systemen sind dann nachhaltig, wenn sie im Laufe des aktuellen Zyklus die zur Verfügung stehenden Optionen (Ressourcen) für die kommenden Zyklen maximieren.
  3. Solche Zyklen sind üblicherweise z.B. die Folge von Generationen oder die Folgen Saat und Ernte. In einer digitalen Welt bestehen solche Zyklen ebenfalls. Sie folgen aufeinander nicht nur in schneller Abfolge, laufende Innovation verkürzt diese Zyklen zudem fortlaufend.
  4. Digitale Ressourcen haben die Eigenschaft, dass die Grenzkosten für ihre verlustfreie Vervielfältigung und Verteilung rasch gegen null tendieren. Maximierung der Optionen heisst deswegen nicht mehr zwingend Regulierung des Verbrauchs, sondern oft Maximierung der Zugriffs- und Verwertungsmöglichkeiten.
  5. Digitale Nachhaltigkeit bedeutet entsprechend, digitale Inhalte und Güter wie Software so zu entwickeln, zu verteilen, zu beschaffen und
    einzusetzen, dass der Entscheidungsspielraum in künftigen Technologiezyklen maximal erhalten bleibt.

Und wir fragen:

  1. Offene Standards sind zum Beispiel digital nachhaltig, denn sie stellen sicher, dass auf Daten heute wie morgen durch beliebige Software zugegriffen werden kann. Korrekt?
  2. Open Source Software ist in aller Regel digital nachhaltig, weil die fundamentalen “vier Freiheiten” nachhaltig Entscheidungsspielraum
    offen halten?
  3. Ist entsprechend “Green IT” kein Teilgebiet digitaler Nachhaltigkeit, da diese die ökologische Nachhaltigkeit betrifft? Gilt dies ebenso für andere Bestrebungen, IT im Sinne von sozialer/ökologischer/ökonomischer Nachhaltigkeit einzusetzen, wo ist dann Open Government Data einzuordnen?

Besten Dank für Stellungnahmen im Kommentarfeld zu diesem Artikel, danke für die Mitarbeit gerade bei dieser gedanklichen Grundlagenarbeit.

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Bundesgericht entscheidet für Microsoft, Open Source Anbieter fordern fairen Wettbewerb bei öffentlichen IT-Beschaffungen

MEDIENMITTEILUNG DER BESCHWERDEFÜHRER
Zürich, 29. März 2011

Das Bundesgericht entscheidet für Microsoft und gegen Schweizer KMUs im Beschwerdefall gegen die CHF 42 Mio. Vergabe an Microsoft. Nationalrat Alec von Graffenried sowie der Verein /ch/open bedauern das Urteil und wollen sich nun auf politischem Wege verstärkt für Chancengleichheit bei öffentlichen Softwarevergaben einsetzen. Dabei wird die Bundesverwaltung aufgefordert, den Trend zu mehr Transparenz und offenen Systemen nicht zu verschlafen.

Hintergrund

Seit den 90er Jahren hatte die Bundesverwaltung, ohne dies öffentlich zu publizieren, in regelmässigen Abständen freihändig Grossaufträge an Microsoft vergeben. Nachdem dies Anfang Mai 2009 aufflog, hatten sich mehrere Schweizer KMUs sowie andere Open Source Anbieter dagegen gewehrt und gefordert, dass solche Aufträge gemäss dem Beschaffungsgesetz öffentlich ausgeschrieben werden.

Das Bundesverwaltungsgericht hatte diese Beschwerde erstinstanzlich mit der Begründung abgewiesen, dass nur Microsoft-Anbieter selbst gegen eine solche Vergabe Einsprache erheben können, da nur diese die durch den Bund gewünschten Microsoft-Produkte anbieten. Das Gericht hat dabei nicht berücksichtigt, dass es eine Reihe von breit eingesetzten Konkurrenzprodukten gibt, unter anderem aus dem Open Source Umfeld.

Heutiger Entscheid

Dieser Gerichtsentscheid wurde nun heute durch das Bundesgericht bestätigt. Die Beweise, dass es tatsächlich Konkurrenzprodukte gäbe, wurden laut Bundesgericht durch die Beschwerdeführer nicht ausreichend erbracht. Dass dies aber auf Grund des Fehlens eines Pflichtenheftes seitens der Bundesverwaltung gar nicht möglich war, liess auch das Bundesgericht ausser Acht. Dies ist umso schwerer nachzuvollziehen, da das Bundesgericht sogar intern solche Konkurrenzprodukte einsetzt und auch international Millionen von Verwaltungsangestellten mit Produkten wie OpenOffice.org arbeiten.

Erst kürzlich hatte der Bundesrat als Antwort auf den Vorstoss von Alec von Graffenried, Nationalrat Grüne Kt. Bern, bekannt gegeben, dass im Jahr 2009 von den rund CHF 184 Mio. im Bereich Informatik mit CHF 86 Mio. beinahe die Hälfte dieses Betrages ohne öffentliche Ausschreibung an Informatik-Anbieter vergeben wurde. Entsprechend enttäuscht ist Alec von Graffenried, Mitglied Kernteam der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit, über den heutigen Entscheid des Bundesgerichts, der diese Praxis weiter untermauere: „Ich bedauere die Ablehnung der Beschwerdelegitimation. Damit wird der Missstand im IT-Beschaffungswesen der Bundesverwaltung geradezu gutheissen. Aus diesem Grund werde ich in der Sondersession im April einen weiteren Vorstoss einreichen, der einen fairen Wettbewerb bei öffentlichen IT-Beschaffungen fordert.“

Fazit

Auf Grund des Urteils werden auch in Zukunft Schweizer Steuergelder ungehindert ins Ausland und zu Microsoft fliessen. Zudem wurde die Verwaltung im wesentlichen davon entbunden, sich an die WTO-Gesetze zu halten, welche durch Produkt- und Hersteller-neutrale Ausschreibungen für Chancengleichheit sorgen sollten.

Die Open Source Anbieter bedauern diesen Entscheid und nehmen zur Kenntnis, dass für Schweizer KMUs auch in Zukunft keine Möglichkeit besteht, ihre Rechte gegenüber grossen ausländischen Konkurrenten gerichtlich durchzusetzen. Auch die /ch/open wird künftig verstärkt auf politischem Weg eine Verbesserung der IT-Beschaffung des Bundes und die generelle Förderung von Transparenz, Chancengleichheit und offenen Standards in der Bundesverwaltung anstreben. Gleichzeitig werden die Open Source Anbieter sicherstellen, dass bei öffentlichen Ausschreibungen wo möglich auch Open Source Lösungen angeboten werden.

Aufgrund des wachsenden Trends für Open Government geht die Entwicklung im In- und Ausland in Richtung transparenterer Strukturen und einer offeneren Informatik bei öffentlichen Institutionen. Somit hoffen die Open Source Anbieter, dass sich der Bund dem Potential dieses Trends nicht verschliessen wird und Open Source Alternativen in Zukunft bei IT-Beschaffungen ernsthaft prüft.

Kontakt

Sven Leser, Mitglied der Beschwerdeführer,
Vorstand Swiss Open Systems User Group /ch/open
+41 76 393 80 33, sven.leser@ch-open.ch

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Schweizer Open Source Portal www.opensource.ch geht online

MEDIENMITTEILUNG SWISS OPEN SYSTEMS USER GROUP /CH/OPEN

Zürich, 16. März 2011

Pünklich zur Jahresversammlung der Swiss Open Systems User Group /ch/open lanciert der Schweizer Föderverein für Open Source Software das Portal www.opensource.ch. Als zentrale Sammlung von News, Whitepapers, Fachartikel, Stellenausschreibungen, Events und Videos rund um Open Source stellt www.opensource.ch eine neue, umfassende Informationsquelle zu quelloffener Software dar.

Bereits im Vorfeld war die Spannung gross: Über 200 Mitglieder der /ch/open und andere Interessierte hatten sich im Anschluss an die Ankündigung von www.opensource.ch auf der Landing Page eingetraten und zahlreiche Open Source Unternehmen reichen bereits vor dem Go-Live Inhalte zu den verschiedenen Rubriken von www.opensource.ch ein. Wie angekündigt hat nun die Swiss Open Systems User Group /ch/open, Förderverein für Open Source in der Schweiz, heute um 7:30 Uhr das nationale Open Source Portal online geschaltet – pünktlich zur heutigen Jahresversammlung im Technopark Zürich.

Auf www.opensource.ch sind nun acht Rubriken online: Dies sind OSS Top News, welche von /ch/open verfasste Meldungen zum Geschehen rund um Open Source enthält. Ausserdem können Open Source Firmen ihre eigenen Aktualitäten publizieren wie bspw. Berichte zu erfolgreich abgeschlossene Kundenprojekten mit Open Source Technologien. Weiters aggregiert der OSS News Feed alle 30 Minuten die neusten Open Source Meldungen der Online-Medien inside-it.ch, heise Open, Golem, t3n und Pro-Linux. In der Rubrik OSS Knowhow werden Whitepapers, Fachartikel, Fallstudien, Kundenprojekte, Präsentationen und weitere Publikationen rund um Open Source veröffentlicht um die vertiefte Auseinandersetzung mit Erfahrungen und Best Practices zu ermöglichen. Auf OSS Jobs publizieren die /ch/open-Sponsoren ihre attraktiven Stellenausschreibungen, die Skills im Umgang mit Open Source Plattformen und Programmiersprachen voraussetzen. OSS Events und OSS Courses stellt die rege Aktivität der Open Source Community dar und bildet das vielfältige Weiterbildungsangebot zu Open Source Themen ab. Videoaufzeichnungen von bisherigen Referaten der OpenExpo, des Parlamentarier-Dinners und weiteren Anlässen sind in der Rubrik OSS Videos zusammengefasst. Und schliesslich portraitiert die Swiss Open Systems User Group alle ihre Aktivitäten im Abschnitt /ch/open Initiativen.

Der Informationsgehalt von www.opensource.ch ist damit bereits mit der ersten Version sehr gehaltvoll. Und der weitere Ausbau der Open Source Plattform ist noch für dieses Jahr geplant. Version 2.0 von www.opensource.ch soll eine umfassende Marktplattform rund um Open Source Software werden mit Integration des Firmenverzeichnis OSS Directories, einer Meta-Datenbank mit Informationen zu den tausenden von Open Source Projekten sowie mit einer umfassenden Kundenreferenzen-Datenbank.

Kontaktperson www.opensource.ch
Dr. Matthias Stürmer
matthias.stuermer@ch-open.ch
+41 76 368 81 65

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Internationaler Open Source Programmier-Workshop für Geoportal Bund geo.admin.ch

MEDIENMITTEILUNG DER
PARLAMENTARISCHEN GRUPPE DIGITALE NACHHALTIGKEIT

Bern, 24. Februar 2011

In einer einmaligen Open Source Initiative von Bund, Kantonen, Städten, Hochschulen, Unternehmen und Verbänden wird an einem internationalen Programmier-Workshop an der EPFL Lausanne das Geoportal Bund geo.admin.ch ausgebaut. Das Präsidium der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit begrüsst diesen innovativen Ansatz der Zusammenarbeit zur Entwicklung von Open Source Software.

Bereits seit letztem Jahr kann auf http://map.geo.admin.ch gebührenbefreit auf das umfangreiche Kartenmaterial der Swisstopo zugegriffen werden. Bis zu 10’000 Personen nutzen dieses Angebot täglich über ihren Web-Browser. Neu wird nun im Rahmen eines Programmier-Workshops, einem so genannten Code Sprint, diese Plattform auch für Smartphones verfügbar gemacht (Go-Live im 3. Quartal 2011). Ziel dieses internationalen Entwickler-Treffen ist es, eine Browser- und Hersteller-unabhängige Plattform zu entwickeln, die ausschliesslich auf Open Source Software basiert. Der neu programmierte Quellcode wird dabei wiederum unter einer Open Source Lizenz freigegeben.

Vom 21. bis 25. Februar 2011 entwickeln nun an der EPFL Lausanne hochkarätige Programmierer aus der ganzen Welt am Open Source Projekt OpenLayers, der Basis-Technologie, die auch für das Geoportal Bund sowie OpenStreetMap verwendet wird. Details zum Code Sprint sind auf der Website http://wiki.osgeo.org/wiki/Lausanne_Code_Sprint_2011 verfügbar. Lanciert hat diese innovative Open Source Initiative das Geoportal Bund zusammen mit dem Bundesamt für Landestopografie swisstopo. Der Code Sprint wird finanziell unterstützt von zahlreichen Organisationen, die unten aufgeführt sind.

Nationalrat Christian Wasserfallen, Co-Präsident der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit, hatte bereits 2009 einen Vorstoss eingereicht, der die freie Verfügbarkeit der öffentlichen Kartendaten thematisierte. Entsprechend erfreut ist er über diese erfolgreiche Zusammenarbeit im Rahmen dieser Open Source Initiative: „Genau so stellen wir uns modernes Private-Public-Partnership vor: Die öffentliche Hand verbessert in Zusammenarbeit mit Privaten und Verbänden seine eigenen Technologie-Plattformen und stellt die Entwicklungen als Open Source Software der Gesellschaft wiederum frei zur Verfügung.“ Auch Edith Graf-Litscher ist begeistert vom Anlass in Lausanne: „Für mich zeugt diese Initiative von gelebter digitalen Nachhaltigkeit. Öffentliche Gelder werden investiert in eine Plattform der öffentlichen Hand und die technischen Ergebnisse stehen bis in ihre grundlegendsten Eigenschaften allen zur Verfügung für weitere Innovationen.“

Medienmitteilung Geoportal Bund geo.admin.ch
http://www.geo.admin.ch/internet/geoportal/de/home/current/news20110224.html

Kontakt Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit
Dr. Matthias Stürmer
Geschäftsführer Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit
matthias.stuermer@ch-open.ch, +41 76 368 81 65

Sponsoren des Code Sprints an der EPFL Lausanne
Bundesamt für Landestopografie swisstopo: http://www.swisstopo.admin.ch
Camptocamp: http://www.camptocamp.com
École Polytechnique Fédérale de Lausanne: http://www.epfl.ch
geo.admin.ch: http://www.geo.admin.ch
Geoportail Luxemburg: http://www.act.public.lu
Kt Zürich: http://www.zh.ch
Kt Neuchâtel: http://www.ne.ch
Kt Jura: http://www.jura.ch
Nokia: http://www.nokia.com
OpenGeo: http://opengeo.org
Schweizmobil: http://www.schweizmobil.ch
Stadt Uster: http://www.uster.ch
Stadt Vevey: http://www.vevey.ch
Swiss Open Systems User Group: http://www.ch-open.ch
Swisscom: http://www.swisscom.ch
Terrestris: http://www.terrestris.de

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Open Government Data verstärkt im Fokus

In Zeiten zunehmender Transparenz -freiwilliger wie unfreiwilliger- nimmt in Medien- und Verwaltungskreisen die Diskussion um den richtigen Einsatz neuer Technologien zwecks konstruktiven Transparenzgewinns stetig zu.

Insbesondere im angelsächsischen Raum wird immer klarer: Transparenz durch Open Government Data stärkt das Vertrauen der Bevölkerung in den Staat und fördert Innovation und Wettbewerb in der Privatwirtschaft. Auch in Europa reift entsprechende Erkenntnis. In der Schweiz hat sich die Parlamentarische Gruppe Digitale dem Thema angenommen und arbeitet derzeit an viel versprechenden Vorstössen und Veranstaltungen.

Im Folgenden ein kurzes Update zu den auffallendsten Entwicklungen der letzten Wochen im In- und Ausland:

Aus aller Welt

  • Die Sunlight Foundation und die Participatory Politics Foundation lancieren opengovernment.org, eine Open Source Plattform für offene Behördendaten, Analyse und Partizipation auf der Ebene der US-Gliedstaaten.
  • Die O’Reilly Online-Konferenz “Gov 2.0 International: Global Innovation Meeting Local Challenges” greift das Thema prominent auf – Teilnahme am 11.03.2011 ist weltweit und kostenlos möglich.
  • Daniel Kaplan stellte in einem vielbeachteten Blogeintraf die Frage “Offen – und dann?” und fügte damit der Wertedebatte rund um Open Government Data auch eine spezifisch europäische Perspektive hinzu.
  • Ebenfalls in Frankreich machen Städte ernst mit Open Data: siehe zum Beispiel Rennes und Paris.

Aus der Schweiz

Welches Potential sehen Sie für offene Behördendaten in der Schweiz? Haben Sie weitere Neuigkeiten zum Thema Open Government Data? Hinterlassen Sie uns einen Kommentar!

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Vortragsvideos des vergangenen Parlamentarier-Dinners veröffentlicht

Die Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit präsentiert hier die drei Aufzeichnungen der Referate des vergangenen Parlamentarier-Dinners vom 8. Dezember 2010:

Dr. Eva Herzog, Finanzdirektorin Kt. Basel-Stadt
OSS-Flex, die differenzierte und pragmatische Open Source Software-Strategie des Kt. Basel-Stadt”

Peter Hegglin, Finanzdirektor Kanton Zug
“Erfolgreiche Einführung einer standardisierten Open Source GEVER- und Intranet-Lösung”

François Marthaler, Regierungsrat Kt. Waadt
“Rückblick und Ausblick der langjährigen Open Source Förderstrategie des Kt. Waadt”

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Linux Desktop-Ausstieg im Solothurner Kantonsparlament kritisiert

MEDIENMITTEILUNG DER
PARLAMENTARISCHEN GRUPPE DIGITALE NACHHALTIGKEIT

Bern, 16. Dezember 2010

Nachdem der neue Amtsvorsteher des Amt für Informatik und Organisation (AIO) des Kanton Solothurn den Umstieg von Linux auf Windows auf dem Desktop in die Wege geleitet hat, werden nun kritische Stimmen im Solothurner Kantonsrat laut.

Ausgelöst durch die Interpellation „IT Strategiewechsel des Kantons“ von René Steiner (EVP) wurde gestern im Solothurner Parlament die Thematik rund um den Linux-Desktop Ausstieg diskutiert. Steiner äusserte dabei unter anderem den Verdacht, dass der Wechsel zu Windows nicht einer fundierten Wirtschaftlichkeitsrechnung entspringt, sondern eine emotional geprägte Frustreaktion sei. „Es scheint so, als ob Linux als Sündenbock für die Führungsschwäche im AIO hinhalten muss.“ vermutet Steiner.

Als Beispiel führte er an, dass sich die Beschwerden der Benutzer vor allem auf die eingesetzte Maillösung Scalix bezogen hätten. Anstatt deswegen die Arbeit von 10 Jahren über Bord zu werfen und auf Windows zu migrieren, hätte man anstelle von Microsoft Outlook andere Open Source Mail- und Groupware Produkte einführen können, die das Problem ebenfalls gelöst hätten.

Tatsächlich hat das AIO in einer Medienmitteilung kürzlich zugegeben, dass die durch die Open Source Strategie erzielten Einsparungen in der Höhe von ca. 10 Millionen Franken durch die kommende Windows-Migration grösstenteils aufgefressen werden. Und dies obwohl Insider berichten, dass Microsoft ihre volle Unterstützung bei der Migration zugesagt hat.

Zudem wies René Steiner darauf hin, dass der Kanton Solothurn beim Bezug der Nachfolgeprodukte das Beschaffungsrecht beachten müsse, also eine hersteller- und produktneutrale Ausschreibung stattfinden soll. Andernfalls gehe der Kanton Solothurn das Risiko ein, dass wie bei der Bundesverwaltung eine Beschwerde eingereicht wird. Die Beschwerde beim Bund gegen eine freihändige Vergabe an Microsoft in der Höhe von 42 Millionen Franken befindet sich zur Zeit vor dem Bundesgericht.

Kontakt
Dr. Matthias Stürmer
Geschäftsführer Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit
matthias.stuermer@ch-open.ch, +41 76 368 81 65

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„1 Milliarde Franken Sparpotential in der Informatik der öffentlichen Hand“

MEDIENMITTEILUNG DER PARLAMENTARISCHEN
GRUPPE DIGITALE NACHHALTIGKEIT (PDF)

Bern, 9. Dezember 2010

Am gestrigen Dinner der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit stellten die Regierungsräte Eva Herzog (Basel-Stadt), Peter Hegglin (Zug) und François Marthaler (Waadt) ihre Open Source Strategien und Initiativen vor. Dabei äusserte François Marthaler, dass mittels Nutzung gemeinsam entwickelter Open Source Software die Informatikausgaben der öffentlichen Hand jährlich um einen Drittel, rund 1 Milliarde Franken, gesenkt werden können.

Über 50 Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Medien folgten der Einladung der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit und nahmen Teil am Dinner und den Vorträgen zum Thema „Open Source ist keine Glaubensfrage – Pragmatische Umsetzung in den Kantonen“. Den Abend im Hotel Bern eröffnete Christian Wasserfallen, Nationalrat und Co-Präsident der Parlamentarischen Gruppe mit einer herzlichen Begrüssung aller Anwesenden.

Es folgte das Referat von Eva Herzog, Finanzdirektorin des Kanton Basel-Stadt. Sie fasste die Anfangs 2010 verabschiedete Open Source Strategie zusammen, die unter anderem vorgibt, dass künftig alle Software-Entwicklungen des Kantons wiederum als Open Source Software frei verfügbar sein sollen. Ausserdem wies sie auf das zweijährige Pilotprojekt hin, bei dem 100 Arbeitsplätze vollständig auf Linux und andere Open Source Software migriert und in das bestehende System integriert werden.

Anschliessend stellte der Zuger Finanzdirektor Peter Hegglin die im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung beschaffte Open Source Intranet-Lösung PloneGov sowie die GEVER-Plattform OpenGever vor. „Open Source ist ein guter und gangbarer Weg um für digitale Nachhaltigkeit zu sorgen“ hielt der Regierungsrat fest. Er bekräftigte dies mit dem Hinweis, dass der Kanton Zug viel von bereits bestehender Open Source Software profitieren konnte und deshalb auch seine eigenen Investitionen in Open Source Software, rund eine halbe Million Franken, allen kostenlos zur Verfügung stellt.

Als dritter Referent zeigte der Waadtländer Regierungsrat François Marthaler auf, wie sein Kanton seit vielen Jahren Open Source Software intensiv einsetzt und wieder freigibt. Er fasste zusammen, dass die Informatikkosten von Bund, Kantonen und Gemeinden heute pro Jahr rund 3 Milliarden Franken betragen. Obwohl die Anforderungen oft die selben seien, lassen viele öffentliche Stellen ihre eigenen Lösungen entwickeln oder kaufen teure proprietäre Software ein. Täten Behörden ihre Applikationen konsequent gemeinsam entwickeln und nutzen, könnte künftig gut 1 Milliarde Franken Steuergelder jährlich gespart werden, schätzte Marthaler.

Vortragsfolien, Referatstexte und weitere Links

Dr. Eva Herzog, Finanzdirektorin Kt. Basel-Stadt:OSS-Flex, die differenzierte und pragmatische Open Source Software-Strategie des Kt. Basel-Stadt”
Folien Deutsch | Folien Französisch | OSS-Strategie Kanton Basel-Stadt

Peter Hegglin, Finanzdirektor Kt. Zug: “Erfolgreiche Einführung einer standardisierten Open Source GEVER- und Intranet-Lösung”
Folien Deutsch | Referat Deutsch | Referat Französisch | Medienmitteilung 8. März 2010

François Marthaler, Vorsteher Departement für Infrastrukturen Kt. Waadt: “Rückblick und Ausblick der langjährigen Open Source Förderstrategie des Kt. Waadt”
Folien Deutsch | Folien Französisch | Vortrag OpenExpo 2008

Medienspiegel

Kontakt

Dr. Matthias Stürmer, Geschäftsführer
Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit
matthias.stuermer@ch-open.ch, +41 76 368 81 65

Veröffentlicht in Bundesverwaltung, Events, Kt. Basel-Stadt, Kt. Waadt, Kt. Zug, Öffentliche Beschaffung, Presse | 1 Kommentar
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