Nationalrat nimmt Motion für nichtdiskriminierende E-Government Plattformen an

MEDIENMITTEILUNG PARLAMENTARISCHE GRUPPE DIGITALE NACHHALTIGKEIT

Bern, 7. Mai 2012 – Mit 96 zu 57 Stimmen hat der Nationalrat am 3. Mai 2012 die Motion von Edith Graf-Litscher „Nichtdiskriminierende E-Government-Lösungen für Schweizer Landwirte“ angenommen. Damit sendet die grosse Kammer ein wichtiges Signal aus, dass künftig sämtliche E-Government Anwendungen auf allen Betriebssystemen und Browsern voll funktionsfähig sein müssen.

Der Anlass der Motion erscheint auf den ersten Blick belanglos: Ein Bauer, der für seine Administration einen Linux-Computer verwendet, kann seine Viehbestände nicht auf der offiziellen E-Government-Plattform Agate eintragen. Die erst 2011 in Betrieb genommene E-Government Lösung wurde vom Bundesamt für Landwirtschaft auf der proprietären Microsoft-Technologie Silverlight entwickelt. Diese ist nur auf Windows und Mac Betriebssystemen lauffähig, aber nicht auf Linux.

Im April 2011 reichte deshalb Edith Graf-Litscher die Motion „Nichtdiskriminierende E-Government-Lösungen für Schweizer Landwirte“ ein. Diese forderte vom Bundesrat, dass einerseits die bestehende Agate-Lösung plattformunabhängig angepasst wird und andererseits künftig sämtliche Neubeschaffungen und Neuentwicklungen von E-Government Plattformen Betriebssystem- und Browser-unabhängig programmiert werden.

In seiner Antwort auf die Motion widersprach sich der Bundesrat. Er rechtfertigt, wieso die Bauern mit einem proprietären Systemen arbeiten sollen, obwohl er in seiner Informatikstrategie klar deklariert, dass die Browser- und Plattform-Unabhängigkeit sichergestellt sein muss. Dieser Strategie trägt die vorhandene Plattform eben gerade nicht Rechnung. Weder auf Linux-Rechnern noch auf den dominierenden mobilen Browsern ist das Produkt im benötigten Umfang nutzbar. Bei verbleibenden Problemen schlägt der Bundesrat den Benutzern vor, ihre Meldung an eine Drittperson zu delegieren. Der Tipp, die nicht benutzbare Applikation halt eben nicht zu benutzen und jemand anderes zu fragen, ist Hohn und Spott gegenüber den Bauern.

Edith Graf-Litscher führte in ihrem Votum im Nationalrat aus: „Unterdessen hat Microsoft das Produkt Silverlight aufs Abstellgleis gestellt. Es wird de facto nicht mehr weiterempfohlen. Der Bund hat also aus Kostengründen eine Technologie gewählt, die der Hersteller bereits wieder für obsolet erklärt. Digitale Nachhaltigkeit sieht anders aus.“

Der Nationalrat stimmte am3. Mai 2012 deutlich mit 96 zu 57 Stimmen für die Annahme der Motion. SP, Grüne, GLP und FDP nahmen die Motion geschlossen bzw. grossmehrheitlich an. Die CVP war gespalten und SVP und BDP lehnten die Motion geschlossen bzw. deutlich ab. Die Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit erwartet nun, dass auch der Ständerat die Motion annimmt.

Kontakt Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit

Nationalrätin Edith Graf-Litscher, Co-Präsidentin, edith.graf-litscher@parl.ch, +41 79 347 08 93
Nationalrat Christian Wasserfallen, Co-Präsident, christian@cewe.ch
Dr. Matthias Stürmer, Geschäftsführer, matthias.stuermer@ch-open.ch, +41 76 368 81 65

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Berner Stadtrat gründet Interfraktionelle Gruppe Digitale Nachhaltigkeit

Bern, 26. April 2012 – Die Berner Stadträte Giovanna Battagliero (SP) und Matthias Stürmer (EVP) gründen die Interfraktionelle Gruppe Digitale Nachhaltigkeit. Rund 20 Teilnehmende informierten sich an der Eröffnungssitzung über die Open Source Strategie des Bundesgerichts.

Der Berner Stadtrat behandelt regelmässig Informatikprojekte und spricht Millionenkredite für neue Hard- und Software oder für die Weiterentwicklung bereits eingesetzter Software. Dabei steht das städtische Parlament immer wieder vor der Herausforderung, sich fundiert über die Informatikgeschäfte zu informieren und im richtigen Zeitpunkt mitentscheiden zu können.

Mit der Interfraktionellen Gruppe „Digitale Nachhaltigkeit“ wollen die Stadträte Giovanna Battagliero (SP) und Matthias Stürmer (EVP) den nachhaltigen und innovativen Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) fördern. Eines der Ziele ist das Aufzeigen von nachhaltigen Informatiklösungen um langfristig die Abhängigkeit von Softwareanbietern senken zu können. Dazu setzt sich die überparteiliche Gruppe kritisch mit den Chancen und Risiken von Open Source Software auseinander. Als weitere Themen stehen die Freigabe von digitalen Daten der Stadtverwaltung zur Schaffung von mehr Transparenz oder generell die Förderung des öffentlichen Zugangs zu Wissensgütern auf der Agenda.

Die Interfraktionelle Gruppe „Digitale Nachhaltigkeit“ wird sich regelmässig zu den genannten Themen während der Ratspause treffen und sich durch den Austausch mit der Stadtinformatik und externen Fachexperten weiterbilden. An der heutigen Gründungssitzung nahmen von den insgesamt 80 Städträtinnen und Stadträte rund 20 Parlamentarier teil. Dabei erläuterte Daniel Brunner, stellvertretender Informatikleiter des Bundesgerichts, die Open Source Strategie und Umsetzungsmassnahmen des höchsten Schweizer Gerichts und präsentierte auch das neue Open Source Projekt OpenJustitia. In der Juni-Sitzung werden die Berner Informatikdienste über die aktuell eingesetzten Informatiklösungen in der Stadtverwaltung und über die in den nächsten Jahren geplanten Informatikprojekten informieren.

Gründungsmitglieder der Interfraktionellen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit

  • Giovanna Battagliero, SP
  • Rania Bahnan Büechi, GFL
  • Sonja Bietenhard, BDP
  • Simon Glauser, SVP
  • Nicola von Greyerz, SP
  • Beat Gubser, EDU
  • Lukas Gutzwiller, GFL
  • Daniel Klauser, GFL
  • Michael Köpfli, GLP
  • Peter Künzler, GFL
  • Halua Pinto de Magalhães, JUSO
  • Patricia Mordini, SP
  • Rahel Ruch, JA!
  • Matthias Stürmer, EVP
  • Luzius Theiler, GPB
  • Martin Trachsel, EVP
  • Gisela Vollmer, SP
  • Jürg Weder, GLP
  • Béatric Wertli, CVP
  • Manuel C. Widmer, GFL

Kontakt Interfraktionelle Gruppe Digitale Nachhaltigkeit

Giovanna Battagliero, Berner Stadträtin SP, battagliero@gmx.ch, 076 339 73 00
Matthias Stürmer, Berner Stadtrat EVP, matthias.stuermer@evp-bern.ch, 076 368 81 65

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Günstigere Software aus offenen Quellen

15. April 2012, Neue Luzerner Zeitung
von Andreas Lorenz-Meyer, wirtschaft@luzernerzeitung.ch

Open Source – Windows oder Linux? Die Frage, ob man auf teurere proprietäre Systeme oder günstigere «offene» Programme setzt, stellen sich auch die Verwaltungen der Zentralschweizer Kantone.

In der Informationstechnik nutzen Schweizer Organisationen und Private meistens noch proprietäre Systeme, also Software ohne offenen Quellcode wie Microsoft Office oder das Bildbearbeitungsprogramm Photoshop. Eigentlich stehen mit Open-Source-Anwendungen vielfach Alternativen mit offenem Quellcode bereit. Bekannt ist bei Privatanwendern Openoffice.org – eine Alternative zu Microsoft Office. Auch Firefox ist ein Projekt aus offener Quelle.

Open-Source-Programme werden anstatt von einer zentralen Firma wie Microsoft meist von Softwareentwicklern auf der ganzen Welt weiterentwickelt, die an den verschiedenen Projekten mitarbeiten. Es sind sowohl Unternehmen als auch Non-Profit-Organisationen und Einzelpersonen beteiligt, die dies als Hobby betreiben. Aber der Wechsel fällt gerade grösseren Organisationen oft schwer, obwohl sich damit viel Geld sparen lässt. Die französische Gendarmerie zum Beispiel ist dabei, von Windows auf das Linux-Betriebssystem Ubuntu umzustellen. Die Behörde beziffert die Einsparungen auf mehrere Millionen Euro pro Jahr.

Pragmatischer Ansatz in Zug

In der Zentralschweiz ist das Linux-Zeitalter noch nicht angebrochen. Im Kanton Zug wird beim Betriebssystem, aber auch bei der Textverarbeitung oder der Tabellenkalkulation Microsoft vertraut. «Wir sehen das undogmatisch», sagt René Loepfe vom Amt für Organisation und Informatik. Wo die Open-Source-Alternative wirtschaftlicher erscheine, da werde sie auch genutzt.

Von den über 500 Anwendungen in der Kantonsverwaltung sind gut 10 Prozent quelloffene Programme, zum Beispiel Projektplanungen, Bildbearbeitung oder Berechnungen. «Sie sind den proprietären Konkurrenten – auch denjenigen von Microsoft – ebenbürtig und dabei um mehr als die Hälfte billiger», erklärt Loepfe. Auch im komplexen Rechenzentrums- und Netzwerkbetrieb des Kantons werde Open Source eingesetzt und sei dort auch schon etabliert.

Freier Online-Schalter

Seit Juni 2009 nutzt der Kanton auch das freie Content-Management-System Plone als E-Government-Plattform, um die Kommunikation zwischen kantonalen Institutionen und Bürgern herzustellen. Über einen «Online-Schalter» sind elektronische Formulare abrufbar. Dort lassen sich zum Beispiel Parkkarten bestellen und bezahlen. Warum nicht weiter umgerüstet wird? In vielen Verwaltungsbereichen, zum Beispiel bei den Steuern, der Polizei, den Finanzen, fehlten einfach entsprechende Anwendungen, sagt Loepfe. Da würden hoch spezialisierte und sichere Programme gebraucht.

Luzern: «Umstellung zu teuer»

Auch der Kanton Luzern verfolgt keine spezielle Open-Source-Strategie. In einzelnen Bereichen werden zwar offene Anwendungen eingesetzt, etwa bei den Internet- oder Intranetauftritten im Umfeld der Schulen. Aber die meisten Fachanwendungen sind stark mit der Microsoft-Palette verknüpft. Vor zwei Jahren kam ein Bericht zu dem Schluss, dass der Wechsel nur bei Serversystemen möglich sei, welche wenige Schnittstellen zu anderen aufweisen. Eine komplette Umstellung müsste hingegen teuer erkauft werden. Zum Beispiel wäre ein hybrider Betrieb notwendig, also zum Beispiel Windows und Linux im Parallellauf. Und das bedeute höhere Risiken und höhere Kosten.

Die Wahl der Software sei ein strategisches Thema, bei dem es um viel Geld gehe, sagt Matthias Stürmer vom Verein Swiss Open Systems User Group. Zwar entstehen einer Organisation durch den Systemwechsel und Umschulungen kurzfristig mehr Kosten. Aber auf lange Sicht könnten zwischen 10 und 30 Prozent der IT-Kosten eingespart werden, wenn Open Source gezielt am richtigen Ort eingesetzt wird.

«Langjährige Verträge binden»

Warum die Schweiz dennoch im Rückstand ist? Meistens bestünden grosse Abhängigkeiten zu proprietärer Software, erklärt Stürmer. Da würden langjährige Wartungsverträge unterschrieben und Millionen von Schweizer Franken investiert, was den Wechsel zu alternativen Plattformen erschwere. «Es muss eben auch der richtige Moment gewählt werden. Der ist beispielsweise gekommen, wenn sowieso ein Upgrade ansteht.»

Stürmer ist für die EVP im Berner Stadtparlament und Koordinator der parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit. Diese hat ein Ziel: Heutige Entscheidungen im Bereich der digitalen Güter sollen die Handlungsfreiheit zukünftiger Generationen nicht einschränken. Eine Idee, welche sich an den Gedanken der forstwirtschaftlichen Nachhaltigkeit anlehnt. Nur dass in diesem Fall keine Bäume im Mittelpunkt stehen, sondern Software und Daten. Stürmer: «Es geht unter anderem darum, dass Organisationen die strategische Kontrolle über ihre Informatik gewinnen. Mit Open-Source-Software können sie zum Beispiel selbst bestimmen, wann Anwendungen aktualisiert werden.»

Wertschöpfung vor Ort

Beim Einsatz von Open Source sind Verwaltungen, Unternehmen oder Schulen weiterhin auf externe Dienstleister angewiesen. Denn nur diese beherrschen die Millionen Zeilen Quellcode, welche grössere Open-Source-Lösungen umfassen. Bei Open Source können aber Aufträge an kleine Schweizer Firmen gehen. Stürmer: «In diesem Fall bleibt auch die Wertschöpfung in Bern, Zürich oder Luzern.»

Manchmal starten Unternehmen und öffentliche Institutionen auch eigene Projekte. Etwa wenn keine passende Anwendung auf dem Markt erhältlich ist. Das Bundesgericht entwickelte aus diesem Grund «OpenJustitia», eine Fachanwendung zur Verwaltung von Gerichtsentscheiden. Seit September 2011 steht das Programm als Open Source auch anderen frei: den 26 Kantonsgerichten, regionalen Gerichten und wer sonst daran Interesse hat.

Heute gibt es mehr als eine halbe Million Open-Source-Pakete. Viele davon sind kleine, aber sehr stabile Programme, die in Hunderten von Endanwendungen eingesetzt werden. Stürmer: «Open Source lässt sich somit als modulares Ökosystem bezeichnen, in dem Bausteine ausgetauscht und neu eingesetzt werden.»

Darüber hinaus könne in den Code hineingeschaut werden, was die Fehlersuche erleichtere. Proprietäre Systeme folgen hingegen dem Prinzip der «Black Box». Es sei unbekannt, was darin passiert. Das Potenzial der Open-Source-Programme gesteht auch Microsoft ein. Am letzten Freitag gründete das US-Unternehmen eine Tochtergesellschaft namens Open Technologies zur Entwicklung von Open-Source-Programmen.

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Was bedeutet “Digitale Nachhaltigkeit” in der Musikbranche?

Die Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit (PGDN) ist seit 2009 an der Diskussion rund um freie Inhalte (Open Content) beteiligt. Das Thema findet einen neuen Höhepunkt bei einem öffentlichen Streitgespräch über Filesharing und künftige Geschäftsmodelle der Musikbranche.

Am 23. März 2012 fand im Rahmen des Popmusikfestivals m4music des Migros-Kulturprozent eine Podiumsdiskussion zum Thema Musikstreamings und Politik mit dem Titel «Everything is Streaming but the Money» statt. Es diskutierten Evi Allemann (Nationalrätin, Präsidentin Swiss Music Export, Mitglied PGDN), Norbert Bollow (allmend.ch, Expertengruppe PGDN), Denis Simonet (ehem. Präsident Piratenpartei Schweiz), Poto Wegener (Direktor SWISSPERFORM, Jurist, Autor) und Reto Burrell (Musiker, Songwriter, Produzent, Verein Musikschaffende Schweiz).

Das hitzige, aber dennoch aufschlussreiche Gespräch wurde gefilmt und kann nun (gestreamt ;) auf YouTube angeschaut werden. Unter anderem wurden Grundsatzfragen von Musikern und der Piratenpartei über das “Stehlen” bzw. “Teilen” von Musikstücken kontrovers diskutiert. Behandelt wurde des Weiteren das ACTA-Abkommen, welches aber nach wenigen Wortwechseln wieder ad acta gelegt wurde. Auch zur Sprache kamen ein aktueller Vorstoss von PGDN-Kernmitglied Balthasar Glättli zur Abklärung von alternativen Ertragsmodellen für Musiker und ein Postulat von PGDN-Mitglied Luc Recordon über ein neues Gesetz für Kulturschaffende.

Angestossen wurde die Diskussion zuletzt durch einen Bericht des Bundesrats im Herbst 2011 über die möglichen gesetzlichen Anpassungen zur Ahndung von Filesharing (“Bericht des Bundesrates zur unerlaubten Werknutzung über das Internet in Erfüllung des Postulates 10.3263 Savary“). Unter anderem interessante Kommentare sind von den Juristen Martin Steiger sowie Lukas Bühlmann und Giuseppe Di Marco zu lesen.

Die Frage stellt sich somit auch für unsere Parlamentarier-Gruppe: Was bedeutet “Digitale Nachhaltigkeit” in der Musikbranche? Gespannt können nun die Antworten des Bundesrats auf die beiden Vorstösse erwartet werden.

 

Panel: «Everything is Streaming but the Money»

Das Portemonnaie des Künstlers leidet — und die Diskussionen, wie und ob Musiker Geld verdienen können, haben mit der neuen Präsenz von Musikstreamdiensten wie Spotify an Schärfe gewonnen: Der Kampf um Rappenbruchteile pro Stream ist entbrannt. Auch ein Entscheid des Bundesrats, der den Wunsch der Kreativen nach Regelung der Urheberrechte im Internet abgeschmettert hat, stachelt den aufkeimenden Protest der Künstler weiter an.

Welche Folgen hat dieses «Konfliktfeld» für die Musiker und die Musikindustrie? Wohin fliesst der Geldstrom künftig und wie wird dieser durch die Politik beeinflusst? Schliesslich gilt es zu fragen, welche Argumente schwerer wiegen: die für den Schutz von künstlerischen Leistungen oder jene für das Recht auf freien Zugang zu kulturellen Gütern?

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Opendata.ch 2012 Konferenz am 28. Juni in Zürich

Das Interesse an der ersten Opendata.ch-Konferenz im vergangenen Juni im Bundesarchiv in Bern hat die Erwartungen aller Beteiligten übertroffen. Gastgeberin der diesjährigen Konferenz vom 28. Juni 2012 in Zürich ist die Stadt Zürich mit der Initiative «eZürich». Die Stadtverwaltung Zürich lanciert zeitgleich das erste Schweizer Open-Government-Data-Portal auf Gemeindeebene. Die Ergebnisse der ersten umfassenden Studie zu Open Government Data (OGD) in der Schweiz werden vorgestellt. Das Tagesprogramm umfasst prominente nationale und internationale Red­ner sowie interaktive Experten-Workshops zu vier Hauptthemen.

Seit der letztjährigen Konferenz hat sich in der Schweiz einiges Konkretes rund um OGD getan. Ziel der diesjährigen Konferenz ist es, die Fortschritte vorzustellen, Rahmenbedingungen zu klären und weitere mögliche Schritte gemeinsam zu diskutieren. Am 28. Juni 2012 wird Stadtrat und Finanzvorstand Martin Vollenwyder den Konferenzvormittag eröffnen und die Ziele vorstellen, welche die Stadt Zürich mit der Lancierung des ersten Schweizer OGD-Portals verfolgt. An der Konferenz werden zudem die Ergebnisse der ersten umfassenden OGD-Studie der Schweiz präsentiert, die die Berner Fachhochschule zusammen mit Partnern durchgeführt hat. Ziel der Studie ist es, mit einer OGD-Roadmap den Entscheidungsträgern in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft den Weg zur Nutzung von OGD in der Schweiz aufzuzeigen. Nötig dazu sind eine öffentliche Diskussion und das Ergreifen von zweckmässigen Massnahmen.

Am Nachmittag stehen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vier parallele Tracks zu den Themen «Mobilität», «Gesundheit», «Finanzen & Beschaffung» sowie «Wissenschaft» zur Auswahl. Im Rahmen der einzelnen Tracks halten ausgewiesene Experten aus dem In- und Ausland kurze Impulsreferate, zu denen sich die Anwesenden im Anschluss moderiert austauschen können. Wie bereits an der letztjährigen Konferenz wird der Vernetzung verschiedener Akteure aus Verwaltung, Zivilgesellschaft und Politik grosse Bedeutung beigemessen und entsprechend Zeit zur Diskussion zur Verfügung gestellt. Unter anderem haben folgende Referenten bereits ihre Teilnahme zugesagt:

  • Prof. Nigel Shadbolt, Mitglied des UK Public Sector Transparency Board,
  • Daniel Dietrich, Open Knowledge Foundation Deutschland,
  • Martin Kaltenböck, Kooperation OGD Österreich,
  • Prof. Abraham Bernstein, Universität Zürich und
  • Rufus Pollock, Direktor Open Knowledge Foundation UK.

Zum Abschluss der Konferenz berichten die Moderatoren der vier Tracks im Plenum über die Ergebnisse aus den einzelnen Themenbereichen. Neben der Stadt Zürich als Gastgeber und Sponsor machen die Vorstandsmitglieder des im Januar 2012 gegründeten Vereins Opendata.ch die Konferenz mit ihrem ehrenamtlichen Engagement möglich. Der Verein /ch/open (Swiss Open Sys­tems User Group) koordiniert die Anmeldungen.

Datum: Donnerstag, 28. Juni 2012
Dauer: 9 Uhr bis 17 Uhr, anschliessend Apéro
Ort: Hotel X-TRA
Limmatstrasse 118
CH-8005 Zürich
Lageplan
Anmel­dung: Bis 31. März 2012 können sich Interessierte zum ermässigten Preis von 120 CHF inkl. Stehlunch (statt 150 CHF) anmelden.
http://opendata.ch/2012/register
Mitglieder von Opendata.ch, /ch/open und SI bezahlen 70 CHF statt 150 CHF.

Kontakt «Opendata.ch 2012»-Konferenz:

Gastgeber: Initiative «eZürich» (Stadt Zürich)
Andreas Németh, eZürich-Gesamtprojektleiter eGovernment
andreas.nemeth@zuerich.ch, +41 44 412 93 88

Veranstalter: Verein Opendata.ch
Andreas Amsler, Community & Kommunikation Deutschschweiz
andreas.amsler@opendata.ch, +41 79 518 32 37

Antoine Logean, Community & Communication Suisse Romande
antoine.logean@opendata.ch, +41 079 351 84 82

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make.opendata.ch: Mobility Hackdays

Für besseren Verkehr dank offener Daten.

(>traduction française en bas)

Die Schweiz pulsiert im Rhythmus der Verkehrsadern: Strasse und Bahn, Velofahrer, Automobilisten und ÖV-Benutzer erzeugen nicht nur grosse Mengen von Daten, ihr Verhalten wird auch massgeblich durch diese gesteuert – Verkehrsleitsystemen und Echtzeitfahrplänen sei Dank. An einem so genannten Mobility Hackday will make.opendata.ch Ende März das Innovationspotential ausloten.

Mobilitätsdaten sind eine gefragte Grundlage für technologische Innovationen wie politische Entscheidungsprozesse. Anders als in andern Ländern sind sie in der Schweiz aber allzu oft nicht öffentlich verfügbar oder frei verwendbar – für ein Land mit einer verkehrstechnischen Ingenieurstradition wie der Schweiz ein Kuriosum. Seit einiger Zeit beginnt sich die Situation jedoch zu ändern: Softwareentwickler und Designer, Mobilitätsplaner und andere Experten arbeiten mehr und mehr an offenen Systemen für besseren Verkehr.

Am 30. und 31. März treffen sich zeitgleich in Zürich (Falcone) und Genf (Haute école d’art et de design (HEAD)) im Rahmen der zweiten make.opendata.ch-Hackdays Gestalter, Denker und Macher, um zusammen der Frage nachzugehen, wie sich mit offenen Daten einfachere, freundlichere oder praktischere Nutzungsmöglichkeiten unserer Verkehrsinfrastruktur erschliessen lassen. In kurzen Referaten und offenen Workshops werden Mobile Apps, Visualisierungen, Webapplikationen und Mashups konzipiert und entwickelt, gemeinsam von Nutzern, Anbietern und Experten. Die Veranstaltung unter Mitwirkung der SBB und von Internet Briefing ist kostenlos.

Um frühzeitige Anmeldung wird gebeten. Die Veranstaltung dauert von Freitag 9 Uhr bis Samstag 17 Uhr.

Make.opendata.ch ist eine Veranstaltung des Vereins Opendata.ch, hervorgegangen aus einer Initiative von /ch/open und SI.

Kontakt Deutschschweiz: Andreas Amsler, 079 518 32 37

Une mobilité plus intelligente grâce à l’Open Data ?

Le 30 et 31 mars 2012, le deuxième campus Open Data de Suisse fera se rencontrer penseurs et créateurs autour du thème de la mobilité. make.opendata.ch est un atelier expérimental où durant 2 jours informaticiens, journalistes, designers et citoyens porteurs d’idées exploreront les potentialités offertes par le développement rapide de solutions nouvelles et innovantes à partir des données publiques sur le thème de la mobilité.

Après le succès du premier campus make.opendata.ch qui c’est déroulé au mois de septembre dernier, l’association opendata.ch organise les 30 et 31 mars prochains un deuxième campus, cette fois sur le thème de la mobilité.

Comment maîtriser au mieux les fluctuations du trafic tout en respectant l’environnement (densité des flux, consommation des ressources, nuisances sonores, émissions polluantes …) et la sécurité (accidents de la circulation)? Comment concilier les besoins croissants de mobilité (mobilité douce, piétons, vélos, transports publics, transports individuels motorisés, stationnements,…) avec le maintien d’un habitat attractif et d’un environnement sain, afin de préserver, voire améliorer, nos conditions de vie ? Voilà le genre de problèmes auxquels les participants pourront s’atteler afin de tenter d’apporter des éléments concrets de réponses.

Le campus make.opendata.ch se déroulera de manière conjointe sur Genève à la Haute école d’art et de design – Genève (HEAD) et Zurich (Falcone). Chacun de ces sites offrira un espace d’échange et de discussion ainsi que l’infrastructure nécessaire à l’expérimentation et à la visualisation de données.

Le campus make.opendata.ch est organisé par l’association Opendata.ch, l’initiative suisse Open Data rattachée à /ch/open (Swiss Open Systems User Group) et SI (L’association professionnelle et spécialisée de l’informatique en Suisse).

make.opendata.ch est une initiative politiquement indépendante qui n’est liée à aucun parti ou source de financement.

Les personnes intéressées peuvent s’inscrire sur le site make.opendata.ch. La participation est gratuite et la restauration durant l’événement est offerte.

Contact pour la Suisse Romande: Antoine Logean, 079 351 84 82

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Bundesrat gibt aufschlussreiche Antworten zum gestoppten Projekt GEVER Office

Nationalrätin Edith Graf-Litscher hatte im Dezember 2011 den Bundesrat bezüglich dem gestoppten Projekt GEVER Office einige kritische Fragen gestellt. Unterdessen hat der Bundesrat aufschlussreiche Antworten geliefert:

Antwort des Bundesrates vom 01.02.2012

Der Bundesrat hatte am 23. Januar 2008 beschlossen, in der ganzen Bundesverwaltung die Geschäftsverwaltung auf eine elektronische Basis zu stellen (Gever). Als Instrument der IKT zur Umsetzung der elektronischen Geschäftsführung stand damals in erster Linie die Standardlösung eGov-Suite basierend auf dem Produkt Fabasoft zur Verfügung. Sie ist bei mehreren Departementen im Einsatz. Gestützt auf eine moderate Mehrproduktestrategie hat der Informatikrat des Bundes im Juni 2011 eine vom Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) seit 2005 entwickelte Lösung Gever Office standardisiert.

In einer detaillierten Untersuchung, die das BIT unterdessen im Rahmen einer Standortbestimmung zur Lösung durchgeführt hat, musste es feststellen, dass die Weiterentwicklung von Gever Office wirtschaftlich nicht vertretbar ist. Auch bei einer substantiellen Verbreitung in der Verwaltung würde das Produkt über die nächsten Jahre nicht kostendeckend sein. Deshalb ist der einzig nachhaltige Weg, die Weiterentwicklung von Gever Office abzubrechen und eine zweite Gever-Lösung (im Sinne der Mehrproduktestrategie) über eine Ausschreibung am Markt zu beschaffen. Der Entscheid wurde nicht wegen der Qualität des Produkts getroffen – ausschlaggebend sind finanzielle Überlegungen.

1. Die Ausgaben des BIT seit 2005 bis zum Abbruch der Weiterentwicklung für die Entwicklung von Gever Office und dessen Pilotprojekte in den Departementen (inklusive der Entwicklung von Werkzeugen zur Unterstützung von Versionswechseln) beliefen sich auf rund 7,8 Millionen Franken. Die Kosten der einzelnen Verwaltungseinheiten für Gever-Einführungsprojekte sind darin nicht enthalten. Diese sind weitgehend organisatorischer Natur und wiederverwendbar. Diese Ausgaben sind in dem Sinne nicht verloren, als einerseits mit der Entwicklung von Gever Office wirksamer wirtschaftlicher Druck auf die andere Standardlösung ausgeübt werden konnte und andererseits die Lösung erfolgreich in wichtigen Bereichen, wie z. B. im Rahmen der Amtshilfeverfahren der Eidgenössischen Steuerverwaltung eingesetzt wurden. Zudem wurde für die Bundesverwaltung wichtiges Wissen aufgebaut. Eine präzise finanzielle Bewertung dieser positiven Effekte lässt sich nicht vornehmen.

2. Insgesamt wurden seit 2005 bis zum Abbruch der Weiterentwicklung für die Entwicklung von Gever Office und dessen Pilotprojekte Leistungen in der Höhe von insgesamt knapp 4,6 Millionen Franken von 16 externen Firmen bezogen (TOP 5 in Millionen Franken: Elca, 1,2; Advis, 1,2; Gridsoft, 0,5; Nexplore, 0,3; IT-Processing, 0,3).

3. Gever-Lösungen müssen den entsprechenden Standards genügen. Dafür existieren Grundlagendokumente, die öffentlich zugänglich sind, bzw. den Anbieterinnen im Rahmen der Neubeschaffung zur Verfügung gestellt werden. Diese Grundlagen, kombiniert mit dem Einsatz verschiedener Produkte, erlauben eine Reduktion der Abhängigkeit von einzelnen Firmen. Die Nachhaltigkeit wird weiter befördert, indem mittels Fachgremien (z. B. Fachgruppe Gever) spezialisierte und institutionalisierte Wissensträger aufgebaut und gepflegt werden.

4. Die Bundesverwaltung führt Beschaffungen nach geltendem Beschaffungsrecht (WTO-Verfahren) durch. Anbieterinnen von Open-Source-Software sind eingeladen, Angebote in diesem Rahmen einzubringen. Durch die Standardisierung von Gever-Lösungen und die damit zu nutzenden Austausch-Standards ist deren Interoperabilität gewährleistet, was entsprechend Handlungsfreiheit und Investitionssicherheit mit sich bringt.

Medienreaktionen

http://www.computerworld.ch/news/it-branche/artikel/gever-bundesrat-nennt-details-zum-projektstopp-59240/

http://www.inside-it.ch/articles/28016

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Motion für Open Source Förderstrategie der Stadt Bern eingereicht

Zusammen mit weiteren Stadträtinnen und Stadträten aus SP, der Jungen Alternative (JA!) und der Grünliberalen Partei (GLP) hat EVP-Stadtrat Matthias Stürmer eine Motion für die Erarbeitung und Umsetzung einer Open-Source-Förderstrategie eingereicht.

Die interfraktionelle Motion unterzeichneten 47 der 80 Stadträtinnen und Stadträte. Sie fordert vom Gemeinderat eine aktive Förderung von Open-Source-Software in der Informatik der Stadtverwaltung. Die Verfasser des Vorstosses betonen, dass die jährlichen Investitionen in die Informatik in der Stadt Bern im mehrstelligen Millionenbereich liegen und deshalb eine vorausschauende und wirkungsvolle Strategie notwendig ist. Aufgrund der stetig wachsenden Abhängigkeiten von grossen Software-Lieferanten werden heute vielfach Software-Produkte beschafft, ohne dass Alternativen nur schon geprüft worden sind. Diese Situation sei sowohl für die Stadtinformatik wie auch für die Steuerzahlenden stossend.

Die Erstunterzeichnenden weisen auf die Vorteile einer Förderung von Open-Source-Software hin: Langfristige Kosteneinsparungen, wiedergewonnene Kontrolle über Software und Daten sowie Innovation und Wettbewerb unter den lokalen Informatik-Unternehmen. Mittels Open Source Software sollen öffentliche Gelder vermehrt in öffentliche Güter investiert und die „Digitale Nachhaltigkeit“ der Stadtberner Informatik gestärkt werden.

Die geforderte Open-Source-Förderstrategie soll folgende Anforderungen erfüllen:

  • Bei allen künftigen Beschaffungen werden in der Regel Betriebssystem- und Browserunabhängige Lösungen gewählt (z.B. Web-Applikationen, Java, Verwendung offener Datenformate).
  • Öffentliche Ausschreibungen werden möglichst produkt- und herstellerneutral ausgeschrieben.
  • Bei allen öffentlichen IT-Beschaffungen werden stets auch Open Source Lösungen zugelassen.
  • Bei gleichwertigen funktionalen Eigenschaften und vergleichbaren Kostenstrukturen wird die Open-Source-Variante bevorzugt.
  • Eigens oder im Auftragsverhältnis entwickelte Software wird unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht.

Damit diese Open-Source-Förderstrategie einst nicht unbeachtet im Schreibtisch verschwindet, soll sie mittels einer neu zu schaffenden Kompetenzstelle bei den Informatikdiensten umgesetzt werden. Auch sollen sich die Informatikdienste aktiv in nationalen und internationalen Gremien bezüglich Open Source vernetzen und gemeinsam mit anderen Behörden Open-Source-Projekte und -Initiativen umsetzen.

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Call for Participation: Mediorama Digitale Nachhaltigkeit

19.01.2012 – Lilienberg Unternehmerforum, Ermatingen.

Ab 2012 will das Lilienberg Unternehmerforum in seinem Mediorama eine Ausstellung zum Thema „Digitale Nachhaltigkeit“ präsentieren. Ziel dieser dauerhaften Ausstellung ist, Personen aus den Bereichen Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Bildung und Kultur praxisorientiert über die Thematik zu informieren, das Bewusstsein zu fördern, Vorurteile abzubauen und Vorteile aufzuzeigen. Lilienberg lanciert diesen Call for Participation, um eine zeitlich begrenzte Begleitgruppe für das Vorprojekt zu gewinnen. Anmeldeschluss ist der 15.2.2012.

Zielgruppe:

Netzwerke, Know-how Träger oder Projekte zu den Themen:

  • Open Source Software;
  • Open Standards;
  • Open Content;
  • Open Government Data;
  • Open Access.

 

Rahmenbedingungen:

Das Lilienberg Unternehmerforum will mit dieser Ausstellung dem Thema “Digitale Nachhaltigkeit” eine Plattform bieten. Die Begleitgruppe trifft sich zu einem eintägigen Workshop (optional auch zu einem zweiten Workshop) auf dem Lilienberg. Dabei sollen inhaltliche Aspekte sowie die Umsetzungsmöglichkeiten bearbeitet werden. Die Teilnahme an dieser Begleitgruppe ist ehrenamtlich. Workshop(-s), Infrastruktur, Material sowie Verpflegung wird vom Lilienberg Unternehmerforum übernommen. Wenn Spesen geltend gemacht werden sollen, fügen Sie diese bitte Ihrer Anmeldung bei.

 

Ziel:

Die Begleitgruppe soll in der Vorphase des Projekts die Hauptthemengebiete für den Bereich „Digitale Nachhaltigkeit“ definieren und Umsetzungsmöglichkeiten für eine Ausstellung aufzeigen. Nach dieser Vorphase, die spätestens bis Ende März 2012 dauert, wird ein Teil der Begleitgruppe dazu eingeladen, an der Umsetzung des Medioramas mitzuwirken. Dieser Teil fällt nicht mehr unter die ehrenamtliche Arbeit.

 

Nachhaltigkeit des Projekts:

  • Die Ausstellung wird Personen aus den Bereichen Politik, Verwaltung und Wirtschaft als Informationsplattform zur Verfügung stehen und durch entsprechende Führungen dem interessierten Publikum näher gebracht.
  • Es werden Veranstaltungen zu ausgewählten Themenkreisen mit Einbezug der Ausstellung lanciert.
  • Neuerungen respektive Projekte im Bereich „Digitale Nachhaltigkeit“ können umgesetzt werden und finden so eine Plattform. Beiträge aus der Arbeitsgruppe werden prioritär berücksichtigt.

 

Zeitliche Gliederung

  • 15.2.2012 Anmeldeschluss für die Teilnahme an der Begleitgruppe
  • 29.2.2012 Bekanntgabe der Teilnehmenden  (Netzwerke/Projekte/Themen)
  • Tbd Workshop 1
  • Tbd Workshop 2 (optional)
  • Ende März 2012 Persönliche Einladung zur Workshop-Teilnahme


Anmeldung unter:
glenn.mueller@lilienberg.ch

Bitte der Anmeldung eine Kurzbeschreibung des möglichen Beitrags (Netzwerk, Projekt oder Thema) und ein persönliches Kurzportrait anfügen. Falls Spesen geltend gemacht werden sollen, diese entsprechend auch vermerken.

Gerne können Sie sich auch mit Fragen oder Anregungen an uns wenden.

 

Freundlich grüsst

Nationalrätin Edith Graf-Litscher
Co-PräsidentinParlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit

Dr. Matthias Stürmer
GeschäftsleiterParlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit

Glenn Mueller
Leiter Bereich BildungLilienberg Unternehmerforum

 

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Interpellation zur Gever-Neubeschaffung

Edith Graf-Litscher, Co-Präsidentin der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit, hat wie im November 2011 angekündigt in der vergangenen Session einen Vorstoss zur Neubeschaffung von Gever eingereicht. Insgesamt hat die Parlamentarische Gruppe seit ihrer Gründung im 2009 nun 27 Vorstösse an den Bundesrat eingereicht.

Hier die aktuelle Interpellation zur Gever-Neubeschaffung:

Gever-Neubeschaffung nach Abbruch von Gever Office

Nr. 27 – 22.12.2011 – Interpellation 11.4121 - Edith Graf-Litscher
Status: Im Plenum noch nicht behandelt

Eingereichter Text

Mitte November 2011 wurde bekannt, dass das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) beschlossen hat, die Weiterentwicklung der Software-Lösung Gever Office für die elektronische Geschäftsverwaltung (Gever) abzubrechen. Es würde sich wirtschaftlich nicht lohnen, die auf Microsoft SharePoint basierende Gever-Lösung weiterzuentwickeln, weil für einen Upgrade auf die neue SharePoint-Version wesentliche Teile neu programmiert werden müssten. Nun will die Bundesverwaltung im Rahmen von Neubeschaffungen eine neue Software-Lösung als Gever-Standard bestimmen. Zu den bisherigen und zukünftigen Entscheidungen frage ich den Bundesrat:

- Wie viel Geld hat das BIT seit 2005 für die Entwicklung von Gever Office und dessen Pilotprojekte in den Departementen ausgegeben?

- Welche Beiträge flossen an welche Firmen, die für externe Leistungen für Gever Office ausgegeben wurden?

- Wie stellt der Bundesrat sicher, dass die Neubeschaffungen von Gever-Lösungen digital nachhaltig sind und die Abhängigkeiten zu externen Firmen gesenkt werden?

- Berücksichtigt die Bundesverwaltung bei künftigen Gever-Ausschreibungen, dass Lösungen unter Open Source Lizenzen grössere Handlungsfreiheit und damit mehr Investitionssicherheit mit sich bringen?

Veröffentlicht in Bundesverwaltung, Microsoft, Öffentliche Beschaffung, Vorstoss | 1 Kommentar
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