SUSE wird Partner von Parldigi

SuseSUSE, Spezialist für Enterprise Linux und Open Source, wird Partner der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit Parldigi

SUSE, ein Open-Source-Softwarepionier der ersten Stunde, entwickelt zuverlässige interoperable Enterprise-Linux-, Open-Source- und Cloud-Infrastruktur-Lösungen für Unternehmen. Bei seinen Produkten setzt SUSE konsequent auf offene Standards. Jüngstes Beispiel dafür ist die Private Cloud-Lösung SUSE Cloud, die auf dem Open Source Projekt OpenStack basiert. SUSE Kunden können so von technologischen Neuerungen profitieren, ohne sich in Abhängigkeit von einem einzigen Hersteller zu begeben. Die Schweizer Niederlassung von SUSE ist in Zürich ansässig.

Um die Rahmenbedingungen in der öffentlichen Verwaltung und der Politik bezüglich Open-Source-Software zu verbessern, ist SUSE ab sofort Partner der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit Parldigi. „Wir begrüssen die Unterstützung von SUSE sehr, denn damit hat sich erstmals ein internationaler Linux-Anbieter zur Förderung von digitaler Nachhaltigkeit bei Schweizer Behörden bekannt“, sagt Dr. Matthias Stürmer, Geschäftsleiter von Parldigi. Er ergänzt: „Linux ist das beste Beispiel digital nachhaltiger Software: Tausende von Programmierern unterschiedlicher Firmen entwickeln weltweit rund um die Uhr am Linux-Betriebssystem. So erhalten Kunden eine herstellerunabhängige Software-Plattform und können dennoch bei Bedarf professionellen Open-Source-Support von Unternehmen wie SUSE beziehen.“

„Das Thema digitale Nachhaltigkeit hat einen besonders hohen Stellenwert angesichts der rasanten Umbrüche in der ICT“, sagt Markus Wolf, Country Manager und Sales Director Schweiz und Österreich bei SUSE. „Themen wie Cloud Computing oder das Internet der Dinge stellen uns vor ganz neue Herausforderungen in den Unternehmen und auch in der Gesellschaft. Für SUSE als Enterprise-Linux-, Open-Source- und Cloud-Infrastruktur-Spezialisten, sind Themen wie Herstellerunabhängigkeit, Partnerschaften sowie Interoperabilität und offene Standards die wichtigsten Bestandteile unserer Philosophie. Wir freuen uns daher sehr, dass wir jetzt bei Parldigi unseren Beitrag leisten dürfen.“

Kontakt

Markus Wolf, Country Manager & Sales Director Austria / Switzerland
+41 43 456 23 00, markus.wolf@suse.com

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Bundesrat beantragt Annahme von Postulat zu Open Source in der Bundesverwaltung

Die Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit (Parldigi) ist erfreut, dass der Bundesrat das Postulat von Edith Graf-Litscher “Standortbestimmung und Ausblick Open Source in der Bundesverwaltung” zur Annahme beantragt. Die Co-Präsidentin von Parldigi hat im Juni den entsprechenden Vorstoss eingereicht. Damit ist zu erwarten, dass nach der hoffentlich positiven Abstimmung im Nationalrat die Bundesverwaltung einen ausführlichen Bericht über die Umsetzung der OSS Strategie Bund von 2005 sowie über die künftige Situation zu Open Source in der Bundesverwaltung verfasst.

Ein erster Punkt wird bereits nächste Woche an der internationalen LibreOffice Konferenz diskutiert, wenn im Rahmen der Diskussionsrunde “ Open Source Büroautomatisation in der Schweiz” die Frage besprochen wird, weshalb die Schweiz bezüglich Einsatz von Open Source Office-Lösungen international derart hinterher hinkt. Die OSS Strategie Bund hätte eigentlich vorgesehen, dass die Bundesverwaltung bereits bis 2006 Alternativen zu Microsoft Office hätte aufbauen müssen: ”[...] im Bereich Office-Anwendungen sollen als Alternativen weitere CSS- oder OSS-Produkte bis Ende 2006 zur Verfügung stehen.” (OSS Strategie Bund, 15.03.2005, Seite 3)

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Interpellation von Ständerat Luc Recordon zu SharePoint-Zwang bei parlament.ch-Ausschreibung

Die Parlamentsdienste haben vor knapp 2 Monaten eine öffentliche Ausschreibung für die neue parlament.ch-Website lanciert. Darin wurde unter anderem vorgegeben, dass die zu beschaffende Plattform auf Microsoft SharePoint 2013 basieren muss:

Die Kompetenz des DL umfasst dazu Interaction Design, Funktionales Design, Design, Accessibility, Informationsarchitektur, Applikations- und Systemarchitektur, Integration verschiedener Datenquellen und die Software Entwicklung im Rahmen von SharePoint

Luc  Recordon, Conseiller aux Etats Canton VaudWeil laut Beschaffungsgesetzgebung öffentliche Ausschreibungen stets Produkt-neutral formuliert sein sollten, hat Parldigi-Mitglied Luc Recordon, der bekannte Grüne Ständerat aus dem Kanton Waadt, eine Interpellation dazu eingereicht. (Hinweis: In der deutschen Übersetzung des Vorstosses wird fälschlicherweise von “lizenzfreien Programmen” geschrieben. Gemeint sind jedoch wie im Originaltext richtig geschrieben “Freie Lizenzen” wie GNU GPL und andere Open Source Lizenzen.)

14.3586 – Interpellation

Öffentliches Beschaffungswesen im Informatikbereich und freie Software

Eingereichter Text
Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:

1. Wie gedenkt der Bundesrat – gegebenenfalls nach Meinungsaustausch mit den Präsidien des Parlaments – auf die offensichtlichen Probleme, die durch die Ausschreibung “Relaunch parlament.ch” erwachsen, zu reagieren?

2. Bestätigt er die Strategie 2005 im Bereich der freien Software und welches Fazit zieht er gegenwärtig daraus?

Begründung
Am 21. Mai 2014 wurde auf der Seite simap.ch die Ausschreibung “Relaunch parlament.ch” (Projekt-ID 113018, Nr. 821787) veröffentlicht. Gleich zu Beginn war dort zu lesen, dass ein Dienstleister zur vollumfänglichen Konzeption, Realisierung, Wartung und späteren Weiterentwicklung der neu zu erstellenden Website parlament.ch auf der Basis von SharePoint 2013 gesucht wurde. Damit verstösst die Ausschreibung gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung der Produkte wie auch der Anbieterinnen und Anbieter bei öffentlichen Beschaffungen im Informatikbereich. Insbesondere ist zu beachten, dass man so Anbieterinnen und Anbieter lizenzfreier Programme ausschliesst, da die Umsetzung den Erwerb der Lizenzen von Microsoft voraussetzt – unabhängig davon, wie das Angebot im Übrigen aussieht. Dadurch werden viele lizenzfreie Programme (Open Source) wie TYPO3, Drupal, Plone, Magnolia usw. von vornherein verdeckt ausgeschlossen. Abgesehen vom Verstoss gegen den obengenannten Grundsatz, widerspricht diese Ausschreibung auch der im Jahr 2005 angekündigten Strategie des Bundes hinsichtlich der freien Software.

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Bundesrat beantwortet Bitcoin-Postulat

Gastkommentar von Luzius Meisser, Präsident der Bitcoin Association Switzerland:

bericht

Der Bundesrat hat letzte Woche das Bitcoin-Postulat der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit beantwortet. Der Bericht des Bundesrats kommt zum Schluss, dass Bitcoin vom bestehenden Rechtsrahmen abgedeckt ist und kein Handlungsbedarf besteht. Zudem wird Bitcoin als Zahlungsmittel eingeordnet und klare Kriterien aufgestellt, die erfüllt sein müssen, um auch als Geld zu gelten.

Diese Feststellungen sind ein wichtiger Schritt für die Rechtssicherheit von Bitcoin und anderen Crypto-Währungen in der Schweiz. Rechtssicherheit ist essentiell für die Attraktivität der Schweiz als Wirtschaftsstandort. Gerade heute bin ich wieder von einem internationalen Startup kontaktiert worden, das aufgrund des Berichts des Bundesrats erwägt, in der Schweiz eine Tochtergesellschaft zu gründen. Andere, zum Beispiel Ethereum mit seinem 33-köpfigen Team, haben sich bereits früher bewusst in der Schweiz angesiedelt.

Das schweizerische System der Selbstregulierungsorganisationen ist hier ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Es erlaubt es nämlich, in relativ kurzer Zeit in neuartigen Geschäftsfeldern rechtlich anerkannte Standards zu schaffen. Der Digital Finance Compliance Organization, die dieses Anliegen umsetzt, haben sich bereits sieben Unternehmen angeschlossen.

Fazit: So wie Swatch die Uhrenbranche aufgemischt hat, hat Crypto-Finance das Potential, den Finanzsektor zu erneuern, wenn wir die richtigen Kristallisationspunkte dafür bieten.

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Bericht zu Open Source Software in der Bundesverwaltung und zum wirtschaftlichen Potential gefordert

christianwasserfallen edithgraflitscherZwei neue Postulate des Co-Präsidiums der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit fordern einen Bericht des Bundesrats über die heutige Situation zu Open Source Software in der Schweiz.

Nationalrätin Edith Graf-Litscher (SP, Kt. Thurgau) erwartet eine Auswertung über die 2005 verabschiedete Open Source Strategie der Bundesverwaltung, Nationalrat Christian Wasserfallen (FDP, Kt. Bern) verlangt eine Studie über den gesamtwirtschaftlichen Einfluss von Open Source Software in der Schweiz:

Postulat Edith Graf-Litscher: Standortbestimmung und Ausblick Open Source in der Bundesverwaltung

Das Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB) hat 2005 die Teilstrategie Open Source Software (OSS) Bund vorgegeben. Ich bitte den Bundesrat in einem Bericht folgende Fragen zu beantworten:

  1. Wird die 2005 vorgegebene strategische Stossrichtung heute erreicht, teilweise erreicht oder nicht erreicht?
  2. Welche der im Aktionsplan aufgeführten Umsetzungsprojekte wurden realisiert?
  3. In welchen Bereichen der Bundesinformatik gibt es heute insbesondere bezüglich Gleichbehandlung und Potentialnutzung von OSS Handlungsbedarf?
  4. Wo wird heute in der Bundesverwaltung OSS eingesetzt? Wo bestehen Alternativen auf dem Markt, die proprietäre Produkte ablösen könnten?
  5. Wie viel bezahlt die Bundesverwaltung pro Jahr an die 10 Anbieter von Software-Lizenzen und Software-Wartung mit dem grössten Volumen?
  6. Wie arbeitet der Bund intern sowie mit den Kantonen und anderen öffentlichen Stellen diesbezüglich zusammen? Wie kann die Zusammenarbeit optimiert werden?
  7. Wie könnte eine Schweiz-weite Open Source Strategie der öffentlichen Verwaltung entwickelt werden?

Die 2005 veröffentlichte Open Source Strategie der Bundesverwaltung enthält zahlreiche Massnahmen, wie eine Gleichbehandlung hergestellt werden kann. Allerdings wurden die damals genannten Massnahmen nur bruchstückhaft umgesetzt. So beschaffen heute Verwaltungen meist proprietäre Software. Mittels Enterprise Agreements und anderen Wartungsverträgen können die IT-Konzerne heute mühelos grosse Software-Lösungen ohne öffentliche Ausschreibung einführen. Auch stehen bei den Software-Standards für die Bundesverwaltung fast ausschliesslich proprietäre Produkte zur Auswahl (rund 90%) obwohl es in den meisten Software-Kategorien unterdessen ebenbürtige Open Source Alternativen gibt. Des Weiteren wird die Interoperabilität mit offenen Dokumentenformaten wie dem Open Document Format (ODF) oft vernachlässigt, sodass die Bevölkerung gezwungen wird Microsoft Office Produkte zu beschaffen um Behördenformulare bearbeiten zu können. In der IKT-Strategie der Bundesverwaltung 2012 – 2015 ist festgehalten: „Wenn es das Geschäft oder die Geschäftsprozesse erfordern, ist der Einsatz innovativer und neuer Technologien möglich. Die Erfahrungen werden ausgewertet und anderen zur Verfügung gestellt.“ Der Bericht soll nun aufzeigen, was die Strategie bis heute erreicht hat und wo noch Handlungsbedarf besteht.

Postulat Christian Wasserfallen: Wirtschaftliches Potential von Open Source Software in der Schweiz

Sowohl die Nutzung als auch die Entwicklung von Open Source Software (OSS) schaffen ein beachtliches wirtschaftliches Potential. Der Bundesrat soll in einem Bericht dazu folgende Fragen beantworten:

  1. Wie wird in der Schweiz verglichen mit dem Ausland OSS entwickelt und eingesetzt?
  2. Wie hoch sind die gesamtwirtschaftlichen Einsparungen in der Schweiz, die bereits heute durch die Nutzung von OSS bei Behörden, in der Bildung und Forschung, in der Wirtschaft, in der Bevölkerung etc. erzielt werden?
  3. Welches Einsparungspotential in der Informatik könnte in Zukunft mittels noch besserem Einsatz von OSS genutzt werden?
  4. Welches volkswirtschaftliche Potential bezüglich Innovation, lokaler Wertschöpfung etc. erbringen bereits heute Schweizer OSS Dienstleister?
  5. Welches ökonomische Potential könnten Anbieter von Dienstleistungen rund um OSS noch zusätzlich realisieren?
  6. Welche Rahmenbedingungen und Fördermassnahmen von Seiten Bund könnten die Erschliessung des Potentials von OSS unterstützen?

Bereits 2006 haben Ökonomen dargelegt, dass Unternehmen und Behörden in Europa rund 36% ihrer IT-Kosten mittels Einsatz von OSS schon heute einsparen (Gosh et al. 2006). Eine neuere wissenschaftliche Studie (Daffara 2012) zeigt auf, dass alleine die Länder in Europa jährlich rund 114 Mrd. Euro durch die Nutzung von Open Source Software sparen. Der gesamte Beitrag von OSS an die europäische Wirtschaft wird auf zusätzlich rund 342 Mrd. Euro geschätzt. Diese ökonomischen Studien deuten an, dass ein enormes wirtschaftliches Potential in der Entwicklung und Nutzung von OSS liegen. In der Schweiz ist dieser Einfluss bisher noch nicht untersucht worden. Der zu erarbeitende Bericht des Bundesrats soll die Situation in der Schweiz darlegen, die gesamtwirtschaftlichen Aspekte von OSS aufzeigen und Handlungsmöglichkeiten durch den Bund erläutern.

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Nationalrat befürwortet Motion zur Regulierung der Netzneutralität mit 65% Zustimmung

Motion Fernmeldegesetz. Gesetzliche Festschreibung der Netzneutralität: Ja 111, Nein 61, Enthaltung 18, Entschuldigt 1, Abwesend 8, Präsident/in 1

Heute Morgen kam die Motion 12.4212 von Balthasar Glättli “Fernmeldegesetz. Gesetzliche Festschreibung der Netzneutralität” im Nationalrat zur Abstimmung. Das Anliegen zur gesetzlichen Regulierung der Netzneutralität wurde mit 111 Ja zu 61 Nein bei 18 Enthaltungen deutlich angenommen. Wie in der Abstimmungsdarstellung von politnetz.ch ersichtlich ist, stimmten Grüne, SP und Grünliberale geschlossen dafür, SVP mehrheitlich dafür, BDP und CVP deutlich dagegen (Rosmarie Quadranti und Kathy Riklin vom Parldigi-Kernteam unterstützten die Motion) und FDP geschlossen dagegen.

ParldigiProNetzneutralitaetDie Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit Parldigi hatte sich intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt. Im vorigen Jahr organisierte Parldigi ein Open Hearing zu Netzneutralität und diskutierte das Thema erneut an einem Meeting im Mai 2014 wo die Sicherstellung der Netzneutralität als wichtiger Schritt festgelegt wurde. So haben auch die Mehrheit des Parldigi-Kernteam die Motion unterstützt, was heute in einem Schreiben an alle Nationalrätinnen und Nationalräte kommuniziert wurde.

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Parldigi verlangt Sicherstellung der Netzneutralität

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MEDIENMITTEILUNG DER PARLAMENTARISCHEN GRUPPE
DIGITALE NACHHALTIGKEIT PARLDIGI

Bern, 8. Mai 2014

Aufgrund eines Meetings mit Experten sind die Mitglieder der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit diese Woche zur Überzeugung gelangt, dass die Netzneutralität im Internet sichergestellt werden muss. Parldigi begrüsst damit die Gewährleistung der Netzneutralität in der vom Bundesrat beabsichtigten Teilrevision des Fernmeldegesetzes.

Im Rahmen eines Meetings der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit Parldigi liessen sich am Montag, 5. Mai 2014 die Parlamentsmitglieder über die Komplexität und die Herausforderungen von Netzneutralität im Internet informieren. Es referierte der Privatdozent und Rechtsanwalt Dr. Simon Schlauri über das Pro und Contra der gesetzlichen Regelung der Netzneutralität aus ökonomischer Sicht (PDF). Anschliessend berichteten BAKOM-Vizedirektor René Dönni Kuoni und der Jurist Jens Kaessner von der Abteilung Telecomdienste über den aktuellen Stand der Arbeitsgruppe Netzneutralität. Zuletzt erläuterte Karim Zekri, CEO und Mitgründer des Online TV Anbieters Teleboy, über die Bedeutung von Netzneutralität für Internet Startups und weshalb selbst er als liberaler Unternehmer die gesetzliche Sicherstellung der Netzneutralität befürwortet (PDF). Präsentationen und Videoaufnahmen sind unten veröffentlicht.

Für die Parldigi-Mitglieder ist damit klar geworden, dass Netzneutralität eine wichtige Grundlage für die offene Weiterentwicklung des Internets darstellt und eine Voraussetzung dafür ist, dass das Internet im heutigen Sinn als Innovationsraum erhalten bleibt. SP-Nationalrätin und Co-Präsidentin von Parldigi Edith Graf-Litscher meint: „Ohne die Gewährleistung der Netzneutralität ist die Anbietervielfalt im Internet gefährdet und wird der Wettbewerb zwischen Online-Unternehmen behindert. Es ist deshalb die Aufgabe der Politik, die richtigen Leitplanken festzulegen.“ Christian Wasserfallen, Nationalrat FDP und Co-Präsident von Parldigi ergänzt: „Alle grossen Online-Unternehmen haben mal als kleine Firmen angefangen und waren auf Netzneutralität angewiesen. Auch Schweizer Internet-Startups brauchen diese Voraussetzung um ihre Produkte und Services national und international erfolgreich anbieten zu können.“

Ausgangslage war die 2012 von Parldigi-Mitglied Balthasar Glättli eingereichte Motion 12.4212 „Fernmeldegesetz. Gesetzliche Festschreibung der Netzneutralität“. In der Antwort hatte der Bundesrat angekündigt, das Thema Netzneutralität im Rahmen der geplanten Teilrevision des Fernmeldegesetzes vertieft zu prüfen.

PD Dr. Simon Schlauri, Rechtsanwalt bei Ronzani Schlauri Attorneys: Pro und Contra zur gesetzlichen Regelung der Netzneutralität aus ökonomischer Sicht (PDF)

René Dönni Kuoni, Co-Leiter Abteilung Telecomdienste, BAKOM: Aktueller Stand der Arbeitsgruppe Netzneutralität

Karim Zekri, CEO und Mitgründer Teleboy: Bedeutung von Netzneutralität für Internet Startups (PDF)

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Bundesrat für offene Beschaffungsdaten

Nach der Verabschiedung der Open Government Data Strategie Schweiz geht es nun Schlag auf Schlag: vor einigen Tagen legten die SBB umfangreiche Daten offen, heute nun legt der Bundesrat nach, mit einem Bekenntnis für offene Beschaffungsdaten!

Der Bundesrat empfiehlt die Motion Edith Graf-Litschers, welche die automatische Veröffentlichung der Daten aller Beschaffungen des Bundes über 50’000 Franken fordert, zur Annahme – und zur raschen Umsetzung. Dieser wichtige Schritt für Open Government Data in der Schweiz stellt sicher, dass die Transparenz im Beschaffungswesen erhöht wird und lässt die Auswertung der Daten erstmals für alle zu. Gerade wenn es um Geld geht, gerade bei den oft umstrittenen Beschaffungen – INSIEME lässt grüssen – ist das ein grosser und wichtiger Schritt.

Schweizer Franken

In seiner Antwort vom 30.04.14 an die 32 mit unterzeichnenden Parlamentarierinnen und Parlamentier schreibt der Bundesrat:

Der Bundesrat teilt das Anliegen der Motionärin und spricht sich für eine erhöhte Transparenz im Beschaffungswesen aus. Eine rechtliche Grundlage, wonach alle gemäss dem Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen (BöB, SR 172.056.1) getätigten Beschaffungen mit einem Vertragsvolumen ab CHF 50’000.- mindestens einmal jährlich öffentlich in maschinenlesbarer Form zu publizieren sind, soll im Rahmen der geplanten Revision der Verordnung über das öffentliche Beschaffungswesen (VöB, SR 172.056.11) eingeführt und informationshalber in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Bundes (AGB) aufgenommen werden. Gemäss Planung wird die Vernehmlassungseröffnung zur Revision des BöB und der VöB noch dieses Jahr stattfinden.

Mit dieser Empfehlung geht die Motion nun zur weiteren Beratung in den Nationalrat. Parldigi und Opendata.ch begrüssen diese Entwicklung und werden diese im weiteren politischen Prozess eng begleiten. Für die Umsetzung verweisen wir auf die Erfolge in anderen Ländern und auf die international anerkannten Guidelines - und freuen uns auf einen weiteren Transparenz- und Innovationsimpuls für die Schweiz!

Die Motion unterzeichnet haben:

Bildquelle: Wikipedia

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Parldigi begrüsst Open Government Data-Strategie Schweiz

MEDIENMITTEILUNG DER
PARLAMENTARISCHEN GRUPPE DIGITALE NACHHALTIGKEIT PARLDIGI

Bern, 24. April 2014

Der Bundesrat hat vergangene Woche die Open Government Data-Strategie Schweiz verabschiedet. Sie entspricht den politischen Vorstössen von Parldigi und wird der Schweiz zu mehr Transparenz, wirtschaftlichem Wachstum und Innovation verhelfen. Parldigi erwartet nun eine rasche Umsetzung der Strategie durch die zuständigen Bundesstellen.

Vor knapp sieben Monaten hat das Informatiksteuerungsorgan des Bundes ISB zusammen mit dem Bundesarchiv BAR und der Bundeskanzlei BK den Auftrag erhalten, eine schweizerische Open Government Data (OGD) Strategie zu erarbeiten. Bereits letzte Woche konnte diese nun durch den Bundesrat verabschiedet werden. Unter Einbezug verschiedener an OGD interessierter Kreise ausserhalb der Verwaltung wurde in kürzester Zeit ein gehaltvolles Dokument erstellt, das die strategische Bedeutung von OGD für die Schweiz umreisst sowie die Grundsätze und konkreten Massnahmen für die Umsetzung definiert.

Die OGD-Strategie entspricht den politischen Vorstössen, welche die Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit Parldigi zu diesem Thema in den letzten drei Jahren in engem Kontakt mit der Open Data Bewegung erfolgreich lanciert hat. Speziell zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang die Motion „Öffnung der Datenbestände des Bundes. Open Government Data“ (11-3871) von Nationalrätin Edith Graf-Litscher (SP) sowie das Postulat Open Government Data als strategischer Schwerpunkt im E-Government“ (11.3884) von Nationalrat Christian Wasserfallen (FDP) und das Postulat Masterplan für Open Government Data“ (11.3902) von Nationalrätin Kathy Riklin (CVP).

Edith Graf-Litscher ist sehr erfreut, dass der Bundesrat die Chancen von OGD für die Schweiz anerkennt und eine überzeugende Strategie zur Ausschöpfung dieses Potenzials vorlegt: „Die neue OGD-Strategie ist ein klares Signal, dass die Freigabe von Behördendaten in der Schweiz künftig zum Standard wird.“ Auch Christian Wasserfallen ist zufrieden mit der Stossrichtung: „Ich begrüsse es, dass der Bundesrat den Weg eingeschlagen hat, den unsere Vorstösse schon bei ihrer Einreichung vor drei Jahren aufgezeigt haben.“ Kathy Riklin ergänzt: „Nun ist die Verantwortung bei den zuständigen Departementen und Bundesstellen, die OGD-Strategie ohne Verzug und konsequent umzusetzen. Parldigi wird diesen Prozess aufmerksam mitverfolgen und dort mithelfen, wo es weitere politische Unterstützung durch das Parlament braucht.“

Es ist anzunehmen, dass die Politik unter anderem bei der Lösung finanzpolitischer Fragen in Zusammenhang mit der Gebührenbefreiung für offene Behördendaten oder bei gesetzgeberischen Aufgaben in Zusammen mit der Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen für OGD gefragt sein wird. In diese Diskussionen wird sich Parldigi aktiv einbringen.

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Erster Open Source Roundtable Zürich

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Anlehnend an den Berner Open Source Roundtable fand vergangene Woche der erste Züricher Open Source Roundtable bei der OIZ statt. Verschiedene Anbieter von Open Source Lösungen präsentierten aktuelle Entwicklungen im Bereich Open Cloud, Open Source Datenbanken, Open Source Mobile Plattformen und Open Sourcee GEVER Anwendungen. Die gezeigten Präsentationen sind hier als PDF-Downloads verfügbar:

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