Uni Bern Vorlesung zu Open Data mit Erläuterung des Begriffs digitale Nachhaltigkeit

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Der Sommer ist dieses Jahr besonders heiss, die Produktivität in den Büros sinkt. Wer eine kleine intellektuelle Erfrischung braucht, kann sich bei Switch die Videos und Folien der diesjährigen Open Data Vorlesung an der Universität Bern anschauen. Oben ein Ausschnitt aus der Vorlesung vom 26. März 2015 zum Thema “Digitale Nachhaltigkeit” und was sich konkret hinter dem Begriff verbirgt. Hier die Liste der 20 Open Data Studierenden-Apps, die in der Übung programmiert wurden.

Und unten die Folien und Videos bzw. Screencasts zu sämtlichen Lektionen mit Gastvorträgen von André Golliez (Opendata.ch), Désiree Pomper (20 Minuten), Martin Stoll (SonntagsZeitung), Thomas Preusse (NZZ), Dr. PD Simon Schlauri (Ronzani Schlauri Anwälte), Benjamin Wiederkehr (Interactive Things), Barbara Hahn (Hahn+Zimmermann GmbH), Cyril Nusko (Zeilenwerk), Prof. Dr. Dennis Hilgers (Johannes Kepler Universität Linz),  Khôi Tran (Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Bern), Catherine Graf Lutz (DEZA), Prof. Dr. Peter Messerli (Centre for Development and Environment), Lukas Vonlanthen (Centre for Development and Environment),  Julian Schmidli (Schweizer Radio und Fernsehen), Klaus Ludwig Fuchs (Auto-ID Labs ETH Zürich), Adrian Gschwend (Zazuko GmbH) und Hannes Gassert (Opendata.ch):

Donnerstag, 19. Februar 2015

  • Vorlesung: Informationen zur Veranstaltung und Open Data Demo-Apps (Folien) (Podcast)
  • Inputreferat in der Vorlesung von Prof. Dr. Thomas Myrach, Direktor des Instituts für Wirtschaftsinformatik der Universität Bern: Daten, Informationen und Wissen (Folien) (Podcast)

Donnerstag, 26. Februar 2015

  • Vorlesung: Einführung ins Thema Open Data und Open Government (Videocast) (Folien)
  • Gastreferat in der Vorlesung von André Golliez, Managing Partner der itopia AG und Präsident Verein Opendata.ch: Open Data – aktuelle Entwicklungen in der Schweiz (Folien) (Videocast)
  • Übung: Einführung Web-Programmierung und verwendete Tools (Kapitel 3) (Folien) (Podcast)
  • Gastvortrag in der Übung von Khôi Tran, Informatiker am Institut für Wirtschaftsinformatik: IWI Sandbox (Podcast)

Donnerstag, 5. März 2015

  • Vorlesung: Data Journalism (Folien) (Videocast)
  • Gastreferat in der Vorlesung von Désiree Pomper, Leiterin Inland / Politik 20 Minuten: Story Telling mit öffentlichen Daten (Folien) (Videocast)
  • Übung: Open Data Speed Dating – Matching der Studierenden-Teams mit Data Coaches aus der Praxis
    siehe dazu Call for Data Coaches (Folien) (Podcast)

Donnerstag, 12. März 2015

  • Vorlesung: Entstehung und Anwendung des Öffentlichkeitsgesetz (Folien) (Videocast)
  • Gastreferat in der Vorlesung von Martin Stoll, Journalist im RechercheDesk von SonntagsZeitung und Le Matin Dimanche, Präsident von Öffentlichkeitsgesetz.ch, Vorstand Investigativ.ch: Wie Journalisten mit dem Öffentlichkeitsgesetz arbeiten – Dokumente und Daten befreien (Folien) (Videocast)
  • Übung: Einführung Web Programmierung und verwendete Tools: Fortsetzung Einführung JavaScript Programmierung und SVG (Kapitel 4 und 5) (Folien) (Podcast)
  • Gastreferat in der Übung von Thomas Preusse, NZZ Data Team: Live-Coding einer D3.js Visualisierung (Podcast)

Donnerstag, 19. März 2015

  • Vorlesung: Einführung geistiges Eigentum im digitalen Zeitalter (Folien) (Videocast)
  • Gastreferat in der Vorlesung von Dr. PD Simon Schlauri,Anwalt bei ​Ronzani Schlauri Anwälte: Rechtsfragen zu Open Data – Urheberrecht und freie Lizenzen (Folien) (Videocast)
  • Gastreferat in der Übung von Benjamin Wiederkehr,Interactive Things: Realisierung von interaktiven Datenvisualisierungen (Folien) (Podcast)
  • Übung: Daten einbinden in D3.js und Anpassen von bestehenden D3.js Code Snippets (Kapitel 6) (Folien) (Podcast)

Donnerstag, 26. März 2015

  • Vorlesung: Digitale Nachhaltigkeit (Folien) (Videocast)
  • Gastreferat in der Vorlesung von Barbara Hahn, Inhaberin Grafikatelier Hahn+Zimmermann GmbH: Darstellungsmodelle Infografik (Videocast)
  • Gastreferat in der Übung von Cyril Nusko, Zeilenwerk: Layout in CSS – Learning how to float in forty minutes (Folien) (Podcast)
  • Übung:  Daten mit D3.js visualisieren (Kapitel 6) (Folien) (Podcast)

Donnerstag, 2. April 2015

  • Vorlesung: Open Finance und Participatory Budgeting (Folien) (Videocast)
  • Gastreferat von Prof. Dr. Dennis Hilgers, Institut für Public und Nonprofit Management der Johannes Kepler Universität Linz: Transparenz und Vertrauen mit Open Government (Folien) (Videocast)
  • Gastreferat in der Übung von Khôi Tran, Informatiker am Institut für Wirschaftsinformatik: D3 Powersnack – GeoJSON with D3 (Folien) (Podcast)
  • Übung: Skalen und Achsen mit D3.js realisieren (Kapitel 7 und 8) (Folien) (Podcast)

Donnerstag, 16. April 2015

  • Vorlesung: Aid Transparency, Open Aid (Folien) (Videocast)
  • Gastreferat von Catherine Graf Lutz, Leiterin Fachstelle Statistik, EDA, Departement für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA): Datentransparenz (Folien) (Videocast)
  • Übung: Datenaktualiserung und Transitionen (Kapitel 9) (Folien) (Podcast)

Donnerstag, 23. April 2015

  • Vorlesung: Open Geodata (Folien) (Videocast)
  • Gastreferat von Prof. Dr. Peter Messerli, Direktor des Centre for Development and Environment (CDE): Open Data als Katalysator für nachhaltige Entwicklung? Beispiele angewandter Forschung in Südostasien (Folien)(Videocast)
  • Gastreferat in der Übung von Lukas Vonlanthen, CDE: Programmierung von Geo-Apps mit GeoJSON (Folien) (Podcast)
  • Übung: Geomapping (Kapitel 12) (Folien)

Donnerstag, 30. April 2015

  • Vorlesung: Open Procurement, Open Contracts (Folien) (Videocast)
  • Gastreferat in der Vorlesung von Julian Schmidli, investigativer Reporter und Datenjournalist für «SRF Data», dem Daten-Team des Schweizer Radio und Fernsehen SRF: Journalismus mit Daten (Videocast)
  • Übung: Zwischenpräsentation der Studierenden-Apps

Donnerstag, 7. Mai 2015

  • Vorlesung: Linked Data (Folien) (Videocast)
  • Gastreferat von Klaus Ludwig Fuchs, Auto-ID Labs ETH Zürich: Public Data APIs in Retail (EU 1169) (Folien) (Videocast)
  • Gastreferat in der Übung von Adrian Gschwend, Zazuko GmbH: Linked Data – An Introduction on Speed (Folien) (Podcast)
  • Übung: Programming Coaching bei der Studierenden-App

Donnerstag, 21. Mai 2015

  • Vorlesung: Open Corporate Data (Folien) (Videocast)
  • Gastreferat in der Vorlesung von Hannes Gassert,Unternehmer und Vizepräsident Verein Opendata.ch: Open Data Business Model Generation (Videocast)
  • Übung: Informationen, Programming Coaching bei der Studierenden-App (Podcast) (Folien)

Donnerstag, 28.05.2015

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Interpellation mit kritischen Fragen zum neuen CMS der Bundesverwaltung

Das neue Content Management System (CMS) des Bundes hat schon mehrfach zu Stirnrunzeln geführt. Bereits 2013 hat Balthasar Glättli eine Anfrage bezüglich der Java-Vorgabe der CMS-Ausschreibung gestellt, da dies zahlreiche CMS-Lösungen unnötigerweise ausgeschlossen hat. Zahlreiche Medien (20min, NZZ, Handelszeitung, inside-it.ch etc.) und auch Politiker kritisierten 2014 die CMS-Vergabe für bis zu 150 Millionen Franken. Und dieses Jahr wurde durch Schweizer Radio und Fernsehen SRF ein Bericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle EFK publik, dass mehrere Millionen verloren gingen, weil sich BIT und VBS bei der CMS-Beschaffung nicht koordiniert hatten und es nun zu einer doppelten Beschaffung des gleichen Produkts beim gleichen Anbieter kam.

Nun hat Balthasar Glättli vor einer Woche eine Interpellation zur Umsetzung der CMS-Einführung gestellt. Dabei wird vor allem kritisiert, dass mit dem proprietären Produkt Adobe Experience Manager (AEM) eine teure Einheitslösung eingeführt wird, obwohl in zahlreichen Ämtern gut und günstig funktionierende Open Source CMS im Einsatz stehen:

Content Managment Systeme (CMS) beim Bund – Wettbewerb und günstige OpenSource CMS oder teure Einheitslösung?

Der Bundesrat wird um Auskunft zu den folgenden Fragen geben:

  1. Wie viele unabhängige Websites führt der Bund?
  2. Warum will der Bund ein einziges, grosses CMS (Adobe AEM) für alle Websites des Bundes einführen, obwohl die Einproduktestrategie den eigenen Zielen widerspricht?
  3. Wie teuer sind die Lizenzgebühren für AEM für eine einzige, neue Website?
  4. Welche Lizenzgebühren gehen heute bzw. in Zukunft total an Adobe für AEM?
  5. Welche Ämter setzen heute welches CMS ein?
  6. Weshalb gab es einen mehrmaligen undurchsichtigen Wechsel bei der CMS-Weisung A007 des ISB?
  7. Welche Probleme bestehen bei der Einführung des neuen CMS Bund?
  8. Welche internen und externen Kosten fallen bei der CMS-Migration auf AEM für die Bundesverwaltung an?
  9. Welche Bundes-Stellen tragen die Migrationskosten von heute voll funktionsfähigen Websites auf AEM?

Begründung:

Gemäss Medienberichten fand 2013 eine CMS-Ausschreibung durch das BIT und kurz danach eine weitere CMS-Ausschreibung durch das VBS statt. Die Festlegung auf eine Programmiersprache wurde bereits in der Anfrage 13.1021 thematisiert. Beide Male erhielt die gleiche Firma mit dem proprietären Produkt Adobe Experience Manager (AEM) den Zuschlag. Diese Doppelspurigkeit verursachte Kritik bei der Prüfung durch die EFK.

Seit 10 Jahren postuliert die Open Source Strategie des Bundes die Standardisierung auch einer günstigen CMS-Lösung. Diese Mehrproduktestrategie soll „mehr Auswahlmöglichkeiten und mehr Wettbewerb“ bringen.
Gemäss Standard A007 des Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB) waren seit 2006 bis vor kurzem dennoch ausschliesslich die proprietären Produkte Imperia und Communiqué zugelassen.
Anfang 2015 wechselte der Standard A007 zuerst auf das Einzelprodukt AEM, dann auf die alte Version der Standardisierungsweisung. Gemäss der neusten Version 2.0 des Standards ist aktuell nur noch das Produkt AEM zugelassen. Dieses Hin und Her auf der Website des ISB geschah intransparent ohne ersichtlichen Grund.

Aus dem Bedürfnis heraus, kostengünstige und unkomplizierte CMS zu verwenden, haben die Departemente WBF und EDA Open Source CMS wie TYPO3 oder WordPress eingeführt, setzen diese lizenzkostenfreien CMS seit Jahren produktiv ein und würden weiterhin mit diesen günstigen Lösungen arbeiten wollen. Warum sollten diese nicht weiterentwickelt werden dürfen, sondern auf eine teurere Einheitslösung migriert werden müssen?

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Bundesrats-Antwort auf Frage von Balthasar Glättli zu TiSA-Verhandlung und Open Source

Nationalrat Balthasar Glättli (Grüne, ZH) hat den Bundesrat vergangene Woche gefragt, ob und wie Open Source Beschaffungen durch die internationalen TiSA-Verträge behindert würden:

15.5279 – Fragestunde. Frage
Verbot von staatlichen Open-Source-Aufträgen im Rahmen des geplanten Tisa-Abkommens

Die Bürgerrechtsorganisation EFF hat eine Vorabversion des Tisa-Vertragstextes analysiert und fand Klauseln, die unter bestimmten Umständen die Ausschreibung von Open-Source-Software in öffentlichen Aufträgen verbieten (http://bit.ly/eff-tisa).

- Teilt der Bundesrat die Meinung, dass ein solches Open-Source-Verbot falsch und schädlich ist und auch aus wirtschaftlichen Gründen abgelehnt werden muss?

- Welche Position vertritt er im Rahmen der Tisa-Verhandlungen bzw. eines Open-Source-Verbots?

Bundesrat Johann Schneider-Ammann wollte in der Fragestunde diese Woche keine inhaltliche Antwort liefern, versprach aber auf Glättlis Nachfrage eine Antwort auf dem Schriftweg, ob der Bundesrat ein Ausschreibungsverbot von Open Source  unterstützen würde (siehe auch Video):

Nationalrat – Sommersession 2015 – Sechste Sitzung – 08.06.15-14h30

Bundesrat Johann Schneider-Ammann: Die Tisa-Verhandlungen beinhalten diverse Vorschläge zu verschiedensten Themen, auch zum Themenkreis Informations- und Kommunikationstechnologien; der Bundesrat kommentiert von unbekannter Seite an die Öffentlichkeit gebrachte Texte und deren Authentizität grundsätzlich nicht. Unabhängig davon werden in öffentlichen Ausschreibungen des Bundes in der Regel die zu erbringenden Leistungen umschrieben. Vorschläge, welche dieses Grundprinzip des öffentlichen Beschaffungswesens beeinträchtigten, würden den internationalen Verpflichtungen zuwiderlaufen.
An den Tisa-Verhandlungen sind gegenwärtig 24 Staaten beteiligt, darunter auch die Schweiz. Die Schweiz beteiligt sich an den Tisa-Verhandlungen auf der Basis des Dienstleistungsteils des WTO-Doha-Mandates des Bundesrates. Dieses Mandat basiert auf der Konsultation der zuständigen Kommissionen der Räte und der Konferenz der Kantonsregierungen. Darauf gestützt, wird die Schweiz beim Service public keine Verpflichtungen eingehen. Die Anfangsofferte der Schweiz für die Tisa-Verhandlungen ist auf der Website des Seco öffentlich zugänglich.

Balthasar Glättli (G, ZH): Geschätzter Herr Bundesrat, danke für Ihre Antwort. Ich verstehe, dass Sie in diesem Sinne den Text der Verhandlungen nicht kommentieren können. Ich bitte Sie aber um die Beantwortung folgender Frage, unabhängig davon, ob jetzt ein solcher Antrag vorliegt oder nicht: Würde sich die Schweiz dagegen aussprechen, oder wäre es für sie akzeptabel, wenn ein solches Ausschreibungsverbot von Open-Source-Software durch öffentliche Stellen Teil eines Abkommens wäre?

Bundesrat Johann Schneider-Ammann: Herr Nationalrat Glättli, diese Frage kann ich Ihnen nicht sofort beantworten. Ich prüfe sie, und Sie kriegen im Nachgang auf dem Schriftweg eine entsprechende Stellungnahme.

 

 

Update 15.6.2015: Unterdessen ist die angekündigte Antwort auf dem Schriftweg eingetroffen. Bundesrat Schneider-Ammann schreibt in der Antwort:

Unabhängig vom Stand der TISA-Verhandlungen teile ich Ihnen mit, dass ein solches Verbot für die Schweiz nicht akzeptabel wäre. Bei Software-Ausschreibungen durch öffentliche Stellen wird eine Software mit bestimmten Leistungsmerkmalen ausgeschrieben, ohne bestimmte Produkte a priori aus zuschliessen.

Hier das Antwortschreiben als PDF zum Herunterladen und hier der Text des TiSA Entwurfs. Die Nachfrage war vermutlich zu wenig präzise gestellt. Denn der Bundesrat hat die eigentliche Kernfrage durch diese Antwort umgangen. Er hat sich klar dagegen ausgesprochen, ein Verbot für OpenSource-Software zu akzeptieren. Das ist erfreulich. Er hat sich aber nicht dazu geäussert, ob ein TiSA-Vertrag akzeptabel wäre, wenn darin staatliche Ausschreibungen verboten wären, welche zwingend vom Anbieter offenen Source Code einfordern. Eine solche Einschränkung dürfte laut Vertragsentwurf nur für Software für kritische Infrastruktur vorgenommen werden, nicht aber für breit verfügbare Software. Auch im Falle einer breit verfügbaren Software könnte aber die Bedingung von offenem Source Code sinnvoll sein. Ein Beispiel: Offener Source-Code wäre eine wichtige Bedingung, sollte der Bund einmal eine (Weiter-)Entwicklung von benutzerfreundlicherer Verschlüsselungssoftware ausschreiben – so wie dies Deutschland vor mehr als einem Jahrzehnt mit gpg4win machte. Balthasar Glättli wird aus diesem Grund eine präzise Nachfrage nachreichen.

 

 

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Open Source, Open Data und darüber hinaus: SP setzt sich grosse Ziele in der Internetpolitik

Vergangene Woche setzte sich die sozialdemokratische Bundeshausfraktion die Legislaturziele 2015-19 — und nahm sich neben dem Stärken von Renten und Bilateralen auch der Internetpolitik an.
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Auffällig ist dabei die inhaltliche Breite: von Open Source bis Open Data, von der Netzneutralität über den Service Public zum Internet der Dinge reicht das Spektrum, Mitbestimmung, Sharing Economy, Kriminalitätsbekämpfung, ganze 20 Themen umfasst das Internet-Kapitel. Es baut dabei auf eine vor kurzem von der Parteibasis verabschiedete Resolution, die von einer Expertengruppe unter Führung von Parldigi Co-Präsidentin Edith Graf-Litscher mit Unterstützung auch von Mitgliedern des Parldigi-Teams erarbeitet wurde und in den kommenden Wochen und Monaten weiter konkretisiert werden wird.

Dahinter steht die Erkenntnis, dass das Internet und die mit ihm verbundenen Phänomene definitiv kein politisches Nischenthema mehr sind: das Internet berührt uns alle in immer mehr Lebensbereichen, es prägt wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Entwicklungen mehr und mehr. Entsprechend umfassend ist die Herausforderung, nicht nur für die Wirtschafts- sondern klar auch für die Gesellschafspolitik.

Zum Parldigi-Kernthema Open Source Software äussert sich die SP klar und konsequent: “Der öffentliche Sektor soll flächendeckend Open-Source-Software einsetzen. Dadurch werden Kosten reduziert und die Abhängigkeit von global agierenden Informatikfirmen sinkt.”, zur Frage der offenen Behördendaten ist sie nicht minder deutlich: “Open Government Data, die offene Zugänglichkeit und freie Wiederverwendung von Behördendaten wie Wetter, Verkehr oder Energie, muss ausgebaut werden.”.

Auf solche Worte aus der Leitung einer Bundesratspartei hat die Online-Community lange gewartet. Nun hofft sie auf die entsprechend konsequenten Taten — und die dafür notwendigen Mehrheiten. Der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit wird in ihrer Rolle als Netzwerk und Forum die Arbeit auch in den nächsten vier Jahren entsprechend bestimmt nicht ausgehen.

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Bundesrat prüft gesetzliche Anpassungen zur Freigabe von Open Source Software durch den Bund

MEDIENMITTEILUNG DER PARLAMENTARISCHEN GRUPPE
DIGITALE NACHHALTIGKEIT PARLDIGI

Bern, 20. März 2015

Der Nationalrat hat heute beschlossen, das vom Bundesrat empfohlene Postulat von Balthasar Glättli (Grüne, ZH) bezüglich Open Source Freigaben durch Bundesstellen anzunehmen. Nun wird der Bundesrat vertieft prüfen, ob und wenn ja wo eine gesetzliche Anpassung vorgenommen werden muss, damit Bundesstellen eigene Software unter Open Source Lizenzen freigeben können.

Bereits 2012 hat Nationalrat Thomas Weibel (GLP, ZH) eine Interpellation eingereicht, dass Freigaben von Open Source Software durch Bundesbehörden explizit erlaubt werden sollen. Daraufhin liess der Bundesrat ein Gutachten durch die Verwaltungswissenschaftler Georg Müller und Stefan Vogel erstellen. Gemäss deren Aussagen können Behörden untereinander ohne weiteres Software-Entwicklungen austauschen, aber für die öffentliche Freigabe als Open Source Software würde eine gesetzliche Grundlage benötigt.

Die Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit ist der Ansicht, dass als Open Source veröffentlichte Software durch Behörden schon nur aus Wirtschaftlichkeitsüberlegungen sinnvoll sind und es deshalb kein neues Gesetz braucht. Um dennoch die aufgrund des Gutachtens entstandene Unklarheit anzugehen, reichte Balthasar Glättli (Grüne, ZH) Ende 2014 das Postulat 14.4275 „Wie kann die Freigabe von Open-Source-Software durch die Bundesverwaltung explizit erlaubt werden?“ ein, das heute durch den Nationalrat angenommen wurde. Darin wird der Bundesrat beauftragt zu prüfen, ob das Finanzhaushaltsgesetz (FHG) ergänzt werden muss, damit es die Freigabe von Open Source Quellcode durch den Bund explizit erlaubt. Diese Prüfung der juristischen Grundlagen hätte gemäss OSS-Strategie der Bundesverwaltung“ bereits vor zehn Jahren stattfinden sollen.

Nationalrat Glättli ist sowohl erfreut als auch enttäuscht: “Ich begrüsse es, dass der Bundesrat nun prüft, wie die Freigabe von Open Source Software durch den Bund ermöglicht werden kann. Dass er diese sinnvolle Art von Behörden-Kooperationen aber nicht bereits vor Jahren geregelt hat befremdet aber: immerhin steht in der offiziellen Open Source Strategie des Bundes seit 2005 genau diese Forderung.”

Das bernische Parlament befürwortete vor einem Jahr einstimmig eine Motion, dass der Kanton Bern künftig seine Software-Entwicklungen grundsätzlich als Open Source veröffentlicht. Auch im Ausland ist es seit Jahren völlig normal und erwünscht, dass Behörden ihre mit Steuergeldern finanzierten Software-Entwicklungen unter Open Source Lizenzen freigeben. So empfiehlt beispielsweise die Britische Regierung den Behörden explizit, dass eigene Software als Open Source veröffentlicht wird und betreibt dazu sogar ein eigenes Quellcode-Verzeichnis auf GitHub. Und in Frankreich soll aufgrund des Öffentlichkeitsgesetzes der Quellcode von Software unter einer Open Source Lizenz freigegeben werden.

Kontakt

Dr. Matthias Stürmer, Geschäftsleiter Parldigi
matthias.stuermer@ch-open.ch, +41 76 368 81 65

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Camptocamp ist neuer Partner von Parldigi

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Das Open Source Unternehmen Camptocamp ist neuer Partner von Parldigi. Der Dienstleister für Open Source GIS-, ERP- und Cloud-Lösungen hat mit seinen rund 50 Mitarbeitenden den Hauptsitz in Lausanne und verfügt über Niederlassungen in Frankreich und Österreich.

Der Schweizer Open Source Anbieter Camptocamp ist ein innovatives Unternehmen im Bereich der Software-Integration zur Nutzung von Geodaten, zum Management von Unternehmen mittels Enterprise Resource Planning (ERP) Systemen und zum Betreiben von Daten-Infrastrukturen. Seit 2001 bieten die rund 50 Mitarbeitenden hochqualifiziertes Knowhow für Open Source Technologien wie OpenLayersCesium, GeoMapFishQGISGeonetworkOdoo (vormals OpenERP), PostgreSQL/PostGISPuppetOpenStack, Elasticsearch ELK Stack.

Als eine der Haupt-Contributors von OpenLayers hat Camptocamp massgebend zur neuen Version 3 beigetragen, die in vielen Geoportalen eingesetzt wird und beispielsweise die Basis der mehrfach ausgezeichneten Geoinformationsplattform map.geo.admin.ch bildet. Camptocamp engagiert sich ausserdem intensiv in Open Source Organisationen auf internationaler und lokaler Ebene. So ist Camptocamp Mitinitiant der Open Source Geospatial Foundation OSGeo und der neuen Odoo Community Association sowie Sponsormitglied der Swiss Open Systems User Group /ch/open.

“Für uns ist die Partnerschaft bei Parldigi wichtig um mitzuhelfen, die Rahmenbedingungen für die Beschaffung und Weiterentwicklung von Open Source Software bei öffentlichen Institutionen zu fördern.” sagt Geschäftsführer und Mitgründer von Camptocamp Claude Philipona. Auch Parldigi-Leiter Matthias Stürmer ist erfreut: “Camptocamp als neuer Partner von Parldigi ist sehr willkommen. Einerseits unterstützt damit ein weiterer, wichtiger Schweizer Open Source Player unsere politische Lobby-Arbeit, andererseits bin ich auch über die bessere Abdeckung der Romandie sehr glücklich.”

Weiterführende Links

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Rückblick Parldigi Open Hearing zum elektronischen Patientendossier

Die Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit führte unter der Leitung des Co-Präsidiums von Edith Graf-Litscher und Christian Wasserfallen am 9. Dezember 2014 in Bern ein Open Hearing zum Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier (EPDG) durch. Nun sind die Videoaufzeichnungen der Referate und der Diskussion sowie die Folien und Fotos des Anlasses veröffentlicht.

Neben Salome von Greyerz vom BAG (siehe PDF der Folien) erläuterten Urs Stromer von der IG eHealth und Post, Urs Stoffel von der Ärztekammer Kt. Zürich und der FMH (siehe PDF der Folien), Maja Ingold (Nationalrätin EVP, ZH und Mitglied der SGK-N) sowie Volker Birk vom Chaos Computer Club (siehe PDF der Folien) den Nutzen, die Chancen aber auch mögliche Risiken eines elektronischen Patientendossiers aus unterschiedlichen Perspektiven. Grundsätzlich zeigte sich, dass die Akzeptanz des elektronischen Patientendossiers bei allen beteiligten Akteuren gut ist. Selbst der Chaos Computer Club attestiert dem Bund – im Gegensatz zu anderen Ländern – einen vorbildlichen Umgang mit den persönlichen Daten, die zukünftig im elektronischen Patientendossier erfasst werden sollen.

Allerdings wurden auch kritische Punkte aufgezeigt: So sei es unerlässlich, dass dem Patienten keine finanziellen Nachteile entstehen dürfen, wenn dieser nicht zur Führung eines elektronischen Patientendossiers gewillt sei. D.h. es dürfe keine Versicherungsmodelle geben, die einen Anreiz (z.B. in Form von Prämienverbilligungen) zur Führung eines elektronischen Patientendossiers bieten. Zudem müsse ein massenhafter Zugriff auf die Daten im elektronischen Patientendossier verhindert werden. Die Einschränkung der Anzahl der Zugriffe auf Patientendaten innerhalb einer bestimmten Zeitspanne würde helfen, einem Missbrauch der Daten entgegen zu wirken.

Aus der Sicht der IG eHealth betonte Urs Stromer die Wichtigkeit der adäquaten Anschubfinanzierung durch den Bund. Es stünden Maximalforderungen bezüglich Sicherheit und Prozesse der im EPDG vorgesehenen Anschubfinanzierung gegenüber. Nur wenn der Bund die nötigen Mittel zur Verfügung stelle, könne die Industrie ihre Aufgabe auch wirklich gut und richtig lösen.

Ein weiterer Punkt, der von den anwesenden Akteuren erwähnt wurde und zukünftig wohl thematisiert werden wird, ist die doppelte Freiwilligkeit. Es zeigte sich, dass diesbezüglich innerhalb der Leistungserbringer unterschiedliche Betrachtungsweisen existieren. Insgesamt war die Veranstaltung gut besucht und bot verschiedenen Akteuren die Möglichkeit, ihre Sicht auf das EPDG zu erörtern.

Videoaufzeichnungen

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Auch Ständerat nimmt Motion für Publikation von Bundesaufträgen ab 50’000 Franken an

Im Januar 2014 hat die Co-Präsidentin der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit Edith Graf-Litscher angekündigt, dass sie eine Motion für mehr Transparenz im öffentlichen Beschaffungswesen einreichen wird (10vor10 berichtete darüber). Nachdem der Bundesrat den Vorstoss ”Publikation der Basisinformationen aller Beschaffungen des Bundes ab 50 000 Franken” zur Annahme empfohlen hatte, stimmte der Nationalrat im Juni 2014 der Motion zu. Am Montag, 8. Dezember 2014 hat nun auch der Ständerat die Motion  angenommen.

Konkret will der Bundesrat die Einführung dieser Publikationspflicht im Rahmen der Revision des Beschaffungsgesetzes umsetzen:

Eine rechtliche Grundlage, wonach alle gemäss dem Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen (BöB; SR 172.056.1) getätigten Beschaffungen mit einem Vertragsvolumen ab 50 000 Franken mindestens einmal jährlich öffentlich in maschinenlesbarer Form zu publizieren sind, soll im Rahmen der geplanten Revision der Verordnung über das öffentliche Beschaffungswesen (VöB; SR 172.056.11) eingeführt und informationshalber in die allgemeinen Geschäftsbedingungen des Bundes aufgenommen werden.

Es bleibt nun zu hoffen, dass diese neue Praxis auch bei Kantonen, Gemeinden und anderen öffentlichen Institutionen der Schweiz Einzug hält. Damit wird die weltweite Bewegung für mehr Transparenz und Partizipation bei öffentlichen Beschaffungen unterstützt, die heute durch Initiativen wie Open Contracting oder Stop Secret Contracts angeführt wird:

OpenContracting

stopsecretcontracts

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Videos, Fotos und Folien von Parldigi-Dinner

Nun sind die Videos, Fotos und Folien (“pEp – pretty Easy privacy” von Volker Birk, Chaos Computer Club) des Parldigi-Dinner “Cyber Defence und Internet Security: Sicherheit im Internet der Zukunft” online:

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Stellungnahme der FSFE Fellowshipgruppe Zürich zu OpenJustitia und Freier Software

FSFE Fellowshipgruppe Zürich

30_11_2014_Bundesgericht_FSFEIn diesem Dokument nehmen wir als Zürcher Fellowshipgruppe der Free Software Foundation Europe (FSFE) Stellung zum Gutachten mit dem Titel “Rechtsgutachten zur verfassungsrechtlichen Zulässigkeit der Randnutzung von Software im Verwaltungsvermögen, insbesondere der Veröffentlichung und Verbreitung von Open-Source-Software durch Träger von Bundesaufgaben”, verfasst von Georg Müller und Stefan Vogel.

Begriffsdefinition

Open-Source (OSS), Free/Libre Open Source Software (FLOSS), Freie Software oder andere Begriffe bezeichnen im Allgemeinen dasselbe. Als Beispiel müssen für Freie Software folgende Kriterien erfüllt werden:
  • Die Freiheit, das Programm für jeden Zweck auszuführen.
  • Die Freiheit, die Funktionsweise eines Programms zu untersuchen, und es an seine Bedürfnisse anzupassen.
  • Die Freiheit, Kopien weiterzugeben und damit seinen Mitmenschen zu helfen.
  • Die Freiheit, ein Programm zu verbessern, und die Verbesserungen an die Öffentlichkeit weiterzugeben, sodass die gesamte Gesellschaft davon profitiert.
Wir als Fellows der FSFE verwenden den Begriff “Freie Software” und nicht ”Open-Source” weil dieser die Freiheit der Menschen und somit ethische und nicht praktische Aspekte in den Vordergrund stellt.

Argumente für die Verwendung von Freier Software

Software, und speziell Freie Software, kann nicht mit traditionellen Produkten verglichen werden. Einerseits ist Software ein immaterielles Gut wie es z.B. Wissen ist. Software kann praktisch ohne Kosten beliebig oft reproduziert, verteilt und angewendet werden. Andererseits wird Freie Software im Speziellen nicht nach klassischen Modellen hergestellt. In vielen Fällen ist es nicht eine einzelne Firma, die eine Software schreibt und dann grosszügigerweise der Allgemeinheit zur Verfügung stellt. Freie Software entsteht oftmals durch viele verschiedene Personen, Firmen und Organisationen, die jeweils ihren Beitrag zur Weiterentwicklung leisten.

Handelt es sich um Freie Software, kann sich jede Firma in diese einarbeiten. Es entsteht ein freier Wettbewerb, in dem der Auftraggeber einer Änderung auf eine Auswahl an Firmen zurückgreifen kann, um die Änderung zu implementieren. Der Auftraggeber ist nicht auf den Originalautor der Software angewiesen.

Im oben erwähnten Gutachten wird die Freigabe von OpenJustitia als OSS hauptsächlich unter dem Prinzip der Marktwirtschaft kritisiert. Es wird argumentiert, der Wettbewerb werde verzerrt. OpenJustitia wurde entwickelt, weil es keine bestehende Lösung gab. Deshalb kann in dem konkreten Fall nicht von einer Marktverzerrung gesprochen werden. Im Allgemeinen kann nur dann von einer Marktverzerrung gesprochen werden, wenn die Entwicklung einer bestimmten Software massiv staatlich gefördert wird und es andere Anbieter gibt, die dasselbe Leisten.

Einen Verstoss gegen die Wirtschaftsfreiheit bei einer Weitergabe der vom Bund entwickelten Software sehen wir nicht, solange keine klassischen Supportdienstleistungen seitens des Bundesgerichtes angeboten werden. Als klassischen Support bewerten wir hierbei die direkte Unterstützung eines Kunden bei der Produktinstallation, dem Anbieten von Wartungsleistungen in Form von Supportverträgen (sogenannten Service-Level-Agreements oder kurz SLA)  und Nutzung eines Produktes. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Kunde aus der freien Marktwirtschaft kommt, oder ob es sich um eine andere Behörde handelt. Bei der Entwicklung gemeinschaftlicher Projekte besteht in den meisten Fällen die Möglichkeit über einen sogenannten Bugtracker, Fehler in einer Softwarekomponente zu melden. Dabei handelt es sich nicht um eine klassische Supportdienstleistung. Es ist ein essentielles Element der gemeinschaftlichen Softwareentwicklung und trägt nachhaltig zur Steigerung der Qualität einer Software bei.

Freie Software generiert neue Chancen für Wirtschaftsunternehmen. Dies sind:
  • Der Bund hat eine Basis erarbeitet auf der andere aufbauen können. Offerten für Erweiterungen kann der Bund auf einem wirklich freien Markt einholen.
  • Firmen, welche sich Know-How in einer  Freien Software Komponente erarbeitet haben, können dieses allen Anwendern der Software anbieten.
  • Support für Freie Software kann von jeder Firma angeboten werden.
  • Es besteht keine Abhängigkeit von einem Anbieter, da die Software frei erhätlich ist. Bei Problemen kann der Anbieter gewechselt oder ein neuer mit der Einarbeitung beauftragt werden.

Unsere Forderungen

Im Gutachten wird darauf hingewiesen, dass die OpenJustitia Software anderen Stellen kostenlos zur Verfügung gestellt werden könnte. Es fehle die gesetzliche Grundlage dazu. Wir fordern deshalb, dass eine solche gesetzliche Grundlage geschaffen wird, damit der Bund weiterhin FLOSS entwickeln kann und diese auch anderen bundes-, kantonalen- und kommunalen Verwaltungen zur Verfügung stellen kann. Hierbei sei noch zu erwähnen, dass der Bund keinen Support der Software im klassischen Sinne anbieten  sollte.

Es ist unser Anliegen, dass jegliche Software, die durch Steuergelder entwickelt wird, als Freie Software veröffentlicht werden kann. Dies gewährleistet einen freien Markt, in dem die Software weiterentwickelt werden kann und die Gesellschaft als ganzes einen Nutzen daraus hat.

Linksammlung

 

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