Erfolg für Open Source an Stadtberner Schulen: Gemeinderat soll Pilotprojekt starten

 

Halua Pinto de Magalhães (SP) stellt die Motion im Berner Stadtrat vor

Halua Pinto de Magalhães (SP) stellt die Motion im Berner Stadtrat vor

Die Idee für den Vorstoss zur Durchführung eines Open Source Pilotprojekts und weiteren Forderungen entstand im März 2013 an einer Veranstaltung der interfraktionellen Gruppe „Digitale Nachhaltigkeit“ des Berner Stadtrats. Dort präsentierte unter anderem Ronny Standtke den Open Source basierten Lernstick, der eine günstige, innovative und trotzdem einfach anzuwendende Möglichkeit ist, Schülerinnen und Schülern den Zugang zur digitalen Welt zu verschaffen.

An der gestrigen Sitzung hat nun eine deutliche Mehrheit des Stadtrats die interfraktionelle Motion „Förderung von digitalen Kompetenzen und Vielfalt in der Schule“ überwiesen. Die Motionärinnen und Motionäre Halua Pinto de Magalhães (SP), Franziska Grossenbacher (GB), Dannie Jost (FDP), Simon Glauser (SVP) und Matthias Stürmer (EVP) forderten vom Gemeinderat folgende Punkte, die er nun als Richtlinienmotion umsetzen muss:

  1. Die Stadt Bern evaluiert, auf welche Art Free and/or Open Source-Software (FOSS) in der Berner Schulinformatik eingesetzt werden kann. Die Evaluation soll auch aufzeigen, welche Lizenzkosten und andere Ausgaben (länger einsetzbare Hardware etc.) damit eingespart werden können.

  2. Die Stadt Bern rüstet Pilotschulen aus, um verschiedene Einsatzformen von FOSS zu testen (FOSS-Anwendungen auf Windows, Edubuntu, Lernstick etc.).

  3. Die Stadt Bern nimmt mit anderen Schweizer Städten und Kantonen Kontakt auf, um Vorgehen bei Studien und Pilotprojekten bezüglich FOSS-Einsatz zu koordinieren und Ressourcen zu bündeln.

  4. Bei Neuanschaffungen von Schulsoftware ist Plattformunabhängigkeit (Windows/Mac/Linux und Web Browser) künftig ein Muss-Kriterium, damit keine neuen Abhängigkeiten geschaffen werden.

  5. Die Schulinformatik baut FOSS-Know-how bei Lehrkräften und Informatikverantwortlichen auf.

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