Kanton Zug veröffentlicht eGovernment-Lösung unter Open Source Lizenz

MEDIENMITTEILUNG DES KANTON ZUG UND DER PARLAMENTARISCHEN GRUPPE DIGITALE NACHHALTIGKEIT

Der Kanton Zug veröffentlicht die in den letzten Jahren entstandene Collaboration Lösung “iZug” als Open Source Software unter der GPL Lizenz der SIK.

Bern, 8. März 2010 - Mit diesem Schritt können Bund, Kantone und Gemeinden eine der modernsten und leistungsfähigsten Anwendungen im Bereich der eGovernment- und Intranet-Portale lizenzfrei übernehmen und auf ihre Bedürfnisse anpassen. Aufwändige, kostspielige und für die Beteiligten riskante WTO-Ausschreibungen erübrigen sich dadurch in vielen Fällen. Auf diese Weise lassen sich nicht nur beachtliche Kosteneinsparungen erzielen. Funktionale Erweiterungen sind viel schneller und einfacher möglich als in den meisten herkömmlichen Projekten.

iZug bietet nebst anderem ein leistungsfähiges WebCMS, einen Online Schalter, einen virtuellen Arbeitsplatz, Arbeitsräume für interne und externe Zusammenarbeit sowie eine Aufgaben- und Terminverwaltung. Die Lösung steht im Kanton Zug seit Juni 2009 erfolgreich im Einsatz und wird täglich von 1500 Kantonsmitarbeitenden und über 400 externen Benutzerinnen und Benutzern eingesetzt. Zu den besonderen Vorzügen zählt, dass eGovernment-Portal, Extranet und Intranet auf demselben Erscheinungsbild und denselben Bedienungsformen beruhen.

Die Lösung arbeitet mit Microsoft Office und OpenOffice.org zusammen und ermöglicht insbesondere die Arbeit von zuhause aus. Ihr zugrunde liegt die Open Source Software Plone, welche weltweit im Einsatz ist und zu den sichersten Webanwendungen zählt. Nicht zufällig wird sie deshalb u.a. vom FBI und von der CIA als Plattform eingesetzt.

Zur Sicherstellung einer kontinuierlichen Weiterentwicklung auf hohem Qualitätsniveau wurde der Verein PloneGov.ch gebildet. Dieser ist Teil einer weltweiten PloneGov Community, deren Mitglieder sich gegenseitig ihre Arbeitsergebnisse zur Verfügung stellen. Die Lösung besteht aus 22 Modulen, welche aufeinander abgestimmt wurden und die Basissoftware Plone zu einer eGovernment Suite erweitern. Hanna Muralt Müller, Präsidentin des Vereins PloneGov, zeigt sich erfreut über die Umsetzung der Vereinsziele: “Der Kanton Zug fördert mit der Freigabe der Software die Innovationsfähigkeit der Community. Die Module können von anderen Vereinsmitgliedern wiederverwendet werden. Die Pflege und Weiterentwicklung wird dabei durch den Verein PloneGov.ch koordiniert und sichergestellt”.

Urs Fuchs, Leiter der Zuger Staatskanzlei: “Mit der heutigen Veröffentlichung unserer Lösung setzen wir die eGovernment Strategie der Bundesverwaltung um: Einmal entwickeln - mehrfach anwenden. Dank der Veröffentlichung als GPL können wir von zukünftigen Weiterentwicklungen durch andere automatisch mit profitieren.” Teile der Zuger Lösung konnten dank der Open Source Lizenzierung von früheren Plone Projekten des Kantons Basel-Stadt übernommen und weiterentwickelt werden. Erst vor wenigen Wochen hat der Kanton Basel-Stadt eine neue IT-Strategie veröffentlicht, welche ebenfalls die kooperative Entwicklung quelloffener Lösungen fördert.

Die Nationalrätin Edith Graf-Litscher, Co Präsidentin der Parlamentarischen Gruppe für Digitale Nachhaltigkeit, begrüsst die Vorgehensweise des Kantons Zug: “Die Parlamentarische Gruppe ist hoch erfreut über die positive Entwicklung auf kantonaler Ebene. Im Gegensatz zur Bundesverwaltung, welche sämtliche Vorstösse unserer Gruppe postwendend abgelehnt hat und in einer grossen Abhängigkeit zu proprietärer Software verharrt, wenden sich immer mehr Kantone gemeinsamen Entwicklungen quelloffener und nachhaltiger eGovernment Software zu.”

Die Lösung kann beim Berner Plone Dienstleister 4teamwork als Quellcode heruntergeladen werden. Ein Online Demo der Software ist unter http://egov.4teamwork.ch verfügbar.

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Bundesrat hat wenig Interesse an Digitaler Nachhaltigkeit

vorstoesseSeit Juni 2009 haben Mitglieder der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit insgesamt 12 Vorstösse (Motionen, Interpellationen, Postulate und Fragen) an den Bundesrat einreicht (Download als PDF). Nun sind alle Antworten aus der Verwaltung eingetroffen - leider sind sie weitgehend negativ ausgefallen.

In unterschiedlichen Forderungen und Fragen wünschen sechs Kernmitglieder der Parlamentarischen Gruppe einen digital nachhaltigen Umgang mit Software, Informatik-Standards und Geoinformationsdaten. Die Anliegen sind völlig überparteilich, wurden sie doch von den Nationalräten Christian Wasserfallen (FDP.Die Liberalen Kt. Bern) Edith Graf-Litscher (SP Kt. Thurgau), Alec von Graffenried (Grüne Kt. Bern), J. Alexander Baumann (SVP Kt. Thurgau), Thomas Weibel (GLP Kt. Zürich), Walter Donzé (EVP Kt. Bern) eingereicht.

Leider trafen die konstruktiven Verbesserungsvorschläge und kritischen Fragen im Bundesrat bzw. in der Verwaltung auf wenig Gehör. Obwohl der politische Wille offenbar klar einen vermehrten Einsatz von Open Source Software und Open Standards fordert, stellen sich die Behörden gegen die Anliegen und sehen keinen Handlungsbedarf. Einerseits begründen sie dies, dass bspw. freihändige Vergaben bloss die Ausnahme bei Software-Beschaffungen bilden, andererseits heben sie ihre bescheidenen Engagements für die Open Source Förderung gross hervor. Dies täuscht aber nicht über die Tatsache hinweg, dass in der Bundesverwaltung erst wenig Wissen und Erfahrung im Umgang mit Open Source Lösungen vorhanden ist.

Fünf Jahre nach Veröffentlichung der OSS-Strategie Bund scheint die Bundesverwaltung die Chance verpasst zu haben, diese Strategie auch tatsächlich umzusetzen. Wie die aktuelle Beschwerde vor dem Bundesverwaltungsgericht symptomatisch aufzeigt, sind “gleich lange Spiesse” für Open Source Software und Closed Source Software leider immer noch eine Illusion. Auf der einen Seite verhindern bestehende Lieferanten-Abhängigkeiten einen fairen Wettbewerb, auf der anderen Seite ist laut den Antworten des Bundesrates aber auch der Wille gänzlich abwesend, etwas an dieser Situation ändern zu wollen.

Es bleibt zu hoffen, dass sich Verwaltung und Wirtschaft künftig stärker an Strategien im nachhaltigen Umgang mit digitalen Wissensgütern orientieren und Impulse von beiden Seiten zu einer Verbesserung der heutigen Situation führen. Vorreiterrolle spielen zur Zeit die Kantone Basel-Stadt, Genf, Solothurn, Waadt und Zug, in denen der Einsatz von Open Source Software und Open Standards spürbar gefördert wird.

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Was haben Politik und Informatik miteinander zu tun?

stuermer_2010_washabenpolitikundinformatikmiteinanderzutunDie zusammengefasste Reaktion des Berner Regierungsrats auf einen Vorstoss von Marc Jost, EVP-Grossrat des Kantons Bern (S. 17 bis 25) war deutlich: «Weshalb sollen sich Politiker mit Informatikfragen beschäftigen? Dies ist doch ein gänzlich technisches Problem, das einer operativen Lösung bedarf. Mit strategischen oder gar politischen Themen hat dies nichts zu tun!»

Selbstverständlich benötigen die Einführung und das Management von Informatiklösungen in komplexen Organisationen wie der öffentlichen Verwaltung das Wissen und die Erfahrung von IT-Profis. Dabei müssen die Anforderungen analysiert, mögliche Software-Lösungen evaluiert und schliesslich das wirtschaftlich günstigste Angebot ausgewählt werden.

Allerdings zeigen viele Beispiele, dass Informatik-Entscheide neben der kurzfristigen Problemlösung auch schwerwiegende und langfristige Auswirkungen nach sich ziehen. Es stellt geradezu das Geschäftsmodell der traditionellen Softwarebranche dar, durch Schaffung von Abhängigkeiten, langfristig Gewinne erzielen zu können. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht macht dies auch Sinn, durch Kundenbindung Erfolg zu erzielen – dies entspricht der Lehre, wie sie an den Hochschulen täglich unterrichtet wird.

Nichtsdestotrotz sind Informatikbezüger an möglichst viel Freiheit und Nachhaltigkeit ihrer Investitionen interessiert, sodass sie sich heutzutage emanzipiert haben und bewusster Software beschaffen sollten, als noch vor zehn Jahren. Ohne Frage hat der Open Source Markt auch grosse Fortschritte gemacht und kann sich in gewissen Bereichen, wie zum Beispiel der Benutzerfreundlichkeit, weiter verbessern. Was vor einigen Jahren erst halbfertige Alternativen von IT-Freaks zu Closed Source Lösungen darstellte, sind heute ebenbürtige Open Source Applikationen und Plattformen, die auf gleicher Augenhöhe agieren. Bei gewissen Software Kategorien wie Web-Server, Content Management Systemen oder Office Produkten macht es 2010 geradezu keinen Sinn mehr, Geld dafür auszugeben – Open Source Alternativen sind mindestens so gut, wenn nicht besser, als ihre proprietären Pendants. Und auch punkto Business Support durch etablierte Software-Dienstleister, haben sich einige erfolgreiche Geschäftsmodelle mittels Open Source Software etabliert.

Dennoch scheint in gewissen Organisationen das Potential von Open Source Software noch gar nicht oder viel zu wenig genutzt zu werden. Während inzwischen in der Privatwirtschaft, wie beispielsweise bei der Mobiliar Versicherung oder bei Manor, systematisch Open Source eingesetzt wird und Kantone wie Zug, Solothurn, Waadt oder Genf an strategischen Stellen Open Source Lösungen planen oder eingeführt haben, hat die Bundesverwaltung diese Chance bis heute verpasst. Vereinzelte Bundesämter, wie die swisstopo, wenden aufgrund von Eigeninitiative zahlreiche offene Technologien an, aber die aktuelle Klage von Open Source Dienstleistern beim Bundesverwaltungsgericht zeigt, dass leider der Bund noch viel aufzuholen hat.

In solchen Fällen muss politischer Druck aufgebaut werden. In diesem Zusammenhang hat die im 2009 gegründete parlamentarische Gruppe «Digitale Nachhaltigkeit» eine wichtige Aufgabe. Wo die überparteiliche Vereinigung heute steht und was die künftigen Tätigkeiten sind, stellen die Nationalräte Edith Graf-Litscher und Christian Wasserfallen im Rahmen ihres OpenExpo-Auftritts an der Topsoft vor. Die weiteren in diesem Kommentar angeschnittenen Themen und Aussagen werden ebenfalls im Rahmen der OpenExpo-Konferenz am 24. und 25. März 2010 von kompetenten Rednern erläutert.

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IT-Kosten senken und Abhängigkeiten vermindern - Open Source Einsatzstrategien für KMUs

stuermer_2010_itkostensenkenundabhaengigkeitenverringernDie OpenExpo ist der grösste Schweizer Open Source Software Event und findet innerhalb der Topsoft am 24./25. März 2010 in Bern bereits zum achten Mal statt. Inzwischen ist Open Source Software aus der Nische herausgetreten und in der ICT-Welt kaum mehr wegzudenken. Unter anderem sorgen heute kommerzielle Vertriebskanäle und Servicelösungen für garantierte Betriebs- und Wartungsleistungen. Und dennoch sind noch viele Fragen offen, zum Beispiel: Sind die Lösungen KMU-tauglich? Wie sieht es mit Sicherheitsanforderungen aus? Wer unterstützt und garantiert?

Open Source Software ist allgegenwärtig und doch unsichtbar. Dies jedenfalls ist eine mögliche Interpretation der SwissICT FOSS Studie aus dem letzten Jahr. Demnach verwenden heutzutage in der Schweiz 82 Prozent der befragten Unternehmen Open Source Software oder planen deren Einsatz in naher Zukunft. Wenn man jedoch Geschäftsleiter oder IT-Kaderpersonen fragt, ob Linux & Co. in ihrer Firma angewendet werden, verneinen dies die meisten. Wie kommt diese Abweichung zustande?

Es gibt dafür mehrere Gründe. Einerseits wollen sich Firmen mit dem Einsatz von Open Source Software nicht zu stark exponieren, denn deren Bewährung im Markt ist noch nicht breit abgestützt und Pioniere, die den Kopf hervorzustrecken wagen, riskieren oftmals Kritik, falls etwas bei der Informatik schief geht – auch wenn es keinen direkten Zusammenhang mit der Einführung der Open Source Lösung gibt. Andererseits wird Open Source Software oftmals auch bewusst oder unbewusst «unter dem Radar» des Software Managements eingesetzt.

Beispiele für den Einsatz

Wie dies noch vor kurzem bei der Mobiliar-Versicherung der Fall war, wird René Nef, Leiter IT Plattformen, in seinem Referat an der OpenExpo am 25. März 2010 berichten. Unterdessen setzt das Versicherungs-Unternehmen Open Source Lösungen nicht mehr unkontrolliert und punktuell ein, sondern hat eine klare, strategische Stossrichtung beim Einsatz von Open Source Software definiert. Mittels vorgegebenen Kriterien werden Open Source Produkte evaluiert und auf ihre «Business Readiness» geprüft.

Ein anderes Beispiel stellt die Manor AG dar. Sie ist mit rund drei Milliarden Umsatz und 12000 Mitarbeitenden die grösste Schweizer Warenhauskette. Wie Abteilungsleiter Beat Schaller berichten wird, hat Manor 2009 eine Open Source Strategie formuliert, die durch den gezielten Einsatz von Open Source Lösungen vorsieht, IT-Kosten zu senken und die Unabhängigkeit der Informatik zu erhöhen.

Nicht nur Akteure aus der Privatwirtschaft, sondern immer mehr auch öffentliche Institutionen setzen Open Source Software ein. Neben den bekannten Beispielen aus Solothurn, Waadt und Genf hat neu auch der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt Anfang Februar 2010 eine explizite Open Source Förderungsstrategie verabschiedet. Darin hält er fest, dass Open Source Alternativen bei Software-Beschaffungen besser berücksichtigt werden, dass künftige Eigenentwicklungen unter einer Open Source Lizenz veröffentlicht werden und dass eine Pilot-Migration auf Linux Thin Clients durchgeführt werden soll. Weitere Einzelheiten zur neuen Open Source Strategie wird Priscilla Dipner-Gerber, Leiterin der Fachstelle für Informatik und Organisation des Kantons Basel-Stadt, am 24. März 2010 an der OpenExpo bekanntgeben.

Starkes Wachstum und garantierter Service

Gewisse Open Source Lösungen erleben einen besonderen Boom. So verzeichnet Red Hat gemäss Solution Consultant Roland Hänggi (Vortrag am 25. März 2010 an der OpenExpo) in den letzten Monaten ein starkes Nachfragewachstum von JBoss, dem bekannten Open Source Java Application Server. Gemäss Definition von Open Source Software kann diese Lösung kostenlos und quelloffen auf der JBoss-Website heruntergeladen und anschliessend, falls gewünscht, verändert und weiterverteilt werden. Allerdings wünschen sich viele Firmen, die businesskritische Applikationen auf JBoss betreiben wollen, auch professionelle Wartung und Support, sowie Garantien mittels Service Level Agreements. Diese Lücke füllen nun Open Source Unternehmen wie Red Hat, deren Geschäftsmodelle auf Dienstleistungen für Open Source Produkte basieren. Durch den Abschluss von Support-Abonnementen, den sogenannten «JBoss Subscriptions», erhalten KMUs und andere Informatik-Bezüger die notwendige Absicherung für deren Software-Einsatz und Red Hat wiederum kann die Weiterentwicklung der JBoss-Suite finanzieren.

Offene Fragen

Die Zukunft von anderen Open Source Lösungen ist weniger klar. MySQL, die bekannteste Open Source Datenbank wurde kürzlich, im Rahmen der Akquisition von Sun Microsystems, durch Oracle gekauft. MySQL Experte Oliver Sennhauser wird deshalb im Rahmen seines OpenExpo-Referats am 25. März 2010 Auskunft geben, in welcher Form dieser grosse Software-Deal Konsequenzen für KMUs hat, die MySQL einsetzen. Auch wird er mögliche Szenarien aufzeigen, wie es mit MySQL weitergehen könnte und was die strategischen Alternativen sind.

Zwar auch von Sun initiiert, aber wesentlich unabhängiger aufgestellt, ist die Open Source Office Suite OpenOffice.org. Der Redner Lothar K. Becker verfügt als Migrations-Berater über breite Erfahrung im Umgang mit Office-Lösungen im Business-Umfeld und kann deshalb die Stärken und Schwächen von OpenOffice.org gegenüber Microsoft Office gut abschätzen.

Neue Entwicklungen

So wie der Trend für Web-Lösungen generell zunimmt, bewegen sich auch Open Source Lösungen immer mehr auf das Internet zu. Sei es die prämierte Projekt- und Taskmanagement-Lösung todoyu, die Joel B. Orlow von Snowflake vorstellen wird oder auch die Internet- und Intranet Plattform PloneGov.ch, portraitiert von Bernhard Bühlmann von 4teamwork. Besonders interessante Entwicklungen zeichnen sich im E-Learning Bereich ab. Einerseits wird an der OpenExpo am 24. März 2010 erstmals die Learning Content Authoring und Management Lösung Docendo von Matthias Scheidl von der ETH Zürich vorgeführt. Andererseits präsentiert die mit dem Google O’Reilly Open Source Award ausgezeichnete Penny Leach von Liip die E-Portfolio Plattform «Mahara». Zur Zeit ist der Begriff E-Portfolio ein derart neuartiges Konzept, dass es noch kaum grosse Verbreitung gefunden hat. Das Potential für eine umfassende Online-CV-Lösung inklusive Social Networking und Blogging Plattform à la Facebook ist jedoch gross. Gerade wenn Firmen und Bildungsinstitutionen aus Gründen des Datenschutzes eigene Kommunikations-Netzwerke aufbauen möchten, eignet sich die Open Source Lösung Mahara gut, um die individuellen Anforderungen zu realisieren.

Nicht nur eine Wolke

Ein weiterer IT-Trend ist Cloud Computing – auch da bietet der Einsatz von Open Source Software die Möglichkeit, das Technologie-Potential voll auszunutzen. Will nämlich ein Unternehmen eine technisch skalierbare Lösung anbieten, kann bei einem Anbieter wie Amazon ein Web-Service gemietet werden, der in Minutenschnelle die Bandbreite der Web-Hostings anpassen kann. Wird beim Skalieren mit proprietärer Software gearbeitet, entsteht eine mühselige Situation, in der Softwarelizenzen plötzlich per CPU abgerechnet werden müssen und somit die Software-Kosten unberechenbar bleiben. Da bietet sich der Einsatz von Open Source Software an, die ohne zusätzliche Kosten auf beliebig viele Benutzer und Server verteilt werden kann. Genau nach diesem Prinzip setzt die Swisstopo seit kurzem auf Cloud Computing mittels Open Source Software, wie Hanspeter Christ und David Oesch vom Bundesamt für Landestopografie an der OpenExpo erläutern werden.

Ausblick

Auf Open Source Software basierende Technologien und Geschäftsmodelle entwickeln sich stetig weiter und folgen auch den regulären IT-Trends. Ob aber in nicht allzu ferner Zukunft die Masse der Informatik-Anwendungen auf Open Source Lösungen basieren wird, ist mehr als fraglich. Es müssen noch einige Anstrengungen unternommen werden, um in den KMU-Welten noch besser zu reüssieren. Wo sich der Open Source Markt heute befindet, welche Lücken noch bestehen und wie sich die technische und wirtschaftliche Situation von Open Source Software entwickeln könnte, diskutieren zum Abschluss der OpenExpo Manuel Michaud von Microsoft (Schweiz) sowie der Autor dieses Artikels, im Rahmen eines von KMU LIFE Redaktor Georg Lutz moderierten Podiumsgesprächs.

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Digital nachhaltige Bundes-Informatik zur Vermeidung künftiger Windows-Debakel

OFFENER BRIEF AN DEN BUNDESRAT
Bern, 17. Februar 2010

Sehr geehrte Frau Bundespräsidentin
Sehr geehrte Damen Bundesrätinnen
Sehr geehrte Herren Bundesräte

In den kommenden Tagen müssen Sie entscheiden, ob vier Ihrer Departemente Windows Vista oder besser Windows 7 einführen sollen. Unserer Meinung nach ist diese Wahl in jedem Fall problematisch. Nachdem bereits über 40 Millionen Franken für den Wechsel auf Windows Vista ausgegeben wurden, steht jetzt wegen den grossen Verzögerungen schon wieder die nächste Version des Microsoft Betriebssystems zur Auswahl. Bis die Migration auf Windows 7 abgeschlossen sein wird, ist wiederum eine neue Windows-Ausgabe erhältlich – und die Bundesverwaltung befindet sich weiterhin in dem goldenen Käfig der proprietären Software. Sind die neuen Windows-Versionen mit relativ kleinem Mehrwert wirklich die Dutzenden von Millionen Franken wert? Und wollen Sie sich tatsächlich von einem amerikanischen Software-Konzern die Schweizer Informatik-Strategie diktieren lassen?

Wir sind der Auffassung, dass die öffentliche Verwaltung einen besonneneren und nachhaltigeren Umgang mit digitalen Gütern wie Software entwickeln sollte und nicht gleich auf jeden Marketing-Hype der Technologie-Branche aufspringen müsste. Ein Weg, diese sogenannte Digitale Nachhaltigkeit zu erreichen und dadurch künftige Windows-Debakel zu verhindern, wäre der vermehrte Einsatz von Open Source Software und offenen Standards in der Bundesverwaltung. Dadurch könnte vermieden werden, dass in wenigen Jahren eine nächste, teure Hauruck-Migration notwendig ist.

In dem mittels Förderung von Open Source Technologien Abhängigkeiten von Software-Firmen verringert werden, erhält die Informatik der Bundesverwaltung mehr Freiheit ihre Software-Aktualisierungsstrategie selber zu bestimmen. Ausserdem sind Open Source Betriebssysteme wie Linux modularer aufgebaut und können dadurch sanfter erneuert werden als proprietäre Systeme – diese werden nicht zuletzt in werbemässig aufgebauschten Schritten aktualisiert, weil darauf das Geschäftsmodell der Software-Hersteller basiert.

Im Sinne einer digital nachhaltigen Bundes-Informatik möchten wir Sie deshalb bitten eine nationale Open Source Förderungsstrategie unter anderem mit folgenden Umsetzungsmassnahmen zu erarbeiten:

  1. Bevorzugung von Informatik-Lösungen basierend auf Open Source Software und Open Standards (siehe auch Open Source Förderungsstrategie von Grossbritannien)
  2. Die Schaffung eines Kompetenzzentrums für Open Source Technologien (siehe Motion 09.3680 «Open-Source-Kompetenzzentrum»)
  3. Studien über das direkte und indirekte Sparpotenzial von Open Source Software zu lancieren (siehe Interpellation 09.3584 «Studie über Open Source. Alternativen für die öffentliche Verwaltung»)
  4. Ein Pilot-Versuch mit Linux-Arbeitsplätzen wie der Kanton Basel-Stadt geplant hat (siehe Pressemitteilung des Regierungsrats vom 11.02.2010 zur neuen Open Source Strategie)

Mit erwartungsvollen Grüssen,
die Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit,

Ko-Präsidentin und Ko-Präsident
Edith Graf-Litscher und Christian Wasserfallen,

Gründungsmitglieder
Alec von Graffenried, Kathy Riklin, Thomas Weibel und Walter Donzé,

Mitglieder
Alexander Baumann, Barbara Schmid-Federer, Brigitte Häberli-Koller, Bruno Frick, Claude Janiak, Evi Allemann, Felix Gutzwiller, Francine John-Calame, Geri Müller, Hans Altherr, Ignazio Cassis, Lieni Füglistaller, Liliane Maury Pasquier, Luc Recordon, Marianne Kleiner, Peter Malama, Ruedi Aeschbacher, Sep Cathomas und Simonetta Sommaruga

Medienreaktionen

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Neue Open Source Förderungsstrategie des Kt. Basel-Stadt

wappenbsWährenddem die auf proprietärer Software basierte Informatik der Bundesverwaltung offenbar völlig im Chaos versinkt gibts positive Open Source News aus Basel. Heute hat der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt seine neue Open Source Förderungsstrategie (Download als PDF) vorgestellt, die durch einen Vorstoss von Urs Müller aus dem Jahre 2004 initialisiert wurde. Der Auszug aus der heutigen Pressemitteilung fasst die wichtigsten Punkte zusammen:

Im Bereich Open Source sollen in Zukunft vom Kanton finanzierte Entwicklungen (z.B. Datenmarkt, E Government) unter einem Open Source-Geschäftsmodell und auf der Basis von offenen Standards erfolgen, so dass andere Kantone und Gemeinden diese ohne Kauf von Lizenzen nutzen und den Quellcode weiterentwickeln können. Auf diese Weise werden kantonsübergreifende Synergieeffekte gefördert. Die Zuschlagskriterien bei der Beschaffung werden so überarbeitet, dass die Chancengleichheit zwischen proprietären und OSS-Lösungen gewahrt bleibt. Auf Arbeitsplatzebene wird aufgrund der vielen Abhängigkeiten von Fachanwendungen weiterhin das Betriebssystem MS Windows dominieren. Es wird aber ein Pilotversuch mit 100 Arbeitsplätzen gestartet, welche vollständig auf Linux und Open Source Software umgestellt werden.

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Richard Stallman gibt Referat und protestiert gegen Berner Übereinkunft

Vortrag von Richard Stallman herunterladen als OGG (67MB, 2h 4min) und abspielen mit dem VLC Media Player für Linux, Mac und Windows.

MEDIENMITTEILUNG
PARLAMENTARISCHE GRUPPE DIGITALE NACHHALTIGKEIT

English | Français

Bern, 5. Februar 2010

Protest gegen die Berner Übereinkunft auf dem Unteren Waisenhausplatz in Bern am 11. Februar 2010

Am Donnerstag, den 11. Februar 2010 um 13:00 Uhr auf dem Unteren Waisenhausplatz wird Richard Stallman, Mitgründer von GNU/Linux, einen Protest gegen die Berner Übereinkunft über das Urheberrecht führen.

image001Der Protest kritisiert aus mehreren Gründen die Berner Übereinkunft als inakzeptabel in der Internet-Ära:

  • Das Urheberrecht hält viel zu lang.
  • Werke sollten nur urheberrechtlich geschützt sein, falls sie eine Copyright-Notiz enthalten.
  • Der “Drei-Schritte-Test” für Ausnahmen zum Urheberrecht stellt den Urheber über die Öffentlichkeit und schränkt Freiheiten ein, die die Internet-benutzende Öffentlichkeit haben muss.

Richard Stallman hat die Entwicklung des GNU/Linux-Betriebssystems gestartet, das heute auf vielen Millionen Computern benutzt wird. Seit einiger Zeit setzt er sich für die Rechte von Computerbenutzern gegenüber den Schöpfern von Software ein. Für seinen Einsatz erhielt er den ACM-Grace-Hopper-Preis, eine MacArthur-Stiftung-Mitgliedschaft, die Auszeichnung Electronic Frontier Foundation’s Pioneer, und den Takeda-Preis für soziale und ökonomische Verbesserung, sowie mehrere Ehrendoktortitel. Jetzt stellt er sich gegen die Berner Übereinkunft zum Schutz von Werken der Literatur und Kunst.

Stallman sagt: “Das bestehende Urheberrecht macht einige Stars sehr reich, unterstützt einen kleinen Teil der Künstler adäquat und ist ein elendes Versagen für den Rest. Andererseits ist es gut darin, Grossunternehmen und die Musikindustrie zu unterstützen – und nun gehen sie so weit, Filesharing zu verbieten. Es ist ein System, das unsere Freiheiten attackiert, damit es unser Geld verschwenden kann. Neue Methoden können die meisten Künstler besser stellen und gleichzeitig unsere Freiheit respektieren. Nur die Urheberrechtsindustrie wird verlieren.”

“Das Urheberrecht sollte zwei öffentliche Interessen abdecken: Erstens soll es die Publikation von neuen Werken stimulieren, zweitens soll die Freiheit geschaffen werden bereits publizierte Werke zu nutzen. Autoren und Künstler sollen dabei bereit sein, sich als Urheberrechtsinhaber ihrer Lizenzwahl durch die Öffentlichkeit beeinflussen zu lassen” fügt Stallman an.

Nationalrätin Edith Graf-Litscher stimmt zu: “Das derzeitige Urheberrecht ist kein fairer Ausgleich zwischen Öffentlichkeit und Urhebern. Der Austausch von Wissen wird einseitig zugunsten der Urheber gehemmt. Und das, obwohl die meisten Urheber in ihren Werken andere Werke verwenden.” Die Piratenpartei Schweiz stimmt zu, Parteipräsident Denis Simonet: “Wir unterstützen Stallmans Anliegen. Wir brauchen einen Ausgleich zwischen den Besitzern des Urheberrechts und der Öffentlichkeit.” Die Tux-Partei der Universität Bern und die Studentenvertreter der Fakultät der Informatik und angewandte Mathematik unterstützen Stallmans Vorschlagen und werden dem Protest beitreten.

Der Protest folgt unmittelbar auf einen Vortrag über Copyright um 10:00 Uhr in der Aula der Universität Bern. Nach dem Vortrag wird Stallman mit den Demonstranten von der Aula des Hauptgebäudes der Universität zum Unteren Waisenhausplatz ziehen und dort eine Kundgebung halten.

Medienreaktionen

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Richard Stallman speaking in Bern and protesting against Berne Convention

Download Richard Stallman’s speech as OGG file (67MB, 2h 4min) and play it with the VLC Media Player for Linux, Mac, and Windows

PRESS RELEASE OF THE
PARLIAMENTARIAN GROUP FOR DIGITAL SUSTAINABILITY

Deutsch | Français

Bern, February 5th 2010

Protest against the Berne Convention on Unterer Waisenhausplatz in Berne, 11 February 2010

On Thursday, 11 February 2010 at 1 pm, Richard Stallman, co-founder of GNU/Linux, will lead a protest on the Unterer Waisenhausplatz in Berne against the Berne Copyright Convention.

image001The protest criticizes the Berne Copyright Convention as unacceptable in the Internet era, for several reasons.

  • Copyright lasts far too long.
  • Works should only be covered by copyright if published with copyright notices.
  • The “three step test” for exceptions to copyright places the copyright holders above the public, and interferes with liberties that the Internet-using public must have.

Richard Stallman started the development on the GNU/Linux operating system which runs on millions of computers. For some time he’s been in support of the rights of computer users against the creators of software. For his achievements, he’s received the ACM Grace Hopper Award, a MacArthur Foundation fellowship, the Electronic Frontier Foundation’s Pioneer award, and the Takeda Award for Social and Economic Betterment, as well as several honorary doctorates. He also campaigns for the freedom to non-commercially share copies of published works.

Stallman said, “The existing copyright system makes a few stars very rich, supports a small fraction of artists adequately, and is an abject failure for the rest. However, it is great for supporting the big business of the copyright industry—and nowadays they are extending it to forbid sharing. It is a system that attacks our freedom so it can waste our money. New methods can support most artists better, while respecting our freedom, and only copyright industry will lose. Good riddance!”

“Copyright ought to balance two kinds of public interest: that in encouraging publication of more works, and that in freedom to use the works already published. As for the authors and artists, they enter the issue only as people whose choices the public may wish to influence” Stallman adds.

National parliamentarian and co-president of the parliamentarian group for digital sustainability Edith Graf-Litscher agrees: “The current copyright is not a fair balance between public and copyright holders. The free exchange of knowledge is hindered to benefit the creators. Despite the fact that most creators base their work on priors.” The Pirate Party Switzerland assists, party president Denis Simonet: “We support Stallman’s cause. We need a balance between public and copyright holders.” The Tux Party of the University of Bern and the student representatives of the faculty of computer science and applied mathematics support Stallman’s motion and will join the protest.

The protest immediately follows a speech on copyright vs. public at 10 am in the Aula of the University of Bern. After the talk the protesters will jointly march to Unterer Waisenhausplatz for the protest.

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Public Domain Manifest veröffentlicht

Das Projekt Communia hat das Public Domain Manifest veröffentlicht. Die unterzeichnenden Organisationen und Personen wollen damit auf die Wichtigkeit von gemeinfreier Güter aufmerksam machen.

Die Einleitung des Manifests schreibt: “Nach Jahrzehnten, in denen verschiedene Maßnahmen die kulturelle Allmende drastisch reduziert haben, typischerweise durch die Ausweitung der Schutzmaßnahmen im Urheberrecht, ist es Zeit, deutlich festzustellen, wie stark Gesellschaft und Wirtschaft auf eine intakte Sphäre gemeinfreier Güter angewiesen sind.”

Das Public Domain Manifest soll daran erinnern, dass es einen gemeinsamen Pool von Werken gibt, die keinem Urheberrecht mehr unterliegen oder die frei verwendet werden dürfen. Das Manifest beschreibt was der Public Domain ist und gibt Vorschläge zur Förderung des Public Domains.

Das Orginal ist in Englisch, Übersetzungen sind u.a. in Deutsch,Französisch und Italienisch verfügbar. Weitere Organisationen oder Personen können das Manifest auf der Webseite unterzeichnen.

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Open Source Software an der Oberstufen-Schule in Wynigen

KURZ-REPORTAGE
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| Präsentation vor dem Gemeinderat

Die Oberstufe in Wynigen hat ihre neue Informatikeinrichtung basierend auf Linux und weiterer Open Source Software dem Gemeinderat vorgestellt. Mit weniger als CHF 1000 pro Arbeitsplatz konnten die Kosten sehr tief gehalten werden, sodass sich der Gemeinderat äusserst zufrieden zeigte.

Die Oberstufe Wynigen hat ihre Informatik bestehend aus 80 Arbeitsstationen auf Linux umgestellt. Zum Einsatz kommt eine Thin Client Lösung von LTSP (Linux Terminal Server Project). Dies bedeutet, dass auf den einzelnen Rechnern keine Software mehr installiert wird, sondern Betriebssystem und Anwendungen auf einem zentralen Server laufen. Dadurch ergeben sich mehrere Vorteile: Die Arbeitsstationen müssen nicht über schnelle Hardware verfügen, das System kann auf dem Server zentral verwaltet werden, mühselige Upgrades auf den Computer-Arbeitsplätzen sind Vergangenheit und durch die einfache Austauschbarkeit der Hardware wird eine hohe Flexibilität gewährleistet.

Ebenfalls neu für die Schule ist der Einsatz weiterer Open Source Software: Für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und andere Büroanwendungen wird OpenOffice.org eingesetzt und als Browser Mozilla Firefox benutzt.

Die Thin-Client Lösung erlaubte die Verwendung günstiger Occasion-Laptops der GEWA Stiftung für berufliche Integration. Weil ausserdem für die Open Source Software keine Lizenzgebühren anfielen, blieben die Kosten der neuen Informatik-Einrichtung niedrig. Für die 80 Arbeitsstationen wurden nur CHF 70′500 benötigt. Mit unter CHF 1′000 pro Arbeitsplatz ist das wesentlich weniger als bei vergleichbaren Projekten in anderen Schulen.

Diese innovative Lösung wurde realisiert dank der Initiative von Daniel Dähler, dem Informatikverantwortlichen der Oberstufe, und Werner Spätig, dem lokalen Informatikanbieter. Sie hatten die Vorteile von Open Source Software für Schulen erkannt und waren bereit neue Wege zu gehen.

Der Gemeinderat von Wynigen, der die Finanzierung des Projekts gesprochen hatte, zeigte sich zufrieden mit der Lösung. Im Rahmen einer Präsentation durch die Projektverantwortlichen und /ch/open-Vertreter Florian Kammermann konnte der Gemeinderat das Linux-System gleich selber ausprobieren.
Auch die Lehrer und Schüler der Oberstufe Wynigen sind mit dem neuen System zufrieden. Laut Dähler haben sie keine Berührungsängste mit der neuen Umgebung gezeigt. Geschätzt werde vor allem die hohe Verfügbarkeit und Stabilität der Linux-Umgebung.

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