Berner Stadtrat will Open Source an den Schulen fördern

stadtrat

Heute haben Stadtberner Parlamentarierinnen und Parlamentarier aus SP, EVP, Grünem Bündnis, FDP und SVP eine interfraktionelle Motion (PDF) eingereicht, die den Einsatz von Open Source an Berner Schulen fördern soll. Beinahe der halbe Stadtrat hat die Motion unterzeichnet:

Interfraktionelle Motion SP, EVP, GB/JA, FDP, SVP (Halua Pinto de Magalhães, SP/ Matthias Stürmer, EVP/ Franziska Grossenbacher, GB/ Dannie Jost, FDP/ Simon Glauser, SVP):

Förderung von digitalen Kompetenzen und Vielfalt in der Schule

Digitale Medien gehören heute bereits ab dem Kindergartenalter zum Alltag. Die Deutschschweizer ErziehungsdirektorInnen-Konferenz reagiert auf diese Entwicklung und will das Fach “Informationstechnologie und Medienbildung” in den Lehrplan 21 aufnehmen. Auf dieser Grundlage soll es der Volksschule künftig möglich sein, bei den Kinder und Jugendlichen die Medienkompetenz systematisch und altersgerecht aufzubauen. Damit sollen die Kinder geschult werden im sicheren Umgang mit digitalen Medien.

Die Volksschule sollte allerdings auch den Anspruch haben, diese Kompetenz so vielfältig wie möglich zu vermitteln um den Kindern einen unvoreingenommenen Zugang zu IT und Medien zu ermöglichen. Um keine reinen Produktschulungen zu betreiben, ist es deshalb im Bildungsbereich erstrebenswert, den Einsatz von Free and/or Open Source Software (FOSS) zu fördern und Lehrkräfte mit Informations- und Weiterbildungsmassnahmen über FOSS zu schulen. Die ICT-Strategie der Stadt Bern hält fest, dass der Einsatz von Open Source Produkten forciert werden soll. Zudem überwies der Stadtrat eine interfraktionelle Motion, welche eine Open Source Förderstrategie verlangt und explizit den Einsatz von OSS in den Schulen vorgibt. Bekannt ist auch, dass FOSS die Kreativität und Experimentierfreudigkeit der Kinder und Jugendliche fördert. Ausserdem ist der Förderung vom FOSS auch ein Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft, wenn schon im Kindesalter mit offenen Technologien kreative Lösungen erarbeitet werden.

Für die Schulen stellt der Einsatz von FOSS eine Chance dar, um von der produktfokussierten Informatik wegzukommen und nachhaltige Alternativen zu entwickeln. Die bisher in der Stadt Bern eingesetzte Schulsoftware ist überwiegend an proprietäre Systeme gebunden und verursacht damit Abhängigkeiten und unnötige Folgekosten (Software-Lizenzen). Insbesondere im Bildungsbereich wurden zahlreiche FOSS-Lösungen entwickelt, welche vielerorts (Kanton Genf, Spanien, Brasilien etc.) erfolgreich im Schulalltag eingesetzt werden (Edubuntu, Lernstick, Skolelinux, etc.). Besonders erwähnenswert ist dabei der Lernstick, welcher an der Fachhochschule Nordwestschweiz entwickelt wurde und beispielsweise im Kanton Aargau in Prüfungssituationen eingesetzt wird („der Bund“ berichtete).

In der Stadt Bern sind alle Schulhäuser seit Mitte 2009 mit einer einheitlichen ICT-Infrastruktur ausgerüstet. Die Schulinformatik ist über die Plattform base4kids organisiert, welche im vergangenen Jahr gerade neue Software-Beschaffungen durchgeführt hat. Ab Sommer 2013 sind Pilotprojekte geplant, um die nächste Generation der Berner Schulinformatik zu evaluieren und zu entwickeln. Vorgesehen ist beispielsweise der Einsatz von Apple iPads. Da jetzt die Weichen gestellt werden für die nächste Generation der Schulinformatik, sollen auch FOSS-Lösungen in Pilotprojekten geprüft und damit Praxiserfahrungen gesammelt werden.

Wir fordern den Gemeinderat auf, folgende Massnahmen zu ergreifen:

  1. Die Stadt Bern evaluiert, auf welche Art Free and/or Open Source-Software (FOSS) in der Berner Schulinformatik eingesetzt werden kann. Die Evaluation soll auch aufzeigen, welche Lizenzkosten und andere Ausgaben (länger einsetzbare Hardware etc.) damit eingespart werden können.
  2. Die Stadt Bern rüstet Pilotschulen aus, um verschiedene Einsatzformen von FOSS zu testen (FOSS-Anwendungen auf Windows, Edubuntu, Lernstick etc.).
  3. Die Stadt Bern nimmt mit anderen Schweizer Städten und Kantonen Kontakt auf, um Vorgehen bei Studien und Pilotprojekten bezüglich FOSS Einsatz zu koordinieren und Ressourcen zu bündeln.
  4. Bei Neuanschaffungen von Schulsoftware ist Plattformunabhängigkeit (Windows/Mac/Linux und Web Browser) künftig ein Muss-Kriterium, damit keine neuen Abhängigkeiten geschaffen werden.
  5. Die Schulinformatik baut FOSS Know-How bei Lehrkräften und Informatikverantwortlichen auf.

Bern, 16. Mai 2013

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Schwedische Rahmenverträge mit Open Source Anbietern

schwedischevorstudieIT-Beschaffungskonferenz 2012 fanden Gespräche zwischen dem Informatiksteuerungsorgan Bund ISB, dem Bundesamt für Bauten und Logistik BBL und der Swiss Open Systems User Group /ch/open bezüglich möglichen künftigen Rahmenverträgen mit Open Source Dienstleistern statt. So hatte an der Konferenz Daniel Melin aufgezeigt (siehe YouTube-Video und PDF-Folien), dass die Behörden in Schweden seit mehreren Jahren über Rahmenverträge zur Beschaffung von Open Source Software verfügen.

Eine ausführliche Beschreibung der Funktionsweise dieser Rahmenverträge sowie weiteren europäischen Praktiken zur Förderung der Beschaffung von Open Source Software bietet der englische Fachartikel auf der JoinUp-Plattform der Europäischen Kommission “Public Open Source Software Procurement Models: The Next Generation” (PDF). In diesem Bericht wird unter anderem auf die europäischen Richtlinien zur Beschaffung von Open Source Software “Guideline on public procurement of Open Source Software” (PDF) verwiesen.

Um die genauen Inhalte der Open Source Rahmenverträge kennenzulernen und gegenüber Schweizer Verhältnissen zu prüfen liess die Schweizerische Bundesverwaltung die schwedischen Verträge mit Beilagen sowie die dazugehörige Vorstudie auf Deutsch übersetzen. Die Dokumente wurden im Auftrag des Informatiksteuerungsorgans Bund ISB übersetzt und sind hier ohne jegliche Gewährleistung auf Korrektheit und Vollständigkeit veröffentlicht:

Weitere Links:

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Open Source Datenbanken und Oracle-Ablösungen

nibble-it

Am vergangenen Freitag, 26. April 2013 organisierte die SIK Arbeitsgruppe OSS und die Swiss Open Systems User Group /ch/open einen Vortragsnachmittag zum Thema “Open Source Alternativen zu Oracle Datenbanken”. Es nahmen über 30 Teilnehmende aus öffentlicher Verwaltung und Wirtschaft teil. Nachfolgend eine Zusammenfassung mit Links zu den Folien und Videoaufzeichnungen der Vorträge.

Das erste Referat wurde von Prof. Stefan Keller von der Hochschule für Technik Rapperswil (HSR) gehalten und bot einen Überblick über unterschiedliche Open Source Datenbanken mit ihren jeweiligen Stärken und Schwächen (Folien als PDF). Im anschliessenden Vortrag von Marc Balmer von micro systems wurde anhand des neuen Kassensystems des Basler Zoos die Einführung einer geschäftskritischen Applikation basierend auf PostgreSQL erläutert (Folien als PDF). Abschliessend zeigte Mike Sijmons von Nibble-IT die Vorgehensweise, Herausforderungen und Lösungsansätze bei der Migration von Oracle-Datenbanken auf PostgreSQL-Datenbanken (Folien als PDF).

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Parlamentarier-Dinner zum Urheberrecht im Digitalen Zeitalter

Am vergangenen Montag, 15. April 2013 fand ein Dinner der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit statt, an dem über das Urheberrecht im Digitalen Zeitalter diskutiert wurde. Rund 60 Teilnehmende aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Medien nahmen am Anlass teil, über ein Dutzend National- und Ständeräte waren anwesend.

Es referierten Dr. Emanuel Meyer, Leiter Rechtsdienst am Eidg. Institut für Geistiges Eigentum, Hans Läubli, Geschäftsführer Dachverband Suisseculture und Kantonsrat Grüne Zürich, Dr. Felix Stalder, Professor für Digitale Kultur an der Zürcher Hochschule der Künste, und Andreas Von Gunten, Co-Präsident Verein Digitale Allmend. Nachfolgend die Fotos, Videoaufzeichnungen und Folien des Abends. Zum Thema berichtet haben NZZ Online, die Netzwoche und die Computerworld.

Dr. Emanuel Meyer, Leiter Rechtsdienst am Eidg. Institut für Geistiges Eigentum: Aktueller Stand der Arbeitsgruppe AGUR12
Der Bundesrat hat im Bericht Savary festgehalten, einen allfälligen Weiterentwicklungsbedarf des Urheberrechts zeitig zu erkennen und aktiv zu werden. Bundesrätin Sommaruga hat deshalb im vergangenen Jahr die AGUR12 einberufen um die Themen ‘Urheberrecht und Internet’ sowie ‘kollektive Verwertung’ zu diskutieren und Lösungsvorschläge zu unterbreiten. Die AGUR12 ist sich einig, dass illegale Angebote im Internet bestehen, zu Wettbewerbsverzerrungen führen und zu bekämpfen sind. Gleichzeitig müssen aber auch die legalen Angebote auf individueller und kollektiver Ebene verbessert werden. Verschiedene Massnahmen zur besseren Durchsetzung der Urheberrechte im Internet wurden von der AGUR12 bereits andiskutiert. Ein Konsens über das ‘wie weiter’ wird jedoch noch weitere Gespräche erfordern.
Dr. Emanuel Meyer ist Leiter des Rechtsdienstes Urheberrecht und verwandte Schutzrechte beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum. Ursprünglich hat er Vermessungszeichner gelernt. Nach einer Zweitwegmatura und Studien an der Universität Zürich und am Franklin Pierce Law Center in Concord/New Hampshire war er zunächst in Zürich als Anwalt tätig, bevor er 2005 in das Institut eintrat.

Hans Läubli, Geschäftsführer Dachverband Suisseculture und Kantonsrat Grüne Zürich: Sichtweise der Verwertungsgesellschaften auf die heutige Situation im Urheberrecht (Folien als PDF)
Die Urheberinnen und Interpreten, ihre Werke und Leistungen sind auch in der digitalen Welt unverzichtbar. Der schöpferische Prozess ist der Kern künstlerischen und kulturellen Schaffens. Das Urheberrecht trägt zu einer fairen und angemessenen Entschädigung ihrer Arbeit bei. Keineswegsverhindert es den Zugang zu Kunst, Information und Wissen. Im Gegenteil: Das Urheberrecht wahrt den Interessenausgleich zwischen Kulturschaffenden, Konsumenten und der Wirtschaft – auch im digitalen Zeitalter.
Hans Läubli ist unter Kunst- und Kulturschaffenden bestens bekannt. Geboren 1955, lebt er in Affoltern am Albis. Seit 2008 ist er Geschäftsführer von Suisseculture, dem Dachverband der Organisationen der professionellen Kulturschaffenden der Schweiz und der schweizerischen Urheberrechtsgesellschaften. Seit 2007 Kantonsrat für die Grünen in Zürich. Davor war er 10 Jahre Geschäftsführer der vts (heute ACT) und 12 Jahre Geschäftsführer des ssfv (schweizer syndikat film und video).

Dr. Felix Stalder, Professor für Digitale Kultur an der Zürcher Hochschule der Künste: Herausforderungen des Urheberrechts im 21. Jahrhundert (Folien als PDF)
Wir versuchen mit einem Instrumentarium aus dem 19. Jahrhundert zentrale Bereiche der Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts zu regeln. Das kann nicht gut gehen, denn Fundamentales ist in Bewegung geraten. Die Zahl der “UrheberInnen” steigt immer weiter; die Grenzen zwischen “privater” und “öffentlicher” Nutzung werden durchlässiger; es ist in unserer kulturalisierten Welt kaum mehr möglich, etwas Neues zu schaffen, ohne auf Bestehendes zurückzugreifen; und die Rolle von Archiven verändert sich. Auf diese Herausforderungen müssen wir reagieren, wenn das Urheberrecht die Potentiale der Vernetzung fördern und die gesellschaftliche Legitimität behalten soll.
Dr. Felix Stalder ist Professor für die Digitale Kultur an der Zürcher Hochschule der Künste, und freier Autor in Wien. Er forscht zu neuen Formen der Wissens- und Kulturproduktion, neuen räumlichen Praktiken und den politisch-kulturellen Dimensionen der Vernetzung. Zuletzt erschienen sind “Cultures and Ethics of Sharing / Kulturen und Ethiken des Teilens” und “Vergessene Zukunft: Radikale Netzkulturen in Europa”. Vor wenigen Woche erschien seine für die Arbeiterkammer Wien verfasste Studie: “Kulturelle Produktion und Mediennutzung im Alltag”.

Andreas Von Gunten, Co-Präsident Verein Digitale Allmend: Neue Geschäftsmodelle mit offenen Inhalten (Folien als PDF)
Die Digitalisierung von Inhalten und Vernetzung von Menschen durch das Internet bilden die Grundlage für die Entwicklung von alternativen Geschäftsmodellen, welche die Verteilung und den Zugang von kulturellen Gütern neu organisieren. Die digitale Kopie, der Hyperlink, die Suchmaschinen, die Aggregatoren und die sozialen Medien sind dabei nicht als Problem sondern als Chance zu sehen. Das Kurzreferat zeigt auf, wie Unternehmen und Kulturschaffende auf Mechanismen der Vernetzung aufbauen und bei ihren Geschäftsmodellen mit offenen Inhalten neue Wege gehen.
Andreas Von Gunten ist Gründer und Geschäftsführer von buch & netz, einem Buch- und Onlineverlag für die vernetzte Welt. Er ist Co-Präsident des Vereins Digitale Allmend, der sich für den öffentlichen Zugang zu digitalen Gütern der Kultur und Wissenschaftsprodukion einsetzt. Der Verein Digitale Allmend vertritt zudem die Interessen und Ideen der Creative Commons Bewegung in der Schweiz.

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Zweite IT-Beschaffungskonferenz mit den Schwerpunkten Agile Beschaffung und Transparenz

GEMEINSAME MEDIENMITTEILUNG VON ISB, SIK, SWISSICT UND /CH/OPEN

Bern, 2. April 2013

Das Informatiksteuerungsorgan Bund, die Schweizerische Informatikkonferenz, der swissICT und die Swiss Open Systems User Group /ch/open veranstalten am Mittwoch, 28. August 2013 an der Universität Bern zum zweiten Mal die nationale IT-Beschaffungskonferenz. Auf dem Podium zum Thema Transparenz und Wettbewerb reden unter anderem der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte Hanspeter Thür, WEKO-Vizedirektor Frank Stüssi sowie Michel Huissoud, Vizedirektor der Eidgenössischen Finanzkontrolle.

Die 2012 erstmalig durchgeführte IT-Beschaffungskonferenz stiess auf grosse Nachfrage. Mit über 220 Teilnehmenden war die Konferenz nahezu ausgebucht. So findet dieses Jahr am Mittwoch, 28. August 2013 die IT-Beschaffungskonferenz im geräumigen Hauptgebäude der Universität Bern statt. Die Konferenz wird organisiert durch das Informatiksteuerungsorgan Bund, die Schweizerische Informatikkonferenz, den swissICT und die Swiss Open Systems User Group /ch/open. Erneut diskutieren Fachexperten aus Behörden und Wirtschaft die kritischen Punkte mit dem Ziel, sich fortzubilden und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln – dieses Mal zu den Schwerpunkten agile Beschaffung und Transparenz.

Marco Fetz, Stv. Leiter Bereich Logistik beim Bundesamt für Bauten und Logistik BBL, eröffnet die Konferenz mit einem Referat über die neuen Entwicklungen bei der Beschaffung von ICT-Leistungen. Anschliessend stellt Reto Maduz von der swissICT Fachgruppe “Lean, Agile & Scrum” die Best Practices bei agilen Beschaffungen vor. Im zweiten Teil des Morgens erörtert Prof. Dr. Frédéric Jenny, Vorsitzender der OECD-Kommission „Competition Law and Policy“, das Spannungsfeld zwischen Transparenz, Wettbewerb und Korruption. Zu diesem Thema diskutieren danach auf dem Podium unter anderem Hanspeter Thür, Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter EDÖB, Frank Stüssi, Vizedirektor Wettbewerbskommission WEKO, und Michel Huissoud, Vizedirektor Eidgenössische Finanzkontrolle EFK.

Am Nachmittag ermöglichen die Fachsessions eine Vertiefung in weitere Themen. Die Fachsession 1 „Anleitung für öffentliche IT-Ausschreibungen“ gibt einen praxisorientierten Einstieg in die komplexe Welt von WTO-geregelten IT-Beschaffungen. In der Fachsession 2 „Varianten von agilen Beschaffungen“ werden neuste Erfahrungen bezüglich Submissionsverfahren ausgetauscht. Und in der Fachsession 3 werden erfolgreiche Vorgehen bei Rahmenverträgen und insbesondere beim Personalverleih aufgezeigt. Abschliessend referiert Peter Fischer, Delegierter für die Informatiksteuerung des Bundes, über die Führung von IT-Grossprojekten und was die Bundesverwaltung aufgrund der Vorkommnisse der jüngsten Vergangenheit gelernt und geändert hat.

Die Konferenz wird übersetzt auf Französisch. Rahmenprogramm und Anmeldung sind zu finden auf www.ch-open.ch/it-beschaffungskonferenz

Kontakte

  • ISB: Peter Fischer, Delegierter Informatiksteuerungsorgan Bund, peter.fischer@isb.admin.ch, +41 31 325 98 98
  • SIK: Grégoire Hernan, stv. Geschäftsleiter, greg.hernan@sik.ch, +41 31 320 00 02
  • swissICT: Reto Maduz, Fachgruppe „Lean, Agile & Scrum“, reto.maduz@swissq.it, +41 43 288 88 40
  • /ch/open: Dr. Matthias Stürmer, Vorstandsmitglied, matthias.stuermer@ch-open.ch, +41 76 368 81 65

 

 

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make.opendata.ch Hackday zu Finanzdaten erfolgreich durchgeführt

Mit insgesamt rund 140 Teilnehmenden fanden am Freitag und Samstag, 22. und 23. März 2013 erneut die make.opendata.ch Hackdays statt.

Dieses Mal fanden sich die Entwickler, Designer und Fachexperten aus Verwaltung, Wirtschaft und Forschung in Bern und Sierre zur Visualisierung von Finanzdaten zusammen. Die Netzwoche publizierte heute einen ausführlichen Rückblick, das Berner Journal B veröffentlichte ein Gespräch mit Opendata.ch-Vorstandsmitglied Oleg Lavroski und auch im Blick am Abend erschien ein kurzer Hinweis auf eine App-Entwicklung am Hackday.

Die Resultate der zwei intensiven Programmiertage – rund ein Dutzend gestarteter Projekte – sind im Wiki des Vereins Opendata.ch zu finden. Als Beispiel hier ein Screenshot des visualisierten Finanzausgleichs im Kanton Bern:

finanzausgleich

 

Zuvor wurden die Hackdays mit einem Videostatement von Nationalrätin Jacqueline Badran eröffnet. Sie wendete sich an die Open Data Community mit drei klaren Anliegen:

  1. Es sollen relevante Finanzzahlen erhoben werden, beispielsweise zu den Einkommens- und Vermögensverhältnisse in der Schweiz.
  2. Die Qualität der Interpretationen ist entscheidend. Wenn beispielsweise die behandelten Daten unvollständig sind, kann rasch eine Scheinobjektivität entstehen.
  3. Die Open Data Applikationen sollten immer zusammen mit Fachexperten entwickelt werden damit die richtigen Begriffe verwendet und korrekte Aussagen getroffen werden.

Anschliessend fand am 21. März 2013 ein Podiumsgespräch über Möglichkeiten und Grenzen der Visualisierung von Finanzdaten statt. Es diskutierten die folgenden Experten:

  • Giovanna Battagliero, Grossrätin SP Kanton Bern
  • Dr. Christoph Koller, Projektleiter Datenbank über die Schweizer Kantone und Städte BADAC am Institut de Hautes Études en Administration Publique IDHEAP
  • Barbara Kummler, Projektleiterin bundeshaushalt-info.de bei Pixelpark, heute HSLU
  • Daniel Schaffner, Finanzverwalter Stadt Bern
  • Julian Schmidli, Recherche-Desk der SonntagsZeitung, Datenjournalist

Moderation: Dr. Matthias Stürmer, Vorstandsmitglied Opendata.ch

Fortsetzung folgt in jedem Fall: spätestens zur Open Knowledge Conference im Herbst in Genf!

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Open Knowledge Conference 2013 in Genf

okcon-de

Open Knowledge Conference 2013: Open Data vertiefen, verbreiten, vernetzen.

Die Open Knowledge Foundation und Opendata.ch bringen vom 17. bis 18. September 2013 die Open Knowledge Conference 2013 (OKCon) nach Genf und setzen Transparenz und Innovation mit Open Data und Open Knowledge gross auch auf die Schweizer Agenda. Die OKCon findet unter dem Patronat von Bundesrat Alain Berset und mit breiter Abstützung durch den Bund und den Kanton Genf statt.

Der weltweit führende Open Data und Open Knowledge Event OKCon ist die jüngste Ausgabe einer seit 2005 laufenden Serie von Anlässen und Jahr für Jahr ein Meilenstein für diese gewichtigen und hochaktuellen Themen. Vergangenes Jahr fanden in Helsinki tausend Teilnehmer aus über fünfzig Ländern zusammen, zu den Speakern gehörten etwa schon der Erfinder des World Wide Web Sir Tim Berners-Lee, Hans Rosling von Gapminder, Brewster Kahle vom Internet Archive oder die Transparenzaktivistin Ellen Miller von der Sunlight Foundation.

Mit dem Veranstaltungsort Genf, wichtiger Sitz der Vereinten Nationen und vieler weiterer internationaler Institutionen wird ein Zeichen gesetzt für mehr und stärkere weltweite Zusammenarbeit für ein weit vernetztes, starkes Open Data Ökosystem.

Rufus Pollock, Gründer und Direktor der Open Knowledge Foundation, dazu: “Das internationale Genf mit der UNO und vielen weiteren internationalen Organisationen ist ein idealer Ort für einen Anlass, der sich mit der weltweiten Verbreitung von Open Data beschäftigen wird. Der Event ist ein Meilenstein für uns, eine grosse Chance, nicht nur unser Netzwerk zusammenzubringen sondern eine noch breitere Community – und um hinzuarbeiten auf ein stärkeres Bewusstsein für all das was wir tun können, um die Strategie, die Politik und das ganze Ökosystem um Open Data rund um die Welt weiter zu stärken”.

André Golliez, Präsident der Open Knowledge Foundation Schweiz, sagt dazu: “Die internationalen Open Knowledge Conference unter der Schirmherrschaft von Bundesrat Berset in die Schweiz zu bringen bedeutet einen starken Impuls für Open Government Data in unserem Land – das Theme wird damit fester Bestandteil der politischen Agenda und fördert weiter Innovation und Transparenz im öffentlichen Sektor”.

Tariq Khokhar von der Weltbank: ”Die Open Knowledge Conference ist ein äusserst wertvolles Treffen von Denkern und Machern rund um das ganze Themen “open”. Letztes Jahr war bereits sehr beeindruckend – ich habe sehr viel gelernt und wichtige Verbindungen geknüpft. Ich arbeite an Open Data in der internationalen Entwlickungszusammenarbeit und freue mich entsprechend ausserordentlich auf die OKCon 2013 in Genf”.

Hannes Gassert, Technologieunternehmer und Vorstand von Opendata.ch fügt an, “In der Geschäftswelt sehen wir nicht nur mehr und mehr spannende Open Data Startups, sondern auch grosse Unternehmen sehen Tag für Tag mehr Potential für sich. In der Schweiz haben wir eine grosse Chance, unsere basisdemokratische, partizipative Kultur und unsere Tradition der Datenqualität zu nutzen, um kleine wie grosse Unternehmen entscheidend voranzubringen”.

Offene Daten, Inhalte und letztendlich Wissen sind ein wichtige Faktoren für mehr digitale Nachhaltigkeit. Entsprechend freuen wir uns ausserordentlich auf den Anlass und die weiteren Entwicklungen bei Bund und Kantonen!

Weitere Informationen:

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Erster Workshop zu Open Source GEVER-Lösungen

ossgeverAm vergangenen Freitag, 15. März 2013 fand der erste Workshop der neuen /ch/open Initiative OSS GEVER statt. Die neu gegründete Initiative will den Einsatz von Open Source basierten GEVER-Lösungen in der öffentlichen Verwaltung fördern. Dazu lud die Swiss Open Systems User Group /ch/open verschiedene Interessenten ein, die Herausforderungen bezüglich GEVER-Einführung in der Bundesverwaltung sowie die bewährten Software-Lösungen seitens Open Source Dienstleistern vorzustellen.

Zu Beginn präsentierte Beat Siegrist von der Bundeskanzlei die GEVER-Standards und die Herausforderungen an die Anforderungsbeschreibung. Anschliessend erläuterte Bernhard Bühlmann, Geschäftsführer von 4teamwork, die Funktionalitäten und Einführung von OneGov GEVER beim Kt. Zug (siehe auch “GEVER-Lösung des Kantons Zug unter einer Open Source-Lizenz veröffentlicht”). Markus Schmidli, GEVER-Experte bei der Bedag, stellte schliesslich die Implementierung von GEVRESCO beim Kt. Aargau vor (siehe auch “Interessensgemeinschaft GEVRESCO”).

Auslöser der neuen /ch/open Initiative OSS GEVER ist die neue GEVER-Verordnung der Bundesverwaltung. Bis Ende 2015 sollen sämtliche Departemente ihre Geschäfte elektronisch abwickeln. Dazu werden EDA und EFD in den nächsten Monaten ein neues GEVER-System beschaffen. Es wird erwartet, dass dafür auch Open Source Lösungen in Frage kommen werden, hat doch der Bundesrat die Interpellation Graf-Litscher vom 22.12.2011 entsprechend beantwortet:

[...] 4. Die Bundesverwaltung führt Beschaffungen nach geltendem Beschaffungsrecht (WTO-Verfahren) durch. Anbieterinnen von Open-Source-Software sind eingeladen, Angebote in diesem Rahmen einzubringen. Durch die Standardisierung von Gever-Lösungen und die damit zu nutzenden Austausch-Standards ist deren Interoperabilität gewährleistet, was entsprechend Handlungsfreiheit und Investitionssicherheit mit sich bringt.

Für weitere Informationen über die /ch/open Initiative OSS GEVER kann der Verantwortliche Dr. Matthias Stürmer, matthias.stuermer@ch-open.ch, 076 368 81 65, kontaktiert werden.

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Grossräte befürworten OpenJustitia-Einsatz im Kanton Bern

MEDIENMITTEILUNG SWISS OPEN SYSTEMS USER GROUP /CH/OPEN

Bern, 10. März 2013

Der Kanton Bern führt für seine Gerichtssoftware OpenJustitia ein, die Open Source Lösung des Schweizerischen Bundesgerichts. SP-Grossrätin Giovanna Battagliero und EVP-Grossrat Marc Jost befürworten diese Strategie und planen einen überparteilichen Vorstoss.

Wie der Bund vom 9. März 2013 publik machte, führt der Kanton Bern zur Zeit die Open Source Lösung OpenJustitia des Bundesgerichts ein. Laut Regierungsrat Christoph Neuhaus (SVP) spart damit der Kanton Bern über 200’000 Franken Anschaffungskosten und jährlich wiederkehrende Lizenzkosten von 75’000 Franken. Dagegen protestiert die Berner Firma Weblaw, welche den entsprechenden Auftrag nicht erhalten hat, dem Kanton ihre proprietäre Gerichtssoftware zu verkaufen (siehe auch “Hetzjagd gegen IT-Strategie des Bundesgerichts wegen Open Justita“).

SP-Grossrätin Giovanna Battagliero unterstützt das Vorgehen des Regierungsrats: „Mit dem Einsatz von OpenJustitia spart der Kanton Bern hunderttausende Franken Steuergelder. Das Open Source Entwicklungsmodell ist bestens geeignet, dass Behörden gemeinsam Software entwickeln und damit Informatikausgaben senken.“

Für EVP-Grossrat Marc Jost macht es Sinn, wenn Verwaltungsstellen Kosten für Fachanwendungen teilen: „Wenn öffentliche Stellen mehr zusammenarbeiten und ihre Informatikmittel koordiniert einsetzen würden, könnte viel Geld gespart werden. Ich befürworte deshalb die gemeinsame Entwicklung von Fachapplikationen von Behörden.“

Battagliero und Jost planen für die kommende Grossratssession ab 18. März 2013 einen überparteilichen Vorstoss. Der Kanton Bern und insbesondere das KAIO (Amt für Informatik und Organisation des Kantons Bern) und die Bedag (Aktiengesellschaft vollständig im Besitz des Kantons Bern) sollen im Informatikbereich verstärkt mit anderen Behörden zusammenarbeiten. Durch bessere Koordination und Kooperation sollen öffentliche Stellen auf allen föderalen Ebenen gemeinsam Softwarelösungen aufbauen und weiterentwickeln.

Medienspiegel

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Open Hearing im Bundeshaus zu Netzneutralität

Die Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit organisierte am 7. März 2013 ein Open Hearing im Bundeshaus zum Thema Netzneutralität.

Anlass war die Motion von Balthasar Glättli, die eine gesetzliche Verankerung der Netzneutralität verlangt. Zahlreiche Journalisten und Experten besuchten das hochkarätig besetzte Hearing. Zu Beginn leitete der Anwalt Dr. Simon Schlauri in die komplexe Thematik ein (siehe Stellungnahme Netzwerkneutralität von Simon Schlauri), der seine über 300-seitige Habilitationsschrift “Network Neutrality” dazu verfasst hat:

Am anschliessenden Open Hearing nahmen die folgenden Redner teil:

  • Balthasar Glättli, Nationalrat Grüne Kt. Zürich
  • Carsten Schloter, CEO Swisscom
  • Peter Grütter, Präsident asut (Schweizerischer Verband der Telekommunikation)
  • Brian Trammell, Forscher ETH Zürich (siehe auch seine Stellungnahme Netzwerkneutralität)
  • Moderation: Dr. Matthias Stürmer, Geschäftsleiter Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit

Die Medien berichteten anschliessend umfassend über das Hearing und das Thema Netzneutralität:

Der Bund und Tagesanzeiger: Gewisse Daten haben Vorfahrt

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